Diplomarbeit, 2006
77 Seiten, Note: 2,0
0. EINLEITUNG
1. BEGRIFFSKLÄRUNG: AGGRESSION, GEWALT, SELBSTBEHAUPTUNG UND MOBBING
1.1. UNTERSCHEIDUNG DER BEGRIFFE AGGRESSION UND GEWALT
1.1.1. Erklärung des Begriffs Gewalt
1.1.2. Erklärung des Begriffs Aggression
1.2. ERKLÄRUNG DES BEGRIFFS SELBSTBEHAUPTUNG
1.3. ERKLÄRUNG DES BEGRIFFS MOBBING
2. AUSDRUCKSFORMEN DER AGGRESSION
2.1. OFFEN-GEZEIGTE UND VERDECKT-HINTERHÄLTIGE AGGRESSIO
2.2. KÖRPERLICHE UND VERBALE AGGRESSION
2.3. AKTIV-AUSÜBENDE UND PASSIV-ERFAHRENDE AGGRESSION
2.4. DIREKTE UND INDIREKTE AGGRESSION
2.5. NACH AUßEN-GEWANDTE UND NACH INNEN-GEWANDTE AGGRESSION
3. URSACHEN FÜR AGGRESSIONEN
3.1. AGGRESSIONSTHEORIEN
3.1.1. Instinkttheorie
3.1.2. Theorie des sozialen Lernens
3.1.2.1. Instrumentelles Lernen
3.1.2.2. Lernen durch Beobachtungen
3.1.3. Theorie des aversiven Reizes
3.1.3.1. Die Frustrations- Aggressions- Hypothese
3.1.3.2. Schmerzliche Erfahrungen und Aggression
3.2. AGGRESSION IN DER FAMILIE
3.2.1. Aufwachsen in gewalttätigen Familien
3.2.2. Inkonsequenz der Eltern als Ursache für aggressives Verhalten bei Kindern
3.2.3. Aggressivität durch Liebesdefizit in der Kindheit
3.2.4. Die Gesellschaft als möglicher Aggressionsauslöser bei Kindern und Jugendlichen
3.2.4.1. Unsicherheit und Perspektivlosigkeit in unserer Gesellschaft
3.2.4.2. Materialistische Einstellungen statt Werte und Normen
3.2.4.3. Medien als mögliche Ursache für Aggression und Gewalt
4. GEWALT IN DER SCHULE UND IM UNTERRICHT
4.1. GEWALTFORMEN DER SCHÜLERINNEN UNTEREINANDER
4.2. GEWALT VON LEHRERINNEN GEGEN SCHÜLERINNEN
4.3. GEWALT VON SCHÜLERINNEN GEGENÜBER LEHRERINNEN
4.4. KONFLIKTE MIT AUSLÄNDISCHEN SCHÜLERINNEN IN SCHULEN
4.5. STRUKTURELLE GEWALT
5. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IN DER SCHULE
5.1. DAS SCHULKLIMA ALS FAKTOR FÜR AGGRESSIONSABBAU IN VERBINDUNG MIT GRUPPENARBEIT UND GRUPPENZUSAMMENGEHÖRIGKEIT
5.2. DIE STÄRKUNG DES SELBSTBEWUSSTSEINS IN VERBINDUNG MIT GEWALTVERZICHT
5.3. KONFLIKTINTERVENTION
5.3.1. Untaugliche Mittel der Konfliktintervention
5.3.2. Voraussetzungen für den gewaltfreien Umgang mit Konflikten
6. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IM FACH „BEWEGUNG UND SPORT“
6.1. AGGRESSIONSABBAU DURCH LAUFTHERAPIE
6.1.1. Motorische Ausdauerleistungsfähigkeit
6.1.2. Ziele des Ausdauerlaufs mit Kindern und Jugendlichen
6.1.3. Durchführungsprinzipien des Lauftrainings
6.1.4. Hinführen zum Laufsport im Sportunterricht
6.1.4.1. Kleine Spiele im Sportunterricht
6.1.4.2. Der Orientierungslauf im Sportunterricht
6.2. AGGRESSIONSABBAU DURCH KAMPFSPORT
6.2.1. Durchboxen im Leben – Trainingscamp Lothar Kannenberg
6.2.1.1. Organisation und Rahmenbedingungen
6.2.1.2. Die Philosophie des Camps
6.2.1.3. Der Ablauf
6.3. AGGRESSIONSABBAU DURCH ERLEBNISPÄDAGOGIK
6.3.1. Interaktionsspiele im Sportunterricht
6.3.1.1. Praxisbeispiele für Interaktionsspiele
RESÜMEE
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung von Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu beleuchten und daraus konkrete Ansätze für die pädagogische Arbeit abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie der Sportunterricht präventiv und interventiv genutzt werden kann, um sozial kompetentes Verhalten zu fördern und aggressivem Verhalten entgegenzuwirken.
6.2.1. Durchboxen im Leben – Trainingscamp Lothar Kannenberg
Im Jahr 2002 gründete der Boxtrainer und Jugendhelfer Lothar Kannenberg das Boxcamp „Durchboxen im Leben“. Das Trainingscamp befindet sich auf Gut Kragenhof in der Nähe von Kassel (Deutschland). Seine Aufgabe ist es, aufgegebene Jugendliche mit übelster Vorgeschichte wieder ins „Leben“ zurückzuholen. Diese Jugendlichen sind großteils Betrüger, Schläger und Räuber, aufgegeben von Sozialarbeitern und Eltern. Lothar Kannenberg war selbst einmal in solch einer Situation und daher hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diesen hoffnungslosen Jugendlichen zu helfen. Für seine Arbeit wurde er im Jahr 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
0. Einleitung: Darstellung der Problematik von Gewalt in der Schule und des Ziels, Sportunterricht als Mittel zur Förderung sozialer Kompetenz zu nutzen.
1. Begriffsklärung: Aggression, Gewalt, Selbstbehauptung und Mobbing: Erläuterung und wissenschaftliche Abgrenzung der zentralen Begriffe für ein besseres Verständnis des Phänomens.
2. Ausdrucksformen der Aggression: Klassifizierung verschiedener Arten von Aggression, wie z. B. offen vs. verdeckt oder körperlich vs. verbal.
3. Ursachen für Aggressionen: Analyse psychologischer Theorien und Einflüsse aus dem familiären und gesellschaftlichen Umfeld auf das aggressive Verhalten junger Menschen.
4. Gewalt in der Schule und im Unterricht: Untersuchung von Gewaltformen zwischen den verschiedenen Akteuren im Schulalltag sowie das Phänomen struktureller Gewalt.
5. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Schule: Vorstellung von Strategien zur Gestaltung eines positiven Schulklimas, Konfliktintervention und Gewaltverzicht.
6. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten im Fach „Bewegung und Sport“: Detaillierte Beschreibung sportpädagogischer Konzepte wie Lauftherapie, Kampfsport und Erlebnispädagogik als Mittel zur Förderung sozialer Kompetenzen.
Aggression, Gewalt, Schule, Sportunterricht, Konfliktlösung, Prävention, Intervention, Lauftherapie, Kampfsport, Erlebnispädagogik, soziale Kompetenz, Selbstwertgefühl, Pädagogik, Disziplin, Verhaltensauffälligkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext und untersucht, wie der Sportunterricht dazu beitragen kann, sozial kompetentes Verhalten zu fördern und aggressives Verhalten abzubauen.
Die Schwerpunkte liegen auf den wissenschaftlichen Grundlagen von Aggression, der Analyse der Ursachen (Familie, Gesellschaft, Medien), Gewaltformen im Schulalltag sowie praktischen pädagogischen Präventions- und Interventionsstrategien im Sport.
Das Ziel ist es, aus den wissenschaftlich betrachteten Ursachen von Gewalt konkrete, praktisch umsetzbare Möglichkeiten für Lehrkräfte im Sportunterricht abzuleiten, um Aggressionen zu hemmen und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse verschiedener Aggressionstheorien, psychologischer Ansätze sowie die Untersuchung praktischer Projekte und erlebnispädagogischer Methoden im Schulsport.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Gewalt- und Aggressionsursachen sowie eine praxisorientierte Beschreibung von Interventionsmöglichkeiten, wobei der Fokus auf dem Einsatz von Bewegung und Sport liegt.
Zentrale Begriffe sind Aggression, Gewalt, Prävention, Intervention, Sportunterricht, soziale Kompetenz und Erlebnispädagogik.
Es handelt sich um ein spezielles Projekt von Lothar Kannenberg in Deutschland, das darauf abzielt, schwer erziehbare oder kriminelle Jugendliche durch einen geregelten Tagesablauf, Sport und klare Regeln sowie Rituale zurück in ein sozial integriertes Leben zu führen.
Der Orientierungslauf wird als sportpädagogisches Mittel eingesetzt, da er neben der körperlichen Komponente auch kognitive Fähigkeiten (Orientierung, Problemlösung) fordert und durch kooperative Übungen die Gruppengemeinschaft festigt.
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