Diplomarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 1,3
Einführung
Gegenstand und Aufbau der Arbeit
1. Charakterisierung operationeller Risiken
1.1. Definition
1.1.1. Definitionsansätze operationeller Risiken
1.1.2. Unterscheidung der Risikoarten nach Basel II
1.2. Kategorisierung operationeller Risiken
1.2.1. Personenrisiken
1.2.2. Prozessrisiken
1.2.3. Systemrisiken
1.2.4. Externe Risiken
1.3. Empirische Daten
2. Messung operationeller Risiken
2.1. Aufsichtsrechtliche Bewertung von operationellen Risiken
2.1.1. Basisindikatoransatz (BIA)
2.1.2. Standardansatz (STA)
2.1.3. Ambitionierter Ansatz (AMA)
2.1.3.1. Interner Bemessungsansatz (IBA)
2.1.3.2. Verlustverteilungsansatz
2.1.3.3. Scorecard-Ansatz
2.2. Messmethoden
2.2.1. Identifikation operationeller Risiken
2.2.1.1. Risikoinventur und Self-Auditing
2.2.1.2. Risikoindikatoren
2.2.1.3. Prozessrisikoanalyse
2.2.2. Bewertung operationeller Risiken
2.2.2.1. Value-at-Risk-Modelle
2.2.2.2. Szenarioanalyse
2.2.2.3. Elastizitätenkonzept
2.3. Kritische Bewertung der Messung operationeller Risiken
2.3.1. Kritische Würdigung der bankexternen Bewertungsansätze
2.3.2. Kritische Würdigung der bankinternen Messansätze
3. Steuerung operationeller Risiken
3.1. Integration der Steuerung in den Risikomanagementprozess der Banken
3.1.1. Instrumente zur Risikomodifikation
3.1.2. Kritische Betrachtung dieser Instrumente
3.2. Alternative Risikotransferinstrumente
3.2.1. Versicherung operationeller Risiken
3.2.2. Verbriefung operationeller Risiken
3.3. Ökonomische Eigenkapitalunterlegung
3.3.1. Prinzip der Risikotragfähigkeit
3.3.2. Risikodeckungspotenzial der Bank
3.3.3. Integration in die Gesamtbanksteuerung
Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert kritisch das Management operationeller Risiken in Banken vor dem Hintergrund der Basel-II-Vorgaben, mit dem Ziel, aktuelle Instrumente zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung dieser Risikoposition zu bewerten.
1.1. Definition
Der Begriff „Risiko“ allein ist weder aus seiner umgangssprachlichen Verwendung und Herkunft noch vor dem Hintergrund umfassender wissenschaftlicher Untersuchungsansätze eindeutig vorgegeben.5 Dennoch kann der klassische Risikobegriff als die mögliche Schadens- und Verlustgefahr aufgrund negativer Beeinflussung einer geplanten Zielsetzung oder Strategie aufgefasst werden.6 Allein die Vielzahl an Naturkatastrophen und Terroranschlägen, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, verweist auf die hohe Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Gefahren.
Zu beachten ist, dass Banken bereits mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit in hohem Maße operationellen Risiken ausgesetzt sind. Die Wahrnehmung von Ertragschancen ist zugleich immer mit der Bereitschaft zur Übernahme von Risiken verbunden. So gehört es traditionsgemäß zu den Kernaufgaben der Banken, Risiken zu beurteilen, zu bewerten und gegebenenfalls zu übernehmen. Risiken werden über ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe der negativen Abweichung gemessen.7
1. Charakterisierung operationeller Risiken: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert operationelle Risiken und verdeutlicht deren Praxisrelevanz mittels empirischer Daten.
2. Messung operationeller Risiken: Es werden aufsichtsrechtliche Bewertungsansätze nach Basel II sowie bankinterne Identifikations- und Messmethoden detailliert vorgestellt und kritisch bewertet.
3. Steuerung operationeller Risiken: Der Fokus liegt auf der Integration der Steuerung in den Risikomanagementprozess, alternativen Transferinstrumenten wie Versicherungen und Verbriefungen sowie der ökonomischen Eigenkapitalunterlegung.
Operationelle Risiken, OpRisk, Basel II, Risikomanagement, Risikoidentifikation, Risikoquantifizierung, Eigenkapitalunterlegung, Risikosteuerung, Risikotransfer, Value-at-Risk, Szenarioanalyse, Prozessrisiken, Bankmanagement, Risikotragfähigkeit, Compliance
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Managements operationeller Risiken in Banken, insbesondere im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen von Basel II.
Die zentralen Themen sind die Charakterisierung, die Messung (Identifikation und Quantifizierung) sowie die Steuerung operationeller Risiken in Kreditinstituten.
Ziel ist es, einen Überblick über aktuelle Instrumente zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung zu vermitteln und diese Methoden kritisch zu hinterfragen.
Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse basierend auf regulatorischen Vorgaben, empirischen Studien und bankwirtschaftlichen Fachbeiträgen zur Bewertung der verschiedenen Management- und Messansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung (Definition, Kategorisierung), die intensive Messung (aufsichtsrechtliche und interne Ansätze) sowie die Steuerung (Prozessintegration, Transfer, Eigenkapitalunterlegung).
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie operationelle Risiken, Basel II, Risikoquantifizierung, Eigenkapitalunterlegung und Risikosteuerung charakterisiert.
Die Messung ist aufgrund der Intransparenz der Inhalte und des Umfangs sowie der Schwierigkeit, zukünftige Ereignisse (wie Katastrophen oder Betrug) zu prognostizieren, äußerst komplex.
Die Eigenkapitalunterlegung dient als Puffer, um Verluste aus operationellen Risiken aufzufangen und ist durch Basel II für Banken verpflichtend geworden.
Während der Basisindikatoransatz eine einfache, pauschale Berechnungsmethode für kleinere Banken darstellt, bietet der ambitionierte Ansatz (AMA) flexiblere, risikosensitivere, aber auch deutlich komplexere interne Messmodelle.
Hierzu zählen insbesondere Versicherungen für operationelle Risiken sowie die Verbriefung dieser Risiken an Kapitalmärkte, beispielsweise durch Catastrophe-Bonds.
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