Magisterarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 1,0
Die Magisterarbeit untersucht den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der deutschen Gegenwartsliteratur anhand von Uwe Timms „Am Beispiel meines Bruders“ und Tanja Dückers' „Himmelskörper“. Die Arbeit analysiert die literarische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seiner Rezeption durch die Nachkriegsgenerationen.
Die Einleitung führt in die Thematik der Magisterarbeit ein und stellt die Relevanz der nationalsozialistischen Vergangenheit für die deutsche Nachkriegsgesellschaft dar. Kapitel II befasst sich mit dem Generationsdiskurs und untersucht die unterschiedlichen Umgangsweisen mit der Vergangenheit durch die Generationen der Großeltern, Kinder und Enkel. In Kapitel III werden Gedächtnis und Erinnerung als zentrale Konzepte der Arbeit erläutert. Kapitel IV analysiert Uwe Timms „Am Beispiel meines Bruders“ und untersucht die schwierige Auseinandersetzung des Autors mit seiner Familiengeschichte. Kapitel V befasst sich mit Tanja Dückers' „Himmelskörper“ und analysiert die Suche der Protagonistin nach dem „Familiengeheimnis“ und deren Auswirkungen auf die heutige Generation.
Die Magisterarbeit fokussiert auf die Themen Nationalsozialismus, deutsche Gegenwartsliteratur, Generationsdiskurs, Erinnerungskultur, Familiengeschichte, Väterliteratur, Erinnerungsliteratur, Identität, Schuld und Vergebung.
Während die Kriegsgeneration oft schwieg, setzten sich die Kinder (Väterliteratur) anklagend mit den Eltern auseinander. Die Enkelgeneration sucht heute oft nach Identität und Familiengeheimnissen in einer reflektierteren Form.
Es bezeichnet die Erinnerungen, die innerhalb von Familien über drei Generationen hinweg mündlich weitergegeben werden. In Werken wie denen von Uwe Timm wird dieses familiäre Gedächtnis literarisch aufgearbeitet.
Timm setzt sich mit dem Tagebuch seines Bruders auseinander, der als SS-Soldat im Krieg fiel. Er untersucht dabei die Schuld der Familie, das Schweigen der Eltern und die eigene Identität.
Der Roman steht stellvertretend für die Enkelgeneration, die gezielt nachfragt und versucht, die Lücken im Familiengedächtnis über die NS-Zeit zu schließen, um die eigene Gegenwart besser zu verstehen.
Da eine frühzeitige "kathartische Reinigung" durch die Tätergeneration ausblieb, wurde die Last der Aufarbeitung und die Frage der Kollektivschuld auf die nachfolgenden Generationen übertragen.
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