Diplomarbeit, 2006
134 Seiten, Note: 1,3
1 Einflussfaktoren auf die Preisfairness im Vergleich zwischen Deutschland und China
1.1 Zielsetzung und Gang der Arbeit
1.2 Die Bedeutung Chinas und kulturelle Differenzen gegenüber Deutschland
2 Konzeptionelle und theoretische Grundlagen der Preisfairnessforschung
2.1 Einordnung der Preispsychologie im preispolitischen Rahmen
2.2 Preisänderung und ihre Bedeutung für die Preisfairnessforschung
2.3 Zum Begriff der wahrgenommenen Preisfairness
2.4 Das Phänomen der Preisfairness im Fokus empirischer Untersuchungen
2.4.1 Einflussfaktoren auf die wahrgenommene Preisfairness
2.4.2 Konsequenzen von Preisfairness und Unfairness
2.5 Theoretische Bezugspunkte der vorliegenden Untersuchung
2.5.1 Theoretische Grundlagen
2.5.2 Theorie der kognitiven Dissonanz
2.5.3 Attributionstheorie
2.5.4 Equity Theory
2.5.4.1 Darstellung der Theorie
2.5.4.2 Erweiterungen der Theorie
2.5.4.3 Anwendungsbereiche
3 Ableitung von Hypothesen zu den moderierenden Einflüssen auf den Zusammenhang von Determinanten und Konsequenzen der Preisfairness
3.1 Wirkung der Marke auf die Preisfairness
3.1.1 Definition und Bedeutung der Marke
3.1.2 Marke als Mediatorvariable zwischen Preiserhöhung und Preisfairness
3.2 Wirkung des Vertrauens auf die Preisfairness
3.2.1 Vertrauen und seine Bedeutung im Marketing
3.2.2 Principal-Agent-Theorie
3.2.3 Vertrauen als Mediatorvariable zwischen Preiserhöhung und Preisfairness
3.3 Wirkung manipulierter Informationen auf die Preisfairness
3.3.1 Manipulation des Wissens durch Informationen
3.3.2 Manipulation von Informationen als Mediatorvariable zwischen Preiserhöhung und wahrgenommener Preisfairness
3.4 Wirkung wahrgenommener Preisfairness auf die Wiederkaufabsicht
3.4.1 Definition und Bedeutung der Wiederkaufabsicht
3.4.2 Auswirkung wahrgenommener Preisfairness auf die Wiederkaufabsicht
4 Empirische Überprüfung des Modells - Deutschland und China im Vergleich
4.1 Methodische Grundlagen der empirischen Untersuchung
4.1.1 Experimentelle Forschung
4.1.2 Gütekriterien von Experimenten
4.1.3 Operationalisierung der Variablen
4.1.4 Kontrolle von Störvariablen
4.1.5 Konzeption und Systematik des Versuchsplans
4.1.6 Univariate mehrfaktorielle Varianzanalyse
4.2 Überblick über die Konzeption und Durchführung der Experimente
4.2.1 Darstellung des Untersuchungsgegenstands
4.2.2 Datenerhebung und Stichprobenzusammensetzung
4.2.3 Auswertungsmethode für das empirische Datenmaterial – SPSS
4.3 Experiment I: Einfluss der Marke auf die Preisfairness
4.3.1 Szenario des Experiments I
4.3.2 Operationalisierung der Variablen
4.3.2.1 Unabhängige Variable – Höhe des Preisanstiegs
4.3.2.2 Unabhängige Variable – Marke
4.3.2.3 Abhängige Variable – Wahrgenommene Preisfairness
4.3.3 Ergebnisse Experiment I
4.3.3.1 Konstruktmessung
4.3.3.2 Manipulationscheck
4.3.3.3 Hypothesenprüfung – H1 und H2 für China und Deutschland
4.4 Experiment II: Einfluss des Vertrauens auf die Preisfairness
4.4.1 Szenario des Experiments II
4.4.2 Operationalisierung der Variablen
4.4.2.1 Unabhängige Variable – Höhe des Preisanstiegs
4.4.2.2 Unabhängige Variable – Vertrauen
4.4.2.3 Abhängige Variable – Wahrgenommene Preisfairness
4.4.3 Ergebnisse – Experiment II
4.4.3.1 Konstruktmessung
4.4.3.2 Manipulationscheck
4.4.3.3 Hypothesenprüfung – H3 und H4 für China und Deutschland
4.5 Experiment III: Einfluss der Manipulation durch Informationen auf die Preisfairness
4.5.1 Szenario des Experiments III
4.5.2 Operationalisierung der Variablen
4.5.2.1 Unabhängige Variable – Höhe des Preisanstiegs
4.5.2.2 Unabhängige Variable – Manipulierte Informationen
4.5.2.3 Abhängige Variable – Wahrgenommene Preisfairness
4.5.3 Ergebnisse Experiment III
4.5.3.1 Konstruktmessung
4.5.3.2 Manipulationscheck
4.5.3.3 Hypothesenprüfung – H5 und H6 für China und Deutschland
4.6 Experiment IV: Einfluss der Preisfairness auf die Wiederkaufabsicht
4.6.1 Szenario des Experiments IV
4.6.2 Operationalisierung der Variablen
4.6.2.1 Unabhängige Variable – Wahrgenommene Preisfairness
4.6.2.2 Abhängige Variable – Wiederkaufabsicht
4.6.3 Ergebnisse Experiment IV
4.6.3.1 Konstruktmessung
4.6.3.2 Manipulationscheck
4.6.3.3 Hypothesenprüfung – H7 für China und Deutschland
4.7 Zusammenfassung der Ergebnisse aus Experiment I - IV
4.8 Implikationen für Forschung und Praxis
5 Schlussbetrachtung und Forschungsausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Konstrukts der wahrgenommenen Preisfairness, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Preissteigerungen liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie verschiedene Mediatorvariablen wie Marken, Vertrauen zum Anbieter und manipulierte Informationen die wahrgenommene Preisfairness beeinflussen und wie sich diese Zusammenhänge im interkulturellen Vergleich zwischen China und Deutschland unterscheiden.
2.3 Zum Begriff der wahrgenommenen Preisfairness
Trotz der Bedeutung der wahrgenommenen Preisfairness ist die Forschung in diesem Bereich noch sehr spärlich. So wurden zwar verschiedene Konzepte entwickelt, um das Phänomen zu erklären; jeder Ansatz befasst sich aber nur mit einem spezifischen Grund für Preisfairness, wodurch es zahlreiche Definitionen der Preisfairness gibt. Wahrgenommene Unfairness ist dabei klarer und schärfer abzugrenzen als Fairness, was die Preisfairnessforschung erschwert.
Die Anfänge der Preisfairnessforschung sind bereits in den 60er und 70er Jahren zu finden, als sich Sozialpsychologen mit diesem Thema auseinandersetzten. Kamen und Toman entwickelten erstmals eine „fair price“ Theory, die besagt, dass „consumers have some preconceived ideas about what is a fair price for a given item, and are willing to pay this price or bellow.“ Dabei wird angenommen, dass der Kunde aufgrund der Erfahrungen mit Preisen bestimmter Produkte einen subjektiven Preis festlegt. Dieser dient als Ankerpunkt, um den tatsächlichen Preis zu beurteilen. Mit Hilfe einer empirischen Studie weisen sie nach, dass bei Konsumenten die Vorstellung über einen fairen Preis existiert.
Während Huppertz, Arenson und Evans (1978) noch den niedrigsten Preis als den ökonomisch fairsten Preis bezeichneten und das mit dem Eigeninteresse der Nutzenmaximierung begründeten, mehrten sich in den darauf folgenden Jahrzehnten und präzisere tiefer gehende Betrachtungen zu dem Konzept der Preisfairness.
1 Einflussfaktoren auf die Preisfairness im Vergleich zwischen Deutschland und China: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, beleuchtet die Relevanz der Preisgestaltung und setzt den theoretischen Rahmen in Bezug auf kulturelle Unterschiede.
2 Konzeptionelle und theoretische Grundlagen der Preisfairnessforschung: Hier werden die Grundlagen der Preispsychologie, der Begriff der Preisfairness sowie relevante Theorien wie die Equity-Theorie erläutert.
3 Ableitung von Hypothesen zu den moderierenden Einflüssen auf den Zusammenhang von Determinanten und Konsequenzen der Preisfairness: Dieses Kapitel leitet Hypothesen zur Wirkung von Marken, Vertrauen und Informationsmanipulation auf die Preisfairness ab.
4 Empirische Überprüfung des Modells - Deutschland und China im Vergleich: Die methodischen Grundlagen der empirischen Untersuchung sowie die Ergebnisse der vier durchgeführten Experimente werden detailliert dargelegt.
5 Schlussbetrachtung und Forschungsausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und bietet einen Ausblick für die zukünftige Forschung.
Preisfairness, Preispsychologie, Behavioral Pricing, Equity-Theorie, Preissteigerung, Markenimage, Vertrauen, Informationsasymmetrie, Wiederkaufabsicht, interkultureller Vergleich, China, Deutschland, Konsumentenverhalten, Preisfairnessforschung, Markttransaktionen
Die Arbeit untersucht das Konstrukt der wahrgenommenen Preisfairness im Kontext von Preissteigerungen und analysiert dabei, welche Faktoren die Wahrnehmung von Konsumenten beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Preispsychologie, die Wirkung von Marken und Vertrauen in Anbieter-Kunden-Beziehungen sowie der Einfluss von Informationen auf die Preiswahrnehmung.
Das Ziel ist es zu ermitteln, welche Mediatorvariablen die wahrgenommene Preisfairness bei Preiserhöhungen beeinflussen und wie sich die Resultate zwischen chinesischen und deutschen Konsumenten unterscheiden.
Es wird eine empirische, experimentelle Forschungsmethode angewandt, bei der durch verschiedene Szenarien die Wahrnehmung von Preisfairness in den beiden Ländern verglichen wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Hypothesen zu Einflüssen auf die Preisfairness, der anschließenden empirischen Überprüfung in vier Experimenten sowie der Auswertung dieser Ergebnisse.
Wichtige Schlüsselwörter sind Preisfairness, Behavioral Pricing, Equity-Theorie, Vertrauen, Markenimage und der interkulturelle Vergleich zwischen China und Deutschland.
Die Studie zeigt, dass Vertrauen in China eine stärkere Funktion als Mediatorvariable bei der Einschätzung der Preisfairness einnimmt, während in Deutschland vor allem das Markenimage eine zentrale Rolle spielt.
Die Ergebnisse bieten wertvolle Handlungsempfehlungen für Unternehmen, wie sie Preisänderungen kommunizieren können, um die Preisfairness-Wahrnehmung in verschiedenen kulturellen Märkten zu optimieren.
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