Bachelorarbeit, 2005
43 Seiten, Note: 2,5
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Zum Begriff der politischen Kommunikation
2 „Amerikanisierung“ der Wahlkämpfe
2.1 Personalisierung
2.2 Professionalisierung
2.3 Mediatisierung
2.4 Zwischenfazit
3 Instrumente der politischen Kommunikation im Bundestagswahlkampf 2005
3.1 Instrumente der direkten politischen Kommunikation
3.1.1 Grundlagen der direkten politischen Kommunikation
3.1.2 Internet
3.1.3 Trends der direkten politischen Kommunikation
3.1.3.1 Bloggen
3.1.3.2 Podcasting
3.1.4 Zwischenfazit
3.2 Instrumente der indirekten politischen Kommunikation
3.2.1 TV-Duell
3.2.2 Talkshows
3.2.2.1 Die Debattenshow
3.2.2.2 Die Personalityshow
3.2.2.3 Neue Formen
3.2.3 Zwischenfazit
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die These der „Amerikanisierung“ der politischen Kommunikation im Rahmen des Bundestagswahlkampfs 2005 und analysiert, inwiefern sich mediale und strategische Veränderungen im Wahlkampfverhalten der Parteien SPD und CDU vollzogen haben.
3.1.1 Grundlagen der direkten politischen Kommunikation
Mittel und Grundlage dazu waren unter anderem die Mobilisierungskampagnen der SPD und der CDU, Wahlkämpfer zu akquirieren, die den direkten Kontakt mit dem Wähler aufnehmen konnten. Die Basis einer direkten Kommunikation bilden die Mitglieder, die für den Wahlkampf unabdingbar sind. Damit kommt das Grundproblem der Parteien auch wieder auf: Die fehlende Parteienidentifikation. Sie spiegelt sich auch in den Zahlen der Mitglieder wider. Nahezu alle Parteien haben, wie in der Tabelle (Tabelle 1: Entwicklung der Parteimitgliedschaften 1990 - 2004) zu sehen ist, seit Jahren mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.
Um den Mitgliederschwund entgegenzutreten und genügend Wahlkämpfer zu mobilisieren, hat sich eine neue Form entwickelt. Die CDU hat damit bereits bei den Landtagswahlen in NRW Erfahrungen sammeln können, die SPD schloss sich im Bundestagswahlkampf 2005 an. Vorformen waren schon im Bundestagswahlkampf 2002 zu finden.
Es wurden so genannte Projektmitgliedschaften angeboten: bei der SPD unter dem Namen „Rote Wahlmannschaft“ und bei der CDU unter dem Namen „teAM Zukunft“ (Assoziierung AM = Team Angela Merkel).
1 Zum Begriff der politischen Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit der Definition politischer Kommunikation und ihre Abhängigkeit von aktuellen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
2 „Amerikanisierung“ der Wahlkämpfe: Hier werden die drei Kernmerkmale Personalisierung, Professionalisierung und Mediatisierung eingeführt, die häufig als Indikatoren einer „Amerikanisierung“ deutscher Wahlkämpfe angeführt werden.
3 Instrumente der politischen Kommunikation im Bundestagswahlkampf 2005: Dieser Hauptteil analysiert konkret, wie die Parteien im Wahlkampf 2005 direkte (Internet, Blogs, Podcasts) und indirekte (TV-Duell, Talkshows) Instrumente nutzten, um ihre Botschaften zu vermitteln.
4 Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass es sich bei den beobachteten Phänomenen eher um eine Modernisierung als um eine reine „Amerikanisierung“ handelt, die auf den Strukturwandel der Mediengesellschaft reagiert.
Politische Kommunikation, Amerikanisierung, Wahlkampf, Bundestagswahl 2005, Personalisierung, Professionalisierung, Mediatisierung, TV-Duell, Talkshow, Internet, Online-Campaigning, SPD, CDU, Politainment, Modernisierung.
Die Arbeit analysiert die Veränderung der politischen Kommunikation im deutschen Bundestagswahlkampf 2005 unter dem spezifischen Aspekt, ob und in welcher Form eine „Amerikanisierung“ der Wahlkampfstrategien stattgefunden hat.
Die zentralen Themen umfassen die Personalisierung der Politik, die wachsende Professionalisierung durch Experten sowie die zunehmende Mediatisierung der Kommunikation in der Mediendemokratie.
Ziel ist es, die Veränderung der Kommunikationsinstrumente herauszuarbeiten und anhand der Ergebnisse des Wahlkampfs 2005 zu beurteilen, ob der Begriff der „Amerikanisierung“ angemessen ist oder eher durch „Modernisierung“ ersetzt werden sollte.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der Wahlkampfstrategien und Instrumente der beiden großen Parteien SPD und CDU, gestützt durch politikwissenschaftliche Literatur und empirische Daten zu Mediennutzung und Parteienentwicklung.
Im Hauptteil werden direkte Instrumente wie das Internet, Blogs und Podcasts sowie indirekte Instrumente wie TV-Duelle und verschiedene Talkshow-Formate detailliert auf ihre Nutzung und Wirkung im Wahlkampf 2005 untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Amerikanisierung, Personalisierung, Professionalisierung, Mediatisierung sowie durch spezifische Instrumente wie TV-Duell und Politainment charakterisiert.
Die direkte Kommunikation findet unmittelbar zwischen Parteien bzw. Wahlkämpfern und Wählern statt, während bei der indirekten Kommunikation die Massenmedien als notwendige Vermittler zwischengeschaltet sind.
Diese dienten dazu, trotz sinkender Parteimitgliedszahlen eine Basis für den direkten Wahlkampf zu schaffen und kurzfristig Wahlkämpfer zu mobilisieren, wie etwa durch die „Rote Wahlmannschaft“ oder das „teAM Zukunft“.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Deutschland zwar amerikanische Methoden und Taktiken übernimmt, die Anpassung jedoch aufgrund der unterschiedlichen politischen und medialen Systeme eher eine Modernisierung darstellt als eine vollständige Übernahme amerikanischer Verhältnisse.
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