Fachbuch, 2020
85 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen der Arbitrage Pricing Theory
2.1 Einführung in die Theorie
2.2 Vergleich zu anderen Kapitalmarktmodellen
2.3 Kritik an der APT
2.4 Bisherige Forschungsergebnisse
3 Aufbau des Modells
3.1 Ermittlung der Aktienrenditen
3.2 Ermittlung der Faktorzeitreihen
3.3 Regressionen und Regressionsdiagnostik
4 Analyse und Interpretation der Ergebnisse
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Arbitrage Pricing Theory (APT) durch eine praktische Analyse des deutschen Aktienmarktes zu aktualisieren und zu prüfen, ob deutsche Aktienrenditen aktuell durch bestimmte makroökonomische Faktoren erklärt werden können. Zudem soll ein Leitfaden für zukünftige empirische APT-Analysen erstellt werden.
2.1 Einführung in die Theorie
Die Arbitragepreistheorie wurde im Jahr 1976 von Stephen A. Ross begründet. Er lieferte damit eine Alternative zum Capital Asset Pricing Model – dem damals vorherrschenden Kapitalmarktmodell. In seinem 20-seitigen Beitrag im Journal Of Economic Theory beschreibt er eine Vorgehensweise, die der Bewertung risikobehafteter Assets am Kapitalmarkt dient. Die Grundidee der APT liegt darin, dass Renditen risikobehafteter Wertpapiere durch verschiedene Faktoren erklärbar sind – genauer gesagt beeinflussen diese Faktoren die Kovarianzen zwischen verschiedenen Wertpapieren. Voraussetzung hierfür ist, dass die Faktoren auf mehrere Wertpapiere wirken. Es soll also die Sensitivität einer Aktie gegenüber bestimmten Faktoren ermittelt und auf dieser Basis eine Risikoprämie für den jeweiligen Faktor geschätzt werden – diese setzt sich aus dem Produkt aus Risikopreisen und Risikomaßen zusammen. Diese Prämie erhält der Anleger, um für das getragene Risiko eines Aktieninvestments entschädigt zu werden.
Das Risiko eines Wertpapiers besteht darin, dass künftige Renditen unsicher sind und eine Abhängigkeit gegenüber den Schwankungen der Aktienkurse besteht. Eine volatile Aktie weist eine höhere Schwankungsbreite und damit ein größeres Risiko auf. Dieses Risiko in Form von unsicheren Ereignissen wird durch die Volatilität beziehungsweise Standardabweichung gemessen. Dabei werden die mittleren quadrierten Differenzen zwischen der tatsächlichen Renditeausprägung und dem Erwartungswert gebildet und radiziert. Der Erwartungswert ergibt sich wiederum aus dem gewichteten Durchschnitt der möglichen Renditen in verschiedenen Szenarien.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenstellung, beschreibt die Bedeutung von Kapitalmarktmodellen wie der APT und definiert das Ziel der Arbeit, eine praktische Analyse des deutschen Aktienmarktes durchzuführen.
2 Theoretische Grundlagen der Arbitrage Pricing Theory: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen der APT, vergleicht sie mit anderen Kapitalmarktmodellen wie dem CAPM und diskutiert kritische Aspekte sowie den Stand der bisherigen Forschung.
3 Aufbau des Modells: Hier wird die praktische Konstruktion des Modells beschrieben, angefangen bei der Ermittlung und Überprüfung der Aktienrenditen über die Auswahl der makroökonomischen Faktoren bis hin zur Regressionsmethodik.
4 Analyse und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Regressionen, interpretiert die Signifikanz der Faktoren und diskutiert die Modellgüte sowie Robustheit der Ergebnisse.
5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Anwendbarkeit des Modells und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze, beispielsweise unter Einbeziehung von ESG-Faktoren.
Arbitrage Pricing Theory, APT, Kapitalmarktmodell, Aktienrenditen, Risikoprämie, systematische Risiken, Faktormodell, deutsche Kapitalmarkt, Regression, Regressionsdiagnostik, Betafaktor, Industrieproduktion, Zinsstruktur, ifo Geschäftsklimaindex, Modellgüte.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Arbitrage Pricing Theory (APT) auf den deutschen Aktienmarkt, um zu untersuchen, wie Aktienrenditen durch makroökonomische Faktoren erklärt werden können.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretische Fundierung der APT, der Vergleich zum CAPM, die methodische Konstruktion des Modells sowie die statistische Analyse der Ergebnisse.
Das Hauptziel ist die empirische Prüfung, ob deutsche Aktienrenditen aktuell durch spezifische makroökonomische Faktoren erklärbar sind, und die Bereitstellung eines Leitfadens für ähnliche Analysen.
Es werden Zeitreihenregressionen und Querschnittsregressionen eingesetzt, ergänzt durch ARIMA-Modellierungen zur Extraktion unerwarteter Faktorenänderungen.
Der Hauptteil beschreibt detailliert die Datenaufbereitung, die Festlegung und Anpassung der makroökonomischen Faktoren (Industrielle Produktion, Wechselkurs, ifo Geschäftsklimaindex, Zinsstruktur, CDAX) sowie die statistische Diagnose.
Die wichtigsten Begriffe sind APT, Aktienrenditen, Risikoprämie, Faktormodell, Regressionsanalyse und der deutsche Kapitalmarkt.
Die Faktoren werden durch eine Vorabspezifikation festgelegt und anschließend statistisch mittels ARIMA-Modellen bereinigt, um unerwartete Änderungen für die Regressionsanalyse zu isolieren.
Die Bildung von Portfolios (DAX, MDAX, SDAX) dient der Diversifikation und der Reduzierung des "Fehler-in-den-Variablen"-Problems, um die Schätzgenauigkeit der Risikoprämien zu verbessern.
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