Diplomarbeit, 2006
160 Seiten, Note: 2,3
1. ´EIN WORT ZUVOR`
1.1. Wissenschaftsdisziplinäre Einordnung
1.2. Wissenschaftstheoretische Vorgehensweise
1.3. Ziele
1.3.1. Warum?
1.3.2. Der Weg ist das Ziel
1.4. Ein ´Begriffs-Nenner`
1.4.1. Familie
1.4.2. Ehe
1.4.3. Nichteheliche Lebensgemeinschaft
1.4.4. Demographie
2. EIN BLICK IN DIE STATISTIK – EINE SITUATIONSANALYSE
2.1. Deutschland
2.1.1. Demographische Entwicklung
2.1.2. Gesetzgebung und Familienpolitik
2.1.2.1. Grundlagen der Familienpolitik
2.1.2.2. Daten und Fakten
2.1.3. Verhalten
2.2. Frankreich
2.3. Italien
2.4. Schweden
3. WAS BEEINFLUSST DIE FAMILIENGRÜNDUNG?
3.1. Gesellschaftliche Einflussfaktoren
3.1.1. Traditionelle und kulturelle Bedingungen
3.1.2. Das partnerschaftliche Verhalten
3.1.3. Erwerbs- und Berufstätigkeit
3.1.4. Herkunftsfamilie und Bildungsniveau
3.1.5. Entstehende Kosten
3.2. Sozialpolitische Einflussfaktoren
3.2.1. Barleistungen
3.2.2. Sachleistungen
3.2.3. Steuervorteile
4. NORMATIVER AUSWEIS
5. WAS KANN DEUTSCHLAND BESSER MACHEN?
5.1. VORSCHLÄGE AUS GESELLSCHAFTLICHER SICHT
5.2. VORSCHLÄGE AUS SOZIALPOLITISCHER SICHT
6. ´EIN WORT ZULETZT`
Die Diplomarbeit analysiert die demographische Entwicklung sowie gesellschaftliche und sozialpolitische Einflussfaktoren auf die Familiengründung in Deutschland, mit dem Ziel, konkrete Maßnahmen für eine bestandserhaltende Geburtenrate zu identifizieren.
1.3.1. WARUM?
„Die eigentliche Quelle aller Werte, derer der Mensch bedarf – ist der Mensch.“ An dieser Stelle mag man vielleicht zuerst zögern – man könnte denken: „Reichen nicht Geld, Nahrungsmittel und ähnliches aus, um versorgt zu sein?“, aber die Antwort liegt tiefer. Selbst wenn man beispielsweise an die soziale und finanzielle Sicherheit im Alter denkt und sich dabei auf Kapitalbesitz verlassen möchte, muss man sich vergegenwärtigen, dass man von Kapital im Alter auch nur dann leben kann, wenn die nachwachsenden Generationen mit Hilfe dieses Kapitals Erträge erwirtschaften; „denn Kapital arbeitet leider allein überhaupt nicht“. Mein Richtziel, an dem ich meine weitergehenden Überlegungen ausrichte, ist demnach der Erhalt der Gesellschaft in ihrer kulturellen und klassischen Zusammensetzung und auf einem bestandserhaltenden Niveau, so dass auch in Zukunft Werte für Menschen durch Menschen geschaffen werden können. Die Familiengründung, deren Beeinflussung ich untersuchen möchte, ist gerade Mittel zu diesem Zweck. Nur wenn Menschen sich verantwortungsvoll und pflichtbewusst zu einem Leben mit Kindern entscheiden, kann sich eine Gesellschaft quantitativ und qualitativ erhalten.
Der Erhalt der Gesellschaft ist aus mannigfachen Gründen erstrebenswert. Zunächst geht es um den zahlenmäßigen Erhalt der Bevölkerung und somit auch der zukünftigen Arbeitskräfte. Kommt es zu einer Schrumpfung, stehen immer weniger Menschen für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung. Das Sozialprodukt muss von immer weniger Menschen erwirtschaftet werden, so dass die zukünftigen Erwerbstätigen deutlich produktiver als die heutigen sein müssten, um das gleiche Pro-Kopf-Güter-Niveau zu erreichen.
´Ein Wort zuvor`: Einleitung in die Themenstellung, Einordnung in die Wirtschaftspädagogik und Beschreibung der wissenschaftstheoretischen Vorgehensweise.
Ein Blick in die Statistik – Eine Situationsanalyse: Analyse der demographischen Entwicklung und Rahmenbedingungen in Deutschland sowie internationaler Vergleich.
Was beeinflusst die Familiengründung?: Detaillierte Untersuchung gesellschaftlicher und sozialpolitischer Faktoren, die das Fertilitätsverhalten bestimmen.
Normativer Ausweis: Darlegung der persönlichen Prämissen und leitenden Wertvorstellungen für die späteren Lösungsvorschläge.
Was kann Deutschland besser machen?: Ableitung von Verbesserungsvorschlägen aus gesellschaftlicher und sozialpolitischer Sicht zur Steigerung der Geburtenrate.
´Ein Wort zuletzt`: Zusammenfassende Schlussbetrachtung der Ergebnisse und Fazit der Arbeit.
Familiengründung, Demographie, Wirtschaftspädagogik, Geburtenrate, Familienpolitik, Sozialpolitik, Generationenvertrag, Erwerbstätigkeit, Kinderbetreuung, Fertilitätsverhalten, Kinderlosigkeit, Vereinbarkeit, Humankapital, Bevölkerungsentwicklung, Lebensformen.
Die Arbeit analysiert die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Einflüsse auf die Familiengründung, insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Situation in Deutschland und europäischen Vergleichsländern.
Zentral sind die Themen Demographie, Familienpolitik (Bar- und Sachleistungen), das Erwerbsverhalten von Müttern und Vätern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Auswirkungen des Bildungsniveaus auf die Entscheidung für Kinder.
Das Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf die Familiengründung zu identifizieren und auf dieser Grundlage Konzepte und Vorschläge zu entwickeln, um das demographische Niveau in Deutschland zu stabilisieren.
Die Autorin nutzt eine interdisziplinäre Vorgehensweise, primär basierend auf hermeneutischen Textinterpretationen, dialektischer Argumentation und kritischem Rationalismus, kombiniert mit einer Analyse aktueller Statistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Situationsanalyse Deutschlands im Vergleich zu Frankreich, Italien und Schweden sowie eine tiefgehende Untersuchung der gesellschaftlichen und sozialpolitischen Determinanten, die das Gebärverhalten beeinflussen.
Wichtige Begriffe sind Familiengründung, Geburtenrate, Familienpolitik, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsbiographie und generationenübergreifende Solidarität.
Diese Länder wurden aufgrund ihrer teilweise unterschiedlichen, aber dennoch vergleichbaren Rahmenbedingungen ausgewählt, um daraus Best-Practice-Ansätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf abzuleiten.
Die Arbeit betont, dass insbesondere für hochqualifizierte Mütter die durch eine Familienphase entstehenden Lohnverluste und die Entwertung des Humankapitals wesentliche Abschreckungsfaktoren für eine Familiengründung darstellen.
Das einkommensabhängige Elterngeld wird positiv bewertet, da es eine Anerkennung geleisteter Erziehungsarbeit darstellt und finanzielle Einbußen insbesondere für Erziehende mit höherem Ausgangseinkommen abfedert.
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