Diplomarbeit, 2006
106 Seiten, Note: 1,7
1. EINFÜHRUNG
2. VOM ZUGPFERD ZUM THERAPEUTISCHEN HELFER GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK
3. THERAPEUTISCHES REITEN- DAS PFERD IN MEDIZIN, PÄDAGOGIK, PSYCHOLOGIE UND SPORT
3.1 Krankengymnastik auf dem Pferd- Hippotherapie
3.2 Sportlich aktiv mit dem Pferd- Behindertenreitsport
3.3 Das Pferd in Psychologie und Pädagogik- Heilpädagogisches Reiten und – Voltigieren
3.3.1 Der Unterschied zwischen Voltigieren und Reiten
Excurs Situation des Therapeutischen Reitens im Ausland
4. THERAPEUTISCHES REITEN ALS UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE SOZIALE ARBEIT
4.1 Positive Auswirkungen auf die personale und soziale Integration
5. DIE ROLLE DES PFERDES
5.1 Das Beziehungserleben zum Pferd
5.2 Das Pferd als Partner
6. MENSCHEN MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG
6.1 Was bedeutet geistige Behinderung?
6.1.1 Das Erscheinungsbild einer geistigen Behinderung
6.1.2 Ursachen
6.1.2.1 Chromosomenanomalien
6.1.2.2 Metabolisch- genetische Ursachen
6.1.2.3 Ätiologisch unklare Ursachen
6.1.2.4 Exogene Formen
6.1.3 Auswirkungen
6.1.3.1 Der geistig behinderte Mensch in der Gesellschaft
6.1.3.2 Kommunikation und Interaktion
6.1.3.3 Entwicklung und Lernverhalten
6.2 Lebensqualität und geistige Behinderung
6.3 Die Rechtslage eines geistig behinderten Menschen
6.4 Zusammenfassung
7. FÖRDERUNGSMÖGLICHKEITEN
8. HEILPÄDAGOGISCHES REITEN FÜR GEISTIG BEHINDERTE MENSCHEN
8.1 Die Anfänge des heilpädagogischen Reitens
8.2 Warum heilpädagogisches Reiten für geistig Behinderte?
8.3 Zielsetzungen und Möglichkeiten beim heilpädagogischen Reiten mit geistig Behinderten
8.3.1 Die ganzheitliche Förderung des Einzelnen und der betroffenen Gruppe
8.3.2 Lernprozesse
8.4 Voraussetzungen zur Durchführung des heilpädagogischen Reitens mit geistig behinderten Menschen
8.4.1 Das geeignete Reittier
8.4.2 Die Ausrüstung des Pferdes
8.4.3 Der Ort der Durchführung- Reithalle/ Reitplatz
8.4.4 Der Reiter und seine Ausrüstung
8.4.5 Der Reittherapeut - - seine Ausbildung, seine Aufgaben und sein Verhalten
8.5 Methodische Vorgehensweise beim heilpädagogischen Reiten
8.5.1 Die emotionale Kontaktaufnahme zum Pferd (nach Marianne Gäng)
8.5.1.1 Die Phasen der emotionalen Kontaktaufnahme
8.5.2 Von den ersten Übungen auf dem Pferd zum selbstständigen Reiten
8.5.3 Das Versorgen des Pferdes nach dem Reiten
8.5.4 Methodische Grundsätze
8.6 Grenzen des Heilpädagogischen Reitens
8.7 Zusammenfassung
9. ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN
10. ZUR FINANZIERUNG DES THERAPEUTISCHEN REITENS - LEISTUNGSERBRINGER UND KOSTENTRÄGER
11. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des heilpädagogischen Reitens als unterstützende Methode in der Sozialen Arbeit, speziell in der Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Einsatz des Pferdes die personale und soziale Entwicklung dieser Zielgruppe positiv beeinflussen kann und welche pädagogisch-psychologischen Zielsetzungen dabei verfolgt werden.
8.5.1 Die emotionale Kontaktaufnahme zum Pferd (nach Marianne Gäng)
Die Grundlage auf der sich die Therapie mit dem Pferd aufbaut, ist die emotionale Kontaktaufnahme zu ihm.
Diese Art der Kommunikation mit dem Pferd eignet sich auf ideale Weise, das Grundbedürfnis nach Körperkontakt, Zuwendung und Liebe zu befriedigen. Das individuelle Bedürfnis, sich emotional mit dem Pferd auseinandersetzen zu wollen, ist unterschiedlich und kann nicht einfach vorausgesetzt werden. Oft muss man es sogar erst wecken; es darf aber keinesfalls erzwungen werden.
Bei dieser Vorgehensweise muss der Pädagoge leitend vorgehen und dabei möglichst einfühlsam und flexibel sein. Das Wichtige an dieser Phase ist, dass der geistig behinderte Mensch das Pferd mit allen Sinnen wahrnimmt und dessen Wesen, dessen Körper und dessen Bewegungen erfährt und kennen lernt. So kann er sich ein, bzw. sein eigenes Bild, über das Tier „Pferd“ machen. Er lernt differenziert zu reagieren und so eine tiefe Beziehung zu ihm aufzubauen. So entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd, das das Arbeiten rund ums Pferd einsichtig und nachvollziehbar macht.
1. EINFÜHRUNG: Einleitung in das Thema, Vorstellung der persönlichen Motivation der Autorin sowie Definition der zentralen Fragestellungen der Diplomarbeit.
2. VOM ZUGPFERD ZUM THERAPEUTISCHEN HELFER GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK: Darstellung der historischen Entwicklung der Mensch-Pferd-Beziehung und der Anfänge des therapeutischen Reitens vom Altertum bis zur modernen Reittherapie.
3. THERAPEUTISCHES REITEN- DAS PFERD IN MEDIZIN, PÄDAGOGIK, PSYCHOLOGIE UND SPORT: Übersicht der verschiedenen Fachbereiche wie Hippotherapie, Behindertenreitsport und heilpädagogisches Reiten inklusive ihrer Abgrenzungen.
4. THERAPEUTISCHES REITEN ALS UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE SOZIALE ARBEIT: Erläuterung der Bedeutung der Reittherapie als unterstützende Methode in der sozialen Arbeit zur Förderung der Integration.
5. DIE ROLLE DES PFERDES: Analyse der besonderen Eigenschaften des Pferdes, die es als Partner und therapeutisches Medium in der Arbeit mit Menschen besonders geeignet machen.
6. MENSCHEN MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG: Ausführliche theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der geistigen Behinderung, deren Ursachen, Erscheinungsbildern und der Lebenssituation Betroffener in der Gesellschaft.
7. FÖRDERUNGSMÖGLICHKEITEN: Überblick über allgemeine pädagogische und sonderpädagogische Ansätze und Rahmenbedingungen zur Förderung geistig behinderter Menschen.
8. HEILPÄDAGOGISCHES REITEN FÜR GEISTIG BEHINDERTE MENSCHEN: Der Hauptteil der Arbeit, der sich spezifisch mit den Zielen, methodischen Vorgehensweisen und Grenzen dieses speziellen Förderangebots befasst.
9. ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN: Informationen zu den Vernetzungsmöglichkeiten und der Rolle von Fachverbänden wie dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR).
10. ZUR FINANZIERUNG DES THERAPEUTISCHEN REITENS - LEISTUNGSERBRINGER UND KOSTENTRÄGER: Erörterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Finanzierung durch Krankenkassen, Stiftungen und Spenden.
11. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion der Autorin über die Erkenntnisse aus Literatur und praktischer Beobachtung.
Heilpädagogisches Reiten, Soziale Arbeit, Geistige Behinderung, Reittherapie, Mensch-Pferd-Beziehung, Integration, Förderung, Pädagogik, Psychologie, Behindertenreitsport, Hippotherapie, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz, Motorik, Lebensqualität
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz des Pferdes als heilpädagogisches Medium in der sozialen Arbeit und untersucht, wie dadurch Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Entwicklung gefördert werden können.
Die zentralen Felder sind die Theorie und Praxis des heilpädagogischen Reitens, die spezifischen Bedürfnisse geistig behinderter Menschen sowie die Bedeutung der Beziehung zwischen Mensch und Pferd.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen dieser speziellen Therapieform aufzuzeigen und darzulegen, wie erfolgreich der Einsatz des Pferdes in der sozialen Arbeit bei geistig behinderten Menschen bewertet werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eigene Beobachtungen und Gespräche mit Therapeuten in einer anerkannten Einrichtung, um die methodische Vorgehensweise und die Wirkungsweisen des heilpädagogischen Reitens zu verdeutlichen.
Der Hauptteil widmet sich detailliert dem heilpädagogischen Reiten, den Lernprozessen, den Voraussetzungen für die Durchführung sowie den konkreten methodischen Grundsätzen bei der Arbeit mit geistig behinderten Menschen.
Die wichtigsten Schlagworte sind heilpädagogisches Reiten, soziale Integration, geistige Behinderung und therapeutische Begleitung.
Das Pferd begegnet dem Menschen vorurteilsfrei, bietet einen hohen Aufforderungscharakter für den Körperkontakt und ermöglicht emotionale Erfahrungen, die für die Persönlichkeitsentwicklung und den Angstabbau bei geistig behinderten Menschen essenziell sind.
Ja, die Autorin betont, dass heilpädagogisches Reiten kein Wundermittel ist. Es gibt krankheitsbedingte Kontraindikationen, finanzielle Hürden und nicht für jeden Menschen mit Behinderung ist dieser Weg gleichermaßen geeignet oder erfolgreich.
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