Diplomarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. E I N L E I T U N G
1.1 DIE ELEKTROKONVULSIONSTHERAPIE (EKT)
1.2 DIE EINSTELLUNG GEGENÜBER DER EKT
1.3 HERLEITUNG DER FRAGESTELLUNG
1.3.1 DIE EINSTELLUNG DER VERSCHIEDENEN BEFRAGUNGSGRUPPEN GEGENÜBER DER EKT
1.3.2 DIE KOVARIABLEN DER EKT-EINSTELLUNG
1.3.3 DER ZEITLICHE WANDEL DER EKT-EINSTELLUNG
1.3.4 ABBAU VON VORURTEILEN GEGENÜBER DER EKT
1.4 HYPOTHESEN UND EXPLORATIVE FRAGESTELLUNGEN
1.4.1 STICHPROBENUNTERSCHIEDE IN DER EKT-EINSTELLUNG
1.4.2 INFORMIERTHEIT UND EINFLUSS DER INFORMATIONSQUELLEN
1.4.3 BEHANDLUNGSERFAHRUNG
1.4.4 ALTER, BILDUNGSSTATUS UND GESCHLECHT
1.4.5 DEPRESSIVE SYMPTOMATIK
1.4.6 AUFKLÄRUNG
1.4.7 ZEITLICHER TREND
1.4.8 FEE-EKT ALS PRÄDIKTOR FÜR BEHANDLUNGSERFOLG
1.4.9 HYPOTHESEN ZUR NACHVALIDIERUNG DER FEE-EKT
2. M E T H O D E
2.1 VERSUCHSPERSONEN
2.1.1 NICHTKLINISCHE STICHPROBE
2.1.2 KLINISCHE STICHPROBE
2.1.3 EXPERTEN-STICHPROBE
2.2 MESSINSTRUMENTE
2.2.1 FEE-EKT
2.2.2 HAMILTON DEPRESSIONSSKALA
2.2.3 BECK-DEPRESSIONS-INVENTAR
2.3 STUDIENDESIGN
2.4 STATISTISCHE ANALYSEN
3. E R G E B N I S S E
3.1 NICHTKLINISCHE STICHPROBE
3.2 KLINISCHE STICHPROBE
3.3 EXPERTEN-STICHPROBE
3.4 STICHPROBENUNTERSCHIEDE
3.5 GESAMTSTICHPROBE
4. D I S K U S S I O N
4.1 EINSTELLUNG GEGENÜBER DER EKT
4.2. DIE KOVARIABLEN DER EKT-EINSTELLUNG
4.3 KLINISCHE RELEVANZ DER ERGEBNISSE
4.4 SCHWIERIGKEITEN DER STUDIE
4.4.1 Stichprobenziehung und -bias
4.4.2 Die allgemeine diagnostische Problematik klinischer Daten
4.4.3 Verteilung der Daten
4.5 AUSBLICK
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, das aktuelle Meinungsbild gegenüber der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) im deutschsprachigen Raum zu beleuchten und die Ursachen für bestehende Vorurteile sowie die Faktoren der Einstellungsbildung wissenschaftlich zu untersuchen.
1.2 Die Einstellung gegenüber der EKT
Der Begriff Einstellung kann sozialpsychologisch wie folgt definiert werden: Eine Einstellung ist eine psychische Tendenz, die dadurch zum Ausdruck kommt, dass man ein bestimmtes Objekt mit einem gewissen Grad von Zuneigung oder Abneigung bewertet (Eagly & Chaiken, 1998). Einstellungen entstehen in der Interaktion mit der Umwelt durch Lernprozesse (siehe Abbildung 1.1). Wir sind täglich das Ziel zahlreicher Beeinflussungsversuche über persönliche Gespräche und über Massenmedien, die darauf abzielen, unsere Einstellungen zu ändern oder sie zu festigen. Beim Streben nach kognitiver Konsistenz verändern Menschen oft ihre Einstellungen, um sie mit ihrem Verhalten in Einklang zu bringen (z. B. Petty, Haugtvedt & Smith, 1995).
Bei der Fragebogenkonstruktion der FEE-EKT wurde das Drei-Komponenten-Modell der Einstellung berücksichtigt (Jarchow, 2005 – unveröffentlicht; Abstract siehe Anhang A). Das Drei-Komponenten-Modell (vgl. Stroebe, Jonas & Hewstone, 2002) steht für eine Umsetzung des allgemein integrativen Trends innerhalb der Sozialpsychologie und definiert Einstellungen als summarische Bewertungen von Gegenständen durch ein Zusammenspiel von affektiven, kognitiven und konativen Komponenten. Die Elemente des Drei-Komponenten-Modells unterliegen unterschiedlichen Lernvorgängen (Greenwald, 1968; zitiert nach Fischer & Wiswede, 2002, S. 222 ff.). Gegenüber bekannten Objekten entwickeln sich über unmittelbare Belohnungen oder Bestrafungen habitualisierte Verhaltensbereitschaften. Kognitive Elemente werden nach dem Modell von Greenwald vorrangig über Kommunikationsprozesse erworben. Darüber hinaus kommt es zu Einstellungsänderungen, wenn Menschen lernen, den Einstellungsgegenstand mit angenehmen oder unangenehmen Kontexten oder Konsequenzen zu assoziieren.
1. E I N L E I T U N G: Einführung in die Fragestellung und die Relevanz der EKT in der psychiatrischen Behandlung sowie Darlegung der Forschungsziele.
2. M E T H O D E: Beschreibung der verwendeten Testinstrumente wie FEE-EKT, HAMD und BDI sowie Erläuterung des Studiendesigns und der statistischen Auswertungsmethoden.
3. E R G E B N I S S E: Detaillierte Darstellung der Studienergebnisse für die verschiedenen Stichproben und Analyse der statistischen Zusammenhänge.
4. D I S K U S S I O N: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den internationalen Forschungsstand und Ausblick auf zukünftige Studien.
Einstellung, Elektrokonvulsionstherapie, Elektrokrampftherapie, Elektroschocktherapie, Informiertheit, EKT, Information, Vorurteile, Patienten, Allgemeinbevölkerung, Neurologen, Psychiater, Depression, Zufriedenheit
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und das Meinungsbild der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) im deutschsprachigen Raum unter Berücksichtigung verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Es wurden drei Gruppen befragt: eine nichtklinische Stichprobe der Allgemeinbevölkerung, depressive EKT-Patienten sowie niedergelassene Neurologen und Psychiater.
Das Ziel ist die Identifizierung von Ursachen für eine negative Grundhaltung gegenüber der EKT sowie die Klärung der Einflussfaktoren auf die Einstellungsbildung.
Zur Datenerhebung wurde der speziell konstruierte Fragebogen FEE-EKT verwendet, ergänzt durch klinische Ratingskalen (HAMD, BDI) und statistische Analysen mittels SPSS.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Einstellungen, der Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf Informiertheit und Vorurteile sowie der Diskussion klinischer Relevanz.
Zentrale Begriffe sind EKT, Vorurteile, Informiertheit, Elektrokonvulsionstherapie, Depression und die sozialpsychologische Einstellungstheorie.
Entgegen früherer Annahmen konnte die Studie keinen signifikanten direkten Zusammenhang zwischen dem Bildungsstatus und der EKT-Einstellung nachweisen; entscheidend sind eher die Qualität und Vielfalt der Informationsquellen.
Die Studie zeigt, dass Medien als Informationsquelle mit einer signifikant negativeren und ängstlicheren Einstellung gegenüber der EKT korrelieren.
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