Diplomarbeit, 2005
108 Seiten, Note: 1,7
1 Das Phänomen Chancengleichheit
1.1 Warum eine Untersuchung zu diesem Thema?
1.2 Ziel der Untersuchung
1.3 Aufbau der Diplomarbeit
2 Der Neo-Institutionalismus
2.1 Überblick
2.2 Der Ansatz von John W. Meyer und Brian Rowan
2.3 Der Ansatz von Paul J. DiMaggio und Walter W. Powell
2.4 Kritische Würdigung
3 Die Situation der Frau im 21. Jahrhundert
3.1 Das Frauenbild im 21. Jahrhundert und dessen historische Entwicklung
3.2 Frauen in Wissenschaft und Forschung
4 Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit
4.1 Rechtliche Aspekte
4.2 Organisationsübergreifende Maßnahmen
4.2.1 Gender Mainstreaming
4.2.2 Das TOTAL E-QUALITY-Prädikat
4.2.3 Förderung familienfreundlicher Maßnahmen
4.2.4 Frauennetzwerke
4.3 Maßnahmen von Organisationen
4.3.1 Mentoring
4.3.2 Gezielte Förderung weiblicher Mitarbeiter
4.3.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
5 Chancengleichheit beim Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
5.1 Das Forschungszentrum Karlsruhe als Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft
5.2 Personalstruktur nach Geschlecht und hierarchischer Stellung
5.3 Einbettung der Chancengleichheit in das Leitbild des Instituts
5.4 Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit beim FZK
5.4.1 Gleichstellungsbeauftragte
5.4.2 Betriebsvereinbarungen
5.4.3 Das TOTAL E-QUALITY-Prädikat
5.4.4 Förderprogramme für weiblichen Führungsnachwuchs
5.4.5 Maßnahmen zur Vereinbarkeit Beruf und Familie
5.4.6 Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils der Studentinnen in Studiengängen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind
5.4.7 Frauennetzwerke
6 Vorgehen bei der empirischen Untersuchung
6.1 Fragestellung und Zielsetzung
6.2 Methodik der Vorgehensweise
6.3 Ablauf der Interviews
7 Auswertung der Interviews
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die unterdurchschnittliche Repräsentation von Frauen in Führungspositionen im wissenschaftlichen Bereich, mit einem spezifischen Fokus auf das Forschungszentrum Karlsruhe. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob die implementierten Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit tatsächlich eine strukturelle Verbesserung bewirken oder primär als symbolische Instrumente zur Imageaufwertung innerhalb des institutionellen Umfelds dienen, unter Anwendung neo-institutionalistischer Theorien.
2.4 Kritische Würdigung
Die Leistung der institutionalistischen Ansätze besteht darin, dass sie „jahrzehntelang un befragte Selbstverständlichkeiten in Bezug auf Organisationsbegriff und Organisations wirklichkeit“ (Türk 1989, S. 44) aufgebrochen haben und somit neue Einblicke in Organi sation-Umwelt-Beziehungen und deren Konsequenzen ermöglichen (vgl. Walgenbach 2001, S. 348). Der Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen auf die Ausgestaltung von Or ganisationen kann mit Hilfe der makroinstitutionalistischen Ansätze analysiert werden.
Laut Walgenbach handelt es sich bei den institutionalistischen Ansätzen um keine in sich geschlossene Theorie. Dies liegt nicht nur in den sehr unterschiedlichen Forschungsinte ressen der mikro- und makroinstitutionalistischen Ansätzen begründet, sondern auch in deren nicht konsequenten und durchgängigen Beibehaltung des Konzepts der Institutiona lisierung (vgl. Walgenbach 2001, S. 347).
DiMaggio selbst kritisiert in einer späteren Arbeit, dass durch den Neo-Institutionalismus die Entstehung, Reproduktion und das Verschwinden von sozialen und organisationalen Formen nicht erklärt werden kann (vgl. DiMaggio 1988, S. 16).
Zudem reduzieren die makroinstitutionalistischen Ansätze die Reaktionsmöglichkeiten der Organisationen auf die institutionalisierten Erwartungen ihrer Umwelt auf „unterschiedli che Formen von Konformität, Passivität und vorbewußtes Akzeptieren“ (Walgenbach 2001, S. 348). Die Institutionalisten schreiben Organisationen also immer eine passive Verhaltensweise zu, die strategisches Vorgehen, Widerstand oder sogar das Attackieren von konkurrierenden Organisationen ausschließt.
1 Das Phänomen Chancengleichheit: Einleitung in die Thematik der Gleichberechtigung, Darlegung der Relevanz für die Wissenschaft sowie Definition der Ziele und des Aufbaus der Arbeit.
2 Der Neo-Institutionalismus: Erläuterung des theoretischen Fundaments durch die Ansätze von Meyer, Rowan sowie DiMaggio und Powell unter besonderer Berücksichtigung von Legitimationsprozessen und Organisation-Umwelt-Beziehungen.
3 Die Situation der Frau im 21. Jahrhundert: Historische Analyse des Frauenbildes und Status quo von Wissenschaftlerinnen im Kontext soziokultureller Entwicklungen.
4 Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit: Übersicht über rechtliche Rahmenbedingungen sowie organisationsübergreifende Konzepte wie Gender Mainstreaming und Mentoring.
5 Chancengleichheit beim Forschungszentrum Karlsruhe GmbH: Detaillierte Untersuchung der institutionellen Einbettung, Personalstruktur und der spezifischen Gleichstellungsmaßnahmen am FZK.
6 Vorgehen bei der empirischen Untersuchung: Beschreibung der Fragestellung, der Methodik und des Ablaufs der qualitativen Experteninterviews mit Wissenschaftlerinnen des FZK.
7 Auswertung der Interviews: Qualitative Analyse der gesammelten Interviewdaten zur Beurteilung der Wirkung und Wahrnehmung von Chancengleichheitsmaßnahmen.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenführende Bewertung der Forschungsergebnisse im Lichte neo-institutionalistischer Ansätze und Reflexion über die zukünftige Entwicklung.
Chancengleichheit, Neo-Institutionalismus, Forschungszentrum Karlsruhe, Frauen in der Wissenschaft, Geschlechtersegregation, Gender Mainstreaming, Karriereförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mentoring, Organisationssoziologie, Gleichstellungsbeauftragte, Legitimationsdruck, institutioneller Isomorphismus, Personalstruktur, empirische Sozialforschung
Die Arbeit untersucht, warum Frauen in der Wissenschaft, insbesondere in Führungspositionen, unterrepräsentiert sind, und analysiert Gleichstellungsmaßnahmen in diesem Kontext.
Die Themen umfassen den theoretischen Neo-Institutionalismus, die historische Entwicklung des Frauenbildes, rechtliche Aspekte der Gleichstellung sowie spezifische Förderinstrumente.
Ziel ist es herauszufinden, ob Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit am FZK tatsächlich die Situation von Frauen verbessern oder lediglich der Imageaufwertung dienen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung mittels neo-institutionalistischer Ansätze mit einer empirischen qualitativen Untersuchung (Interviews mit Wissenschaftlerinnen).
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Grundlagen, organisationsübergreifende Maßnahmen, die spezifische Situation und Maßnahmen am Forschungszentrum Karlsruhe sowie die Ergebnisse der Interviewauswertung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Chancengleichheit, Neo-Institutionalismus, Gender Mainstreaming, Segregation und Karriereförderung in der Wissenschaft.
Die befragten Frauen bewerten die Maßnahmen tendenziell als unterstützend, stehen deren tatsächlicher Wirksamkeit zur grundlegenden Veränderung der Karrierebedingungen jedoch skeptisch gegenüber.
Er dient als organisationstheoretischer Rahmen, um zu erklären, wie und warum Organisationen Anpassungsprozesse vollziehen, um in ihrem Umfeld Legitimität zu erlangen.
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