Diplomarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Marktzinsmethode als Grundlage für das Barwertkonzept
2.1 Grundkonzept der Marktzinsmethode im Margenkalkül / Einordnung und Funktionsweise
2.2 Grenzen der Marktzinsmethode
3. Margenkalkulation mit Hilfe des Barwertkonzeptes
3.1 Barwertkonzept
3.1.1 Die Entstehung des Barwertkonzepts als Weiterentwicklung der Marktzinsmethode
3.1.2 Das Wesen des Barwertkonzepts
3.2 Bewertungsmethoden von Konditionsbeitrags-Barwerten bei Kundengeschäften mit Festzinsvereinbarung
3.2.1 Strukturkongruente Refinanzierung mit Geld- und Kapitalmarktgeschäften
3.2.2 Strukturkongruente Refinanzierung mit Zerobond-Renditen bzw. –Abzinsungsfaktoren
3.2.3 Fazit
3.3 Bewertungsmethoden von Konditionsbeitrags-Barwerten bei Kundengeschäften ohne Festzinsvereinbarung
3.3.1 Charakteristik variabler Geschäfte
3.3.2 Die konstante Marge als Ziel von Ablauffiktionen
3.3.3 Problematik des Bewertungszinses
3.3.4 Festlegung des Mischungsverhältnisses gleitender Zinsen
3.3.5 Empirische Untersuchungen zur Ermittlung von Ablauffiktionen mit Hilfe von Softwarelösungen auf Basis der historischen Analyse
3.3.5.1 Vorwort
3.3.5.2 Ergebnisanalyse aufgrund des Optimierungskriteriums der Standard- und Trend-Standardabweichung
3.3.5.2 Ergebnisbeurteilung
3.3.5.3 Ergebnisanalyse bei Berücksichtigung von Volumensschwankungen / Ausgleichszahlungen
3.3.5.4 Ansatzmöglichkeiten neben der historischen Analyse
3.3.6 Cash-flow-Auswertung
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Barwertkalkül als methodische Weiterentwicklung der klassischen Marktzinsmethode, mit dem primären Ziel, die Bewertungsproblematik bei variabel verzinslichen Bankgeschäften zu lösen und eine für die Banksteuerung aussagekräftige Erfolgsgröße zu etablieren.
3.1.1 Die Entstehung des Barwertkonzepts als Weiterentwicklung der Marktzinsmethode
Der Grundgedanke der Marktzinsmethode - die Messung des Einzelgeschäfts an Marktalternativen - hat sich in Theorie und Praxis als überlegene Methode zur Steuerung des Bankergebnisses im zinsabhängigen Geschäft erwiesen. Auch im weiterentwickelten Barwertkonzept werden die einzelnen Geschäfte am Tag der Konditionierung in ihre Zahlungsströme zerlegt und nach dem Duplikationsprinzip am Referenzzins gemessen. Da sich Finanzgeschäfte durch Ein- und Auszahlungen charakterisieren, wird durch die zeitliche Abfolge und der Höhe dieser Ein- und Auszahlungen jedes Geschäft korrekt wiedergegeben. Daher wird der Cash-flow als die richtige und objektive Basis zur Steuerung des Zinsergebnisses angesehen und ist deshalb für die Beurteilung von Barwerten besonders geeignet.
Der grundlegende Unterschied zwischen der Marktzinsmethode und dem Barwertkalkül liegt in dem Zeitpunkt, auf den das Ergebnis abgebildet wird. Entgegen der Grundform der Marktzinsmethode wird im Barwertkonzept der gesamte ermittelte kalkulatorische Erfolg auf den Zeitpunkt der Konditionierung abgebildet. Die margenorientierte laufende Darstellung wird zugunsten einer wertorientierten Betrachtung aufgegeben. Damit einhergehend fallen die Überlegungen durch die bereits in Vorperioden konditionierten Geschäfte weg, wobei das Neugeschäft, als alleinig steuerungsrelevante Größe, vollständig abgebildet wird. Fehlsteuerungen, die bisher daraus resultierten, dass das periodische Zinsergebnis (beispielsweise des Kreditbereichs) maßgeblich von Ergebnissen in der Vergangenheit abgeschlossener Geschäfte geprägt war, sollen hierdurch vermieden werden. Es ergibt sich die konsequente Ausrichtung des Barwertkonzepts auf das Neugeschäft. Im Vergleich zu den klassischen Methoden ist das Barwertkonzept durch diese Neuausrichtung deutlich handlungsorientierter und setzt steuerungsunmittelbarer an.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Problematik des Margendrucks im Bankgeschäft ein und erläutert die Notwendigkeit moderner Controllingsysteme für eine ertragsorientierte Gesamtbanksteuerung.
2. Die Marktzinsmethode als Grundlage für das Barwertkonzept: Das Kapitel erläutert das klassische Modell der Marktzinsmethode, ihre Funktionsweise auf Basis des Opportunitätsprinzips sowie ihre Grenzen bei einer strategischen, periodenübergreifenden Banksteuerung.
3. Margenkalkulation mit Hilfe des Barwertkonzeptes: Der Hauptteil beschreibt das Barwertkonzept als Weiterentwicklung, zeigt Bewertungsverfahren für Festzins- sowie variable Geschäfte auf und analysiert empirisch die Ermittlung optimaler Ablauffiktionen mittels historischer Daten.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, reflektiert die methodischen Stärken des Barwertkonzepts gegenüber der Marktzinsmethode und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Zukunfts- und Szenarioanalyse.
Bankcontrolling, Barwertkalkül, Marktzinsmethode, Margenkalkulation, Ablauffiktionen, Zinsänderungsrisiko, Neugeschäftssteuerung, Fristentransformation, Cash-flow-Analyse, Strukturbeitrag, Konditionsbeitrag, Bewertungszins, historische Analyse, Banksteuerung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des Bankcontrollings, speziell mit dem Übergang von der klassischen Marktzinsmethode zum Barwertkonzept zur genaueren Steuerung von Einzelgeschäften.
Im Zentrum stehen die Margenkalkulation, die Bewertung von Finanzgeschäften, das Zinsänderungsrisiko sowie die methodische Herausforderung, variable Kundengeschäfte korrekt abzubilden.
Das Hauptziel besteht darin, die Kalkulationsproblematik variabler Bankgeschäfte im Barwertkalkül zu analysieren und Lösungsansätze aufzuzeigen, wie durch eine wertorientierte Betrachtung Fehlsteuerungen der Vergangenheit vermieden werden können.
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung des Barwertkonzepts und der Anwendung statistischer Methoden (wie der Standard- und Trend-Standardabweichung), um durch historische Analysen optimale Ablauffiktionen für variable Produkte zu bestimmen.
Der Hauptteil behandelt die Bewertungsmethoden für Festzinsvereinbarungen, die Charakteristik variabler Produkte sowie empirische Untersuchungen zur Ermittlung von Ablauffiktionen, unterstützt durch Softwarelösungen wie VARAN.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Barwertkonzept, Marktzinsmethode, Konditionsbeitrag, Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko.
Die Bewertung variabler Geschäfte erfolgt durch die Unterstellung von Ablauffiktionen, bei denen die volatilen Zahlungsströme in eine konstante, steuerbare Struktur überführt werden, oft basierend auf gleitenden Durchschnitten historischer Zinsreihen.
Ausgleichszahlungen sind notwendig, da in der Praxis das Volumen variabel verzinslicher Produkte nicht konstant bleibt. Ohne deren Berücksichtigung lässt sich die Zielsetzung einer konstanten Marge bei gleichzeitigem Volumensab- oder -aufbau nicht realisieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

