Diplomarbeit, 2002
90 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1 Rahmenbedingungen
1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
1.1.1 Grundgesetz
1.1.2 Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen zur regierungsamtlichen Öffentlichkeitsarbeit
1.2 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
1.3 Technische Rahmenbedingungen
2 Staatliche Öffentlichkeitsarbeit
2.1 Geschichte staatlicher Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland
2.2 Aufgaben staatlicher Öffentlichkeitsarbeit
2.3 Ressortspezifische Öffentlichkeitsarbeit
2.4 Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
2.4.1 Aufgaben des BPA
2.4.2 Erscheinungsformen der Öffentlichkeitsarbeit des BPA
2.4.3 Neuorientierung des BPA seit 1998
2.4.4 Parteien und das BPA
3 Werbekampagnen
3.1 Klassische Werbung
3.1.1 Entwicklungsgeschichte der klassischen Werbung
3.1.2 Definition und Aufgaben von klassischer Werbung
3.2 Public Relations
3.3 Online
3.4 Veranstaltungen
3.5 Publikationen
4 Politische Werbung
5 Operationalisierung des Untersuchungsziels
5.1 Methode
5.2 Auswahl der Experten
6 Werbekampagnen der Bundesregierung 1998-2002
6.1 „Mehr Spielraum für Väter“ – eine Werbekampagne des BMFSFJ
6.1.1 Ausgangssituation und Hintergrund
6.1.2 Anlass der „Väterbild-Kampagne“
6.1.3 Ziel der „Väterbild-Kampagne“
6.1.4 Zielgruppe der „Väterbild-Kampagne“
6.1.5 Aufbau der „Väterbild-Kampagne“
6.1.6 Ergebnis der „Väterbild-Kampagne“
6.2 „Deutschland ist gut“– eine Kampagne des BPA
6.2.1 Ausgangssituation und Hintergrund der „Deutschland ist gut“-Kampagne
6.2.2 Anlass der „Deutschland ist gut“-Kampagne
6.2.3 Ziel der „Deutschland ist gut“-Kampagne
6.2.4 Zielgruppe der „Deutschland ist gut“-Kampagne
6.2.5 Aufbau der „Deutschland ist gut“-Kampagne
6.2.6 Ergebnis der „Deutschland ist gut“-Kampagne
Die Arbeit untersucht die regierungsamtliche Öffentlichkeitsarbeit, speziell Werbekampagnen der Bundesregierung. Das primäre Ziel ist es, die These zu prüfen, ob die Regierung durch den Staat mittels gezielter Werbung die Bürger effektiv erreichen kann, insbesondere im Hinblick auf den Bedeutungsverlust traditioneller Politikvermittlungskanäle.
1.1.1 Grundgesetz
Das Deutsche Grundgesetz (GG) definiert den Rahmen der staatlichen, gesellschaftlichen und privaten Ordnung. Alle weiteren Rechtsnormen müssen seinen Prinzipien entsprechen. Die Meinungsfreiheit, in Artikel 5 GG festgeschrieben, ist als demokratisches Grundelement an drei Faktoren gebunden: Das Recht, Meinung frei zu äußern, sie zu verbreiten und sich frei zu unterrichten. Diese Komponenten stehen im engen wechselseitigen Bezug untereinander und beinhalten nicht nur individuelle Rechte, sondern auch eine bestimmte Vorstellung von Mensch und Gesellschaft: Wenn für den Bestand der Demokratie die geistige Auseinandersetzung mit politischen Themen eine Grundvoraussetzung ist, so verlangt das von ihren Bürgern auch die ständige Bereitschaft, sich zu informieren.
Nur durch eine möglichst umfassende Kenntnis der Tatsachen und Standpunkte der Politik kann der Einzelne seinen Beitrag zur Demokratie leisten, kann er Teilnahme wirksam verwirklichen. Daher gilt: „alle staatlichen Organe haben ihren Beitrag durch umfassende Informationsarbeit zu leisten. Dies gilt in besonderem Maße für die Bundesregierung“ (BPA 2002d: 1).
1 Rahmenbedingungen: Analyse der rechtlichen, gesellschaftlichen und technischen Faktoren, die die staatliche Öffentlichkeitsarbeit und den Einsatz von Werbekampagnen bestimmen.
2 Staatliche Öffentlichkeitsarbeit: Darstellung der Geschichte, der Aufgaben und der Struktur der staatlichen Öffentlichkeitsarbeit, mit einem Schwerpunkt auf der Rolle des Presse- und Informationsamtes (BPA).
3 Werbekampagnen: Untersuchung der verschiedenen Formen und Bestandteile von Werbekampagnen, insbesondere der klassischen Werbung und deren Bedeutung für die moderne politische Kommunikation.
4 Politische Werbung: Erörterung der Besonderheiten politischer Werbung im Vergleich zu kommerzieller Werbung und deren Funktion innerhalb einer demokratischen Gesellschaft.
5 Operationalisierung des Untersuchungsziels: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, inklusive der Auswahl von Experteninterviews zur Untersuchung der zwei beispielhaften Kampagnen.
6 Werbekampagnen der Bundesregierung 1998-2002: Detaillierte Vorstellung und Analyse der zwei Fallbeispiele „Mehr Spielraum für Väter“ und „Deutschland ist gut“.
Bundesregierung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbekampagnen, Politische Kommunikation, BPA, Politikvermittlung, Demokratie, Grundgesetz, Mediawerbung, Public Relations, Bürgerinformation, Wahlkampf, Medienwandel, Individualisierung, Kampagnenanalyse
Die Diplomarbeit befasst sich mit der regierungsamtlichen Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung, wobei der Fokus explizit auf Werbekampagnen als Mittel der Politikvermittlung liegt.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der staatlichen Kommunikation, die Rolle des Bundespresseamtes, die Strategien klassischer Werbung in der Politik sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher und technischer Veränderungen.
Das Hauptziel ist es, die These zu verifizieren, dass die Bundesregierung auf das Mittel der Werbung angewiesen ist, um Bürger in einer durch Medienwandel und Individualisierung geprägten Gesellschaft umfassend zu erreichen.
Der Autor nutzt zur Untersuchung des nicht genuin theoretischen Themenkomplexes qualitative Intensivinterviews mit Experten aus der Regierung sowie aus der Werbe- und Kommunikationsbranche.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der staatlichen Kommunikation, erläutert die verschiedenen Instrumente wie PR und klassische Werbung und vergleicht diese mit der praktischen Anwendung durch zwei exemplarische Kampagnen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "politische Kommunikation", "regierungsamtliche Werbung", "Bundespresseamt", "Politikvermittlung" und "Medienwandel" charakterisieren.
Die erste Kampagne war eine komplexe, integrierte Kommunikationsstrategie des Familienministeriums mit begleitenden PR-Maßnahmen und Internetauftritt, während die zweite eine reine, kurzzeitige Media-Kampagne des BPA zur allgemeinen Imageförderung war.
Die Opposition kritisiert regierungsamtliche Werbekampagnen regelmäßig als unzulässige, aus Steuergeldern finanzierte "Wahlwerbung" oder Meinungsmache, besonders wenn diese Kampagnen zeitlich nahe an Wahlen stattfinden.
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