Diplomarbeit, 2005
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Systematik der deutschen Rechnungslegung, der IAS/IFRS sowie der deutschen Einkommensteuer
2.1 Grundkonzeption des HGBs
2.2 Grundüberlegungen zu den Rechnungslegungsvorschriften nach IAS/IFRS
2.2.1 Entwicklung der IAS/IFRS
2.2.2 Wesentliche Merkmale der IAS/IFRS
2.2.3 Das Rahmenkonzept der IAS/IFRS: Framework for the Preparation and Presentation of Financial Statements
2.3 Bedeutung und Wesen des Einkommensteuergesetzes
2.4 Konzept eines Film- bzw. Medienfonds
3 Erläuterung des Begriffes Vermögensgegenstand
3.1 Vermögensgegenstände nach HGB
3.1.1 Der Begriff des Vermögensgegenstandes
3.1.1.1 Wirtschaftsgut
3.1.1.2 Selbständige Verwertbarkeit
3.1.1.3 Bilanzielle Greifbarkeit
3.1.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
3.2 Vermögensgegenstände nach IAS
3.2.1 Der Begriff des assets
3.2.2 IAS 38: Intangible Assets
3.3 Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
4 Bilanzierung von Filmfonds nach HGB und IAS
4.1 Bilanzierung von immateriellen Wirtschaftsgütern im Allgemeinen und selbst erstellten Filmproduktionen im Speziellen nach HGB
4.1.1 Ansatz, Zugangsbewertung und Ausweis
4.1.2 Folgebewertung
4.2 Bilanzierung nach IAS
4.2.1 Ansatz, Zugangsbewertung und Ausweis
4.2.2 Folgebewertung
4.3 Zusammenfassende Gegenüberstellung der Bilanzierung selbst erstellter Filmproduktionen nach HGB und IAS
5 Ertragsteuerliche Behandlung von Filmfonds
5.1 Grundlagen der einkommen-/körperschaftsteuerlichen Behandlung der Verlustanteile seitens der Gesellschafter
5.2 Der § 2b EStG
5.2.1 Inhalt und Zweck des § 2b EStG
5.2.2 Prüfungsschema des § 2b EStG
5.2.2.1 Einkunftserzielungsabsicht
5.2.2.2 Nichtaufgriffsgrenze
5.2.2.3 Vorliegen einer modellhaften Gestaltung
5.2.2.4 Regelbeispiele des BMF
5.2.2.4.1 Dominanz des steuerlichen Vorteils
5.2.2.4.2 Werbung mit Steuervorteilen
5.2.2.5 Grundtatbestand
5.3 Die Medienerlasse
5.3.1 Der Medienerlass vom 23. Februar 2001
5.3.2 Der „neue“ Medienerlass vom 5. August 2003
5.4 Praxisbeispiel: Mediastream IV
6 Fazit und kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung von Filmfonds nach HGB und IAS/IFRS sowie deren ertragsteuerliche Behandlung in Deutschland. Im Fokus steht die Frage, wie sich unterschiedliche Rechnungslegungsvorschriften auf die Darstellung von selbst erstellten Filmproduktionen und die steuerliche Optimierung für Anleger auswirken.
3.1.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
Von zentraler Bedeutung für diese Arbeit ist der Begriff des immateriellen Vermögensgegenstandes. Eine einheitliche Definition für immaterielle Werte hat sich weder in Deutschland noch international etabliert. Eine Begriffsbestimmung findet sich aber in DRS 12. Danach sind immaterielle Vermögenswerte definiert als
• identifizierbare,
• in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehende,
• nicht-monetäre Vermögenswerte ohne physische Substanz,
welche für die Herstellung von Produkten oder das Erbringen von Dienstleistungen, die entgeltliche Überlassung an Dritte oder für die eigene Nutzung verwendet werden können. Erfüllt ein immaterieller Gegenstand die beschriebenen Kriterien der selbständigen Verwertbarkeit, der einzelnen Bewertbarkeit sowie der bilanziellen Greifbarkeit, dann ist dieser ein Vermögensgegenstand, der abstrakt aktivierungsfähig ist. Um immaterielle Vermögensgegenstände handelt es sich bspw. bei Konzessionen, Rechten, Lizenzen u. ä. Problematisch kann die Unterscheidung zwischen einem materiellen und immateriellen Wirtschaftsgut sein, wenn diese vermischt sind. Ein Beispiel hierfür sind die in dieser Arbeit behandelten Filme. Filmproduktionen sind auf magnetischen Bändern gespeichert, gelten aber trotzdem nicht als materielle Wirtschaftsgüter, da das Wertverhältnis zwischen dem materiellen Anteil des Trägermediums weitaus geringer ist als dem immateriellen Anteil des gesamten Vermögensgegenstandes.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Globalisierung der Rechnungslegung und die Notwendigkeit der Harmonisierung durch IAS/IFRS im Vergleich zum deutschen Handelsrecht.
2 Systematik der deutschen Rechnungslegung, der IAS/IFRS sowie der deutschen Einkommensteuer: Dieses Kapitel stellt die konzeptionellen Unterschiede zwischen der deutschen Rechnungslegung, internationalen Standards und dem deutschen Steuerrecht dar.
3 Erläuterung des Begriffes Vermögensgegenstand: Es erfolgt eine detaillierte Definition und Abgrenzung des Begriffs Vermögensgegenstand nach HGB und IAS sowie die Erläuterung immaterieller Werte.
4 Bilanzierung von Filmfonds nach HGB und IAS: Die Bilanzierung selbst erstellter Filmproduktionen wird nach HGB und IAS verglichen, wobei insbesondere die Aktivierungsregeln analysiert werden.
5 Ertragsteuerliche Behandlung von Filmfonds: Dieses zentrale Kapitel behandelt die einkommensteuerlichen Aspekte, insbesondere die Auswirkungen des § 2b EStG sowie die Medienerlasse und deren Praxisanwendung.
6 Fazit und kritische Würdigung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der strengeren regulatorischen Maßnahmen auf Filmfonds als Steuersparmodell.
Filmfonds, HGB, IAS, IFRS, Rechnungslegung, Bilanzierung, Immaterielle Vermögensgegenstände, § 2b EStG, Medienerlass, Steuersparmodell, Verlustzuweisung, Mediastream IV, Ertragsteuer, Herstellungskosten, Abschreibung.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Bilanzierung von Filmfonds nach deutschem Handelsrecht (HGB) und internationalen Standards (IAS/IFRS) und untersucht deren ertragsteuerliche Behandlung.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Vermögensgegenständen, die Bilanzierung von Filmproduktionen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der steuerlichen Verlustzuweisung in Deutschland.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Bilanzierungspraxis zwischen nationalen und internationalen Regeln unterscheidet und wie der Gesetzgeber auf die Nutzung von Filmfonds als Steuersparmodelle reagiert hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, dem Vergleich von Rechnungslegungsvorschriften sowie der Auswertung von Fallbeispielen und steuerrechtlichen Anwendungsschreiben.
Der Hauptteil widmet sich der Definition von Vermögenswerten, der detaillierten Bilanzierung von selbst erstellten Filmproduktionen nach HGB und IAS sowie einer umfassenden Analyse des § 2b EStG und der Medienerlasse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Filmfonds, Bilanzierungsverbot, IAS-Framework, Steuerstundung und Verlustzuweisung geprägt.
Mediastream IV dient als konkretes Beispiel für das Scheitern eines Filmfonds aufgrund strengerer steuerrechtlicher Vorgaben und der Fehlinterpretation von Finanzamtsauskünften.
Der § 2b EStG dient als regulatorisches Instrument, um die Nutzung von Filmfonds als reine Steuersparmodelle zu erschweren, indem der Ausgleich von Verlusten aus solchen Modellen stark eingeschränkt wird.
Die Medienerlasse definieren die Kriterien für die Herstellereigenschaft eines Fonds, um steuerlich relevantes Wirtschaftsgut von einer bloßen Vermarktungstätigkeit abzugrenzen.
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