Examensarbeit, 2006
128 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Warum sollten Spiele im Unterricht eingesetzt werden? Eine didaktisch- methodische Begründung
2.1. Das Spiel – Versuch einer allgemeinen Begriffsbestimmung
2.2. Didaktisch- methodische Begründung
2.2.1. Spiele im Unterricht
2.2.2. Spiele im Mathematikunterricht
3. Parkettierungen
3.1. Begriffsbestimmung und parkettierfähige Formen
3.2. Einsatz von Parkettierungen im Unterricht
4. Was sind Legespiele?
4.1. Dominos
4.1.1. Das Domino
4.1.2. Die Augendominos (Occulide)
4.1.3. Die Farbdominos (Coloride)
4.2. Tangramme
4.2.1. Synthetograme
4.2.2. Analytograme
4.3. Puzzles
4.3.1. Bildpuzzles (Pictoide)
4.3.2. Codepuzzles (Kryptoide)
4.4. Räumliche Legespiele
5. Ziele der Legespiele und deren Einsatz im Mathematikunterricht
5.1. Legen mit Plättchen
5.2. Tetromino
5.3. Domino – das klassische Legespiel und weitere Varianten
5.4. Räumliche Legespiele
6. Das Tangram im Mathematikunterricht
6.1. Geschichte des Tangrams
6.2. Herstellung des Spieles und Sachanalyse der einzelnen geometrischen Spielformen
6.2.1. Die Dreiecke
6.2.2. Das Parallelogramm
6.2.3. Das Quadrat
6.3. Spielregeln des Tangrams
6.4. Didaktische Anmerkungen
6.4.1. Differenzierungsmöglichkeiten
6.4.2. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von Legespielen im Mathematikunterricht der Grundschule. Das primäre Ziel ist es, die didaktischen Potenziale dieser Spiele aufzuzeigen, um den oftmals vernachlässigten Geometrieunterricht durch handlungsorientierte und motivierende Ansätze zu bereichern und das logische Denken sowie das räumliche Vorstellungsvermögen der Schüler zu fördern.
2.1 Das Spiel - Versuch einer allgemeinen Begriffsbestimmung
„Wenn Mark Twain […] erklärt: ‚Arbeit ist das, was man tun muß, und Spiel ist das, was man nicht tun muß’ […]“9, so ist es verständlich, dass dem Spiel in der Schule immer noch das Image des bloßen Zeitvertreibs und der Beliebigkeit anhaftet. Oftmals wird das Spiel auch als Belohnung am Ende einer Stunde eingesetzt.
Der englische Philosoph und Politiker John Locke stellt die wichtige Bedeutung des Spiels für Kinder heraus: „Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen.“10 Damit stellt sich zunächst einmal die Frage, was überhaupt unter einem Spiel zu verstehen ist.
Landläufig versteht man unter ‚Spiel’ eine Aktivität, die zweckfrei und lediglich zur Zerstreuung unternommen wird.
Eine sehr prägnante und konkretere Definition für das Spiel hat der Niederländer Johan Huizinga formuliert:
Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des 'Andersseins' als das 'gewöhnliche Leben'.11
Dies entspricht weitestgehend der Spielpraxis im Unterricht der Grundschule. Jedoch sind die Persönlichkeit und der momentane Zustand des Schülers bzw. der Schülerin Faktoren, die das Spiel beeinflussen. Was für den einen noch ungezwungenes Spiel ist, kann für den anderen bereits eine anstrengende Tätigkeit sein, die das „Gefühl der […] Freude“12 vermissen lässt. „Wie bei jeder kreativen Tätigkeit gilt die triviale Feststellung: man nimmt sie freiwillig an, erzwungenes Spiel oder verordnete Mathematikbeschäftigung gibt es nicht.“13
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Vernachlässigung des Geometrieunterrichts in Grundschulen und motiviert den Einsatz von Legespielen zur Förderung logischen Denkens.
2. Warum sollten Spiele im Unterricht eingesetzt werden? Eine didaktisch- methodische Begründung: Das Kapitel definiert den Spielbegriff aus pädagogischer Sicht und diskutiert dessen Funktion als motivierendes Element im Lernprozess.
3. Parkettierungen: Der Abschnitt erläutert die mathematischen Grundlagen von Parkettierungen als Voraussetzung für das Verständnis von Legespielen und deren Anwendung im Unterricht.
4. Was sind Legespiele?: Hier erfolgt eine systematische Einteilung der Legespiele in die Ordnungen Dominos, Tangramme und Puzzles inklusive ihrer jeweiligen Unterfamilien.
5. Ziele der Legespiele und deren Einsatz im Mathematikunterricht: Dieses Kapitel stellt konkrete Ziele und Einsatzbeispiele dar, von Plättchen-Legen bis hin zu räumlichen Modellen wie dem Soma-Würfel.
6. Das Tangram im Mathematikunterricht: Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte, der geometrischen Sachanalyse der Spielsteine sowie didaktischen Hinweisen zur Differenzierung im Unterricht.
7. Fazit: Das Fazit fasst die positiven Lerneffekte der Legespiele zusammen und betont deren Rolle bei der Gestaltung eines handlungsorientierten Mathematikunterrichts.
Legespiele, Mathematikunterricht, Geometrie, Grundschule, Tangram, Domino, Parkettierungen, Problemlösestrategien, Lernmotivation, handlungsorientiertes Lernen, Raumvorstellung, Didaktik, Geometrische Grundformen, Zerlegungsgleichheit, Spieltheorie.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Legespielen in den Mathematikunterricht der Grundschule, um geometrische Konzepte handlungsorientiert zu vermitteln.
Die zentralen Themen umfassen die didaktische Begründung des Spieleinsatzes, die Systematik von Legespielen (Dominos, Tangramme, Puzzles) und die praktische Anwendung im Unterricht.
Das Hauptziel ist es, die Potenziale von Legespielen zur Förderung des geometrischen Verständnisses und der Motivation der Schüler aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Hausarbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung mathematischer Lernspiele basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die mathematische Analyse von Parkettierungen, die Kategorisierung von Legespielen und die detaillierte Betrachtung des Tangrams.
Die wichtigsten Schlagworte sind Legespiele, Mathematikunterricht, Geometrie, Grundschule, Tangram und Problemlösestrategien.
Das Tangram erlaubt durch die Zerlegung eines Quadrats in sieben geometrische Formen vielfältige Übungen zur Kongruenz, Symmetrie und Flächeninhalt.
Es werden fünf Schwierigkeitsstufen definiert, die von einfachen Vorlage-Auslegungen bis hin zu komplexen, gedanklichen Verkleinerungen reichen.
Die Geschichte „Das kleine Quadrat“ dient dazu, geometrische Formen in eine erzählerische Form zu bringen, um das entdeckende Lernen und die Kreativität der Kinder zu fördern.
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