Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Theoretischer Teil
Was ist maschinelle Übersetzung?
Funktionsweise
Typologie
Bewertungsansatz
Konsequenzen aus der Funktionsweise
Differenzierung der Nutzer
Bedeutung der Funktionalität
Linguistische Analyse
Praktischer Teil
Wörter und Phrasen
Fachterminologie
Kultursprachliche Begriffe
Metaphern
Fazit Wörter und Phrasen
Satzebene
Syntax
Präpositionen (Lexik)
Übersetzungslücken
Subjonctif
Optativ und Jussiv
Irrealis
Relaysprache Englisch
Tempus
Indirekte Rede
Fazit Satzebene
Textverständnis
Stringenz der Eigennamen
Pronominale Kohäsion
Tempus
Fazit Textverständnis
Wissen zur realen Welt und Metaebene
Synthese
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Leistungsfähigkeit moderner maschineller Übersetzungssysteme (Google Translate, DeepL, Promt) anhand des Sprachenpaars Französisch-Deutsch. Ziel ist es, auf theoretischer Grundlage und mittels einer linguistischen Untersuchung der Übersetzungsergebnisse Potenziale sowie systembedingte Grenzen der Software aufzuzeigen und dabei insbesondere Herausforderungen auf Wort-, Satz- und Textebene zu identifizieren.
Fachterminologie
Im Ausschnitt geht es um die Leistungen eines Rugby Spielers. Bis auf die Tackles werden die Fachvokabeln nicht getroffen. Scrum Holding ist die korrekte Entsprechung für die gemeinte Standfestigkeit im Gedränge, aber auf Englisch. Da es sich um einen Sport aus der englischen Kultur handelt, ist diese Übersetzung zielgerechter als das Beibehalten des französischen Begriffs oder das sinnverfremdete, weil auch außerhalb des Gedränges mögliche, Nahkampfverhalten, oder der sinnfreie Anzug im Handgemenge. Tackles werden nicht getroffen oder versetzt, sondern gesetzt.
Irreführend ist die Übersetzung von buteur zu Stürmer. Denn im Rugby gehört der hier gemeinte Kicker eben nicht zu den Stürmern, sondern zur Hintermannschaft. Wie auch Torjäger bei Promt, geht diese Übersetzung auf das Fußballvokabular zurück. Es scheint plausibel, dass in den Wörterbüchern beziehungsweise Korpora Fußballvokabeln aufgrund der höheren Popularität und der größeren Interkulturalität als bei anderen Sportarten in den meisten Sprachen besser repräsentiert sind und somit auf Wörter aus dem Bereich anderer (Ball-) Sportarten übergeneralisiert werden, sobald die korrekte Entsprechung unbekannt oder unwahrscheinlich ist.
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den wachsenden Bedarf an maschineller Übersetzung in einer globalisierten Welt und definiert den Rahmen für die anschließende linguistische Analyse.
Theoretischer Teil: Es werden die Funktionsweisen (regelbasiert, statistikbasiert, beispielbasiert) sowie die Bewertungskriterien und Anforderungen an Äquivalenz und Funktionalität diskutiert.
Praktischer Teil: Anhand von zwölf Beispieltexten werden systematische Fehler in der Übersetzung von Fachterminologie, Metaphern, Syntax und Kohärenzmerkmalen verglichen.
Synthese: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Abhängigkeit von Relaysprachen und die Grenzen des Weltwissens bei den untersuchten Systemen hervorgehoben werden.
Maschinelle Übersetzung, Computerlinguistik, Französisch-Deutsch, Übersetzungsqualität, Fachterminologie, Metaphern, Syntaxanalyse, Relaysprache, Textverständnis, Homonymie, Pronominale Kohäsion, Subjonctif, Konjunktiv, Sprachwandel, Übersetzungslücken
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen aktueller maschineller Übersetzungssysteme, konkret am Beispiel des Sprachenpaars Französisch und Deutsch.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Ebenen von Wörtern und Phrasen, die Satzstruktur (Syntax) sowie das Textverständnis, inklusive der Berücksichtigung von Weltwissen und metasprachlichen Faktoren.
Das primäre Ziel ist es, die translatorische Leistungsfähigkeit von Systemen wie Google Translate, DeepL und Promt durch eine fundierte linguistische Analyse zu bewerten und die Ursachen für spezifische Übersetzungsmängel freizulegen.
Der Autor wählt einen komparativen, linguistischen Ansatz, bei dem zwölf verschiedene Textsorten durch drei ausgewählte Übersetzungssysteme übertragen und anschließend manuell auf ihre sprachliche Korrektheit und Äquivalenz hin untersucht werden.
Im Hauptteil werden konkrete Beispiele aus verschiedenen Textgattungen analysiert, um Probleme wie lexikalische Mehrdeutigkeit, fehlerhafte Syntax, den Umgang mit Metaphern und die Auswirkungen der Verwendung von Englisch als Relaysprache zu demonstrieren.
Wichtige Begriffe sind unter anderem maschinelle Übersetzung, Computerlinguistik, Übersetzungsqualität, Syntaxanalyse und die sprachspezifische Herausforderung durch das Paar Französisch-Deutsch.
Die Arbeit zeigt, dass die Systeme Eigennamen oft nicht als solche erkennen und daher je nach Kontext unterschiedlich oder inkorrekt übersetzen, was ein mangelndes Textverständnis auf übergeordneter Ebene offenbart.
Die Analyse verdeutlicht, dass insbesondere Google und DeepL bei schwierigen Strukturen oder Anredeformen auf das Englische als Vermittlungssprache zurückgreifen, was in vielen Fällen zu Interferenzen und stilistischen Verzerrungen im Zielsatz führt.
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