Diplomarbeit, 2006
455 Seiten, Note: 1,0
Die Diplomarbeit "Training - Days" befasst sich mit der Entwicklung eines Gruppenarbeits- und Trainingskonzepts für junge Menschen in der Bewährungshilfe. Das Konzept zielt darauf ab, Bewältigungsmechanismen in komplexen Anforderungssituationen zu fördern und somit die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer im Alltag zu stärken.
Der Theorieteil der Diplomarbeit beleuchtet zunächst die Bewährungshilfe als Rahmen des Konzeptes und argumentiert für die Bedeutung von Gruppenarbeit in diesem Kontext. Anschließend werden verschiedene Kriminalitätstheorien vorgestellt, die einen Einblick in die Ursachen und Hintergründe von delinquenten Verhaltensweisen geben.
Die Kapitel 3.1 bis 3.7 analysieren klassische und soziologische Kriminalitätstheorien sowie psychologisch fundierte Ansätze. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Theorien der differentiellen Assoziation, der misslungenen Konditionierung, der Entwicklungspsychologie und dem Labeling-Ansatz. Ausgehend von diesen theoretischen Grundlagen wird die Zielsetzung des Trainingskonzepts in Kapitel 4 näher erläutert. Es soll den Teilnehmern helfen, Bewältigungsmechanismen in kritischen Lebenslagen zu entwickeln, Ressourcen zu aktivieren, sich (re)integrieren und ein legales Leben zu führen.
Kapitel 5 setzt das Konzept in Bezug zu einem möglichen Modellversuch, während Kapitel 6 die konzeptionellen Rahmenbedingungen des Trainings beleuchtet. Hier werden Themen wie die Zielgruppe, das Setting, der Trainingsverlauf und die Motivierung der Teilnehmer behandelt.
Im Kapitel 7 werden die Wirkmechanismen des Trainings, insbesondere klassisches und instrumentelles Lernen, diskutiert.
Bewährungshilfe, Gruppenarbeit, Training, Kriminalität, Delinquenz, Sozialisation, Bewältigungsmechanismen, soziale Kompetenzen, Ressourcenaktivierung, (Re)Integration, Legalbewährung, Konzept, Modellversuch, klassisches Lernen, instrumentelles Lernen.
Gruppenarbeit ermöglicht es, gruppendynamische Prozesse zu nutzen, um soziale Kompetenzen zu fördern und Bewältigungsdefizite intensiver zu bearbeiten, als dies in der klassischen Einzelberatung möglich wäre.
Das Ziel ist der Aufbau von Bewältigungsmechanismen für kritische Lebenslagen, die Ressourcenaktivierung, die soziale Reintegration und die Förderung der Legalbewährung bei straffällig gewordenen Jugendlichen.
Die Arbeit analysiert u.a. die Anomietheorie nach Merton, die Theorie der differentiellen Assoziation nach Sutherland, den Labeling-Ansatz sowie lerntheoretische und psychodynamische Ansätze (z.B. Freud, Dollard).
Dieser Ansatz besagt, dass kriminelles Verhalten auch ein Resultat gesellschaftlicher Zuschreibung ist. Wenn eine Person als "kriminell" etikettiert wird, kann dies eine kriminelle Karriere erst verfestigen.
Durch handlungsorientierte Übungen in der Gruppe lernen die Teilnehmer, ihre eigene Situation zu reflektieren und praktische Strategien zu entwickeln, um komplexe Anforderungssituationen im Alltag ohne Straftaten zu meistern.
Klassisches Lernen bezieht sich auf Reiz-Reaktions-Kopplungen, während instrumentelles Lernen (operante Konditionierung) darauf basiert, dass Verhalten durch Belohnung oder Konsequenzen geformt wird, um soziale Kompetenzen zu stärken.
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