Fachbuch, 2020
71 Seiten
1 Einleitung
2 Diskriminierungstheorie
3 Armutstheorie und Bildungsarmut
3.1 Armutstheorien
3.2 Bildungsarmut
3.3 Auswirkungen von Bildungsarmut auf dem Arbeitsmarkt
4 Kopftuchträgerinnen in Deutschland
4.1 Kopftuch in Deutschland
4.2 Bildungsarmut und Kopftuch
4.3 Kopftuch und Erwerbstätigkeit
5 Kopftuch und Diskriminierung
5.1 Kopftuch: Symbol und Debattengegenstand
5.2 Diskriminierung per Gesetz?
5.3 Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die Benachteiligung kopftuchtragender Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung theoretischer Diskriminierungs- und Armutsansätze.
5.3 Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt
Die Auseinandersetzung mit Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt erfolgt zentral über die Frage, inwiefern der Arbeitsmarkt zugänglich ist und welche Hürden eine spezielle Gruppe beim Zugang hat. Diskriminierung, wie oben ausführlicher dargestellt, bedeutet, dass Menschen unterschiedlich behandelt und benachteiligt werden. Im Falle von kopftuchtragenden Frauen heißt dies, sich damit auseinanderzusetzen, ob diesen der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert wird, weil sie aufgrund ihres Kopftuchs ein Unterscheidungsmerkmal aufweisen. Die skizzierte Definition der Diskriminierungstheorie stellt einen Zugang zu dieser Frage dar, da sie es ermöglicht zu untersuchen, ob bestimmte Merkmale, als Abweichung vom erwarteten gesellschaftlichen Normalzustand zu Diskriminierung führen, wie Scherr dargelegt hat.
Zur Frage der Diskriminierung von Muslimas mit Kopftuch auf dem deutschen Arbeitsmarkt liegen verhältnismäßig wenige Studien vor. Studien zum Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund, der vorliegt, für „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil" (BAMF) sind dagegen schon stärker in den Diskurs um Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt eingeflossen. Die Studien, die sich mit der Frage bezüglich kopftuchtragender Frauen auseinandersetzen zeigen allerdings deutlich, dass Unterschiede zwischen diesen Frauen und anderen Akteuren auf dem Arbeitsmarkt existieren.
„In einer Studie zu den Ausbildungschancen Jugendlicher kamen wir zu dem Ergebnis, dass ca. 15% der befragten Betriebe nicht bereit sind, Jugendliche islamischen Glaubens bei der Lehrstellenvergabe zu berücksichtigen und über 30% die Einstellung kopftuchtragender Muslima als Auszubildende prinzipiell ablehnen.“ (Scherr 2012: 7)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um kopftuchtragende Frauen auf dem Arbeitsmarkt ein und definiert das Ziel, ökonomische Benachteiligungen wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Diskriminierungstheorie: Das Kapitel erläutert soziologische Diskriminierungsbegriffe, mit besonderem Fokus auf institutionelle Diskriminierung und deren Folgen.
3 Armutstheorie und Bildungsarmut: Hier werden theoretische Ansätze zu Armut und Bildungsarmut dargestellt, um deren Auswirkung auf Arbeitsmarktchancen zu analysieren.
4 Kopftuchträgerinnen in Deutschland: Es wird die Situation muslimischer Frauen mit Kopftuch hinsichtlich Bildung und Erwerbsbeteiligung basierend auf statistischen Daten beschrieben.
5 Kopftuch und Diskriminierung: Dieses Kapitel analysiert das Kopftuch als Symbol in gesellschaftlichen Debatten, juristische Urteile und aktuelle Studien zur Arbeitsmarktdiskriminierung.
6 Fazit: Das Fazit resümiert die Untersuchungsergebnisse und bestätigt die Benachteiligung durch Diskriminierung sowie Bildungsarmut als multikausale Ursachen.
Kopftuch, Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Bildungsarmut, Muslima, Erwerbsbeteiligung, Institutionelle Diskriminierung, Integration, Bewerbung, Bildung, Soziologie, Benachteiligung, Migrationshintergrund, Arbeitsmarktintegration, Religionsfreiheit
Die Arbeit untersucht die Benachteiligung von kopftuchtragenden Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Die zentralen Felder sind die Diskriminierungstheorie, die Armuts- und Bildungsforschung sowie die empirische Analyse der Arbeitsmarktsituation muslimischer Frauen mit Kopftuch.
Das Ziel ist zu analysieren, ob und warum kopftuchtragende Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden und wie Diskriminierung sowie Bildungsarmut dabei zusammenwirken.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und die Analyse vorhandener soziologischer und statistischer Studien zum Thema.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der aktuellen Situation von Kopftuchträgerinnen in Deutschland sowie eine detaillierte Untersuchung von Diskriminierungsfaktoren.
Die wichtigsten Begriffe sind Kopftuch, Diskriminierung, Arbeitsmarkt, Bildungsarmut und soziale Ausgrenzung.
Die Arbeit zeigt, dass Bildungsarmut ein entscheidender Faktor ist, der den Zugang zum Arbeitsmarkt erheblich erschwert und zu Exklusionsrisiken führt.
Ja, die Arbeit belegt anhand von Studien, dass kopftuchtragende Frauen deutlich mehr Bewerbungen schreiben müssen, um zu Vorstellungsgesprächen eingeladen zu werden.
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