Diplomarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Gang der Untersuchung
2 Begriff, Bedeutung und Besonderheiten von Dienstleistungen
2.1 Begriffsbestimmung der Dienstleistung
2.1.1 Enumerative Aufzählung von Dienstleistungsbereichen
2.1.2 Dienstleistungen als Leistungen des tertiären Sektors
2.1.3 Dienstleistungen in der Betriebswirtschaftslehre
2.2 Besonderheiten der Dienstleistung
2.2.1 Merkmal Immaterialität
2.2.2 Merkmal Integration des externen Faktors (Integrativität)
2.2.3 Merkmal Individualität
3 Die Grundlagen der Kostenrechnung in Dienstleistungsunternehmen
3.1 Die Bedeutung der Kostenrechnung
3.1.1 Allgemeine Funktionen der Kostenrechnung
3.1.2 Konkretisierung der allgemeinen Funktionen aus Sicht von Dienstleistungsunternehmen
3.2 Kosten und Leistungen in Dienstleistungsunternehmen
3.2.1 Definition von Leistungen
3.2.2 Erfassung und Ausweis der Kosten
3.2.3 Besonderheiten der Kosten in Dienstleistungsunternehmen
3.2.4 Zurechnungsprobleme von Kosten und Erlösen zu Leistungen
4 Eignung traditioneller Kostenrechnungssysteme in Dienstleistungsunternehmen
4.1 Die Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung
4.1.1 Prinzipien der Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung
4.1.2 Vor- und Nachteile für die Anwendung in Dienstleistungsunternehmen
4.2 Die Plankosten- und Deckungsbeitragsrechnung
4.2.1 Prinzipien und Varianten der Plankostenrechnung
4.2.2 Vor- und Nachteile für die Anwendung in Dienstleistungsunternehmen
5 Ergänzung der operativen Kostenrechnung um ein strategieorientiertes Kostenmanagement
5.1 Die Prozesskostenrechnung
5.1.1 Entstehungsgründe der Prozesskostenrechnung
5.1.2 Entwicklung und grundlegende Merkmale der Prozesskostenrechnung
5.1.3 Vorgehensweise in der Prozesskostenrechnung
5.1.4 Vor- und Nachteile für die Verwendung in Dienstleistungsunternehmen
5.1.5 Die Entstehungsgründe der PKR als „klassische“ Problemfelder in Dienstleistungsunternehmen
5.1.6 Überprüfung der Prozessstrukturen in Dienstleistungsunternehmen
5.2 Target Costing
5.2.1 Prinzipien des Target Costing
5.2.2 Prozessspezifische Zielkostenermittlung in Dienstleistungsunternehmen
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Eignung klassischer, industriell geprägter Kostenrechnungsverfahren für die Anwendung in Dienstleistungsunternehmen zu untersuchen und durch moderne Ansätze des Kostenmanagements zu ergänzen.
2.2.2 Merkmal Integration des externen Faktors (Integrativität)
Von besonderer Bedeutung im Bereich der Dienstleistung ist die Integration des externen Faktors in die Produktion. Dieser steht dem Dienstleistungsanbieter lediglich zeitlich begrenzt zur Verfügung und wird mit den internen Faktoren im Erstellungsprozess kombiniert. Ziel ist es, einen gewünschten Zustand zu erhalten oder wiederherzustellen (z.B. Reparatur), bestimmte Eigenschaften zu schaffen bzw. zu verändern (z.B. Schulung) oder Verrichtungen an ihm vorzunehmen (z.B. Entsorgung). Dienste sind personen- und kundenpräsensgebunden, d.h. sie werden für und unter Beteiligung jedes einzelnen Kunden erbracht. Grund dafür ist, dass der Nachfrager zunächst einen externen Faktor (z.B. das zu reparierende Auto in der Werkstatt, die Informationen über Einkünfte für den Steuerberater oder den kranken Zahn für den behandelnden Arzt) einbringen muss. Der Kunde ist demnach Co-Produzent oder besser gesagt Prosumer. Somit hängen Qualität, aber auch die entstandenen Kosten, aus Sicht des Dienstleistungsanbieters in erheblichem Maße von der Kooperationsfähigkeit und -willigkeit der Nachfrager ab.
1 Einleitung: Darstellung der wachsenden Bedeutung des Dienstleistungssektors und der Notwendigkeit, geeignete Kostenrechnungssysteme zu etablieren.
2 Begriff, Bedeutung und Besonderheiten von Dienstleistungen: Erläuterung der konstitutiven Merkmale (Immaterialität, Integration des externen Faktors, Individualität) und deren Einfluss auf die Kostenstruktur.
3 Die Grundlagen der Kostenrechnung in Dienstleistungsunternehmen: Analyse der Funktionen der Kostenrechnung und der spezifischen Zurechnungsprobleme von Kosten in Dienstleistungsbetrieben.
4 Eignung traditioneller Kostenrechnungssysteme in Dienstleistungsunternehmen: Überprüfung der Einzelkosten- und Plankostenrechnung auf ihre Anwendbarkeit und theoretische Eignung für Dienstleister.
5 Ergänzung der operativen Kostenrechnung um ein strategieorientiertes Kostenmanagement: Untersuchung von Prozesskostenrechnung und Target Costing als moderne Instrumente zur Bewältigung der Herausforderungen im Dienstleistungssektor.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Feststellung, dass keine pauschale Empfehlung existiert, sondern eine unternehmensspezifische Modifikation der Verfahren erforderlich ist.
Dienstleistungsunternehmen, Kostenrechnung, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Immaterialität, Integrativität, Individualität, Deckungsbeitragsrechnung, Kostenmanagement, Kostenplanung, Betriebsbereitschaft, Gemeinkosten, Kostenzurechnung, Einzelkosten, Kostenstruktur.
Die Arbeit untersucht, inwieweit etablierte Kostenrechnungssysteme aus der industriellen Produktion für den Dienstleistungssektor geeignet sind und wie sie dort erfolgreich implementiert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Besonderheiten von Dienstleistungen (z. B. Immaterialität), der kritischen Analyse traditioneller Systeme und der Anwendung moderner Strategien wie Prozesskostenrechnung und Target Costing.
Das Ziel ist die Prüfung der Eignung bekannter Kostenrechnungsverfahren sowie die Ableitung von Ansätzen für ein strategieorientiertes Kostenmanagement in Dienstleistungsunternehmen.
Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse durch, kombiniert mit theoretischen Herleitungen und praxisorientierten Fallbeispielen zur Kostenrechnungsgestaltung.
Im Hauptteil werden zunächst die Besonderheiten der Kostenrechnung bei Dienstleistern erläutert, gefolgt von einer Analyse traditioneller Verfahren und der Diskussion neuerer Konzepte wie der Prozesskostenrechnung und des Target Costing.
Wesentliche Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Integrativität, Immaterialität, Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung sowie Zielkostenmanagement.
Aufgrund erheblicher Mängel bei der Gemeinkostenschlüsselung und fehlender Entscheidungsorientierung wird die Vollkostenrechnung kritisch betrachtet und nur in speziellen Fällen als anwendbar eingestuft.
Der externe Faktor (z. B. der Kunde) ist wesentlich für die Erbringung der Dienstleistung. Seine Beteiligung kann kostensenkend oder kostenerhöhend wirken, was eine genaue prozessorientierte Betrachtung erforderlich macht.
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