Diplomarbeit, 2006
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung
1.2 Vorgehensweise
2 Der Begriff „Outsourcing“
2.1 Märkte im Wandel
2.2 Outsourcing heute
2.2.1 Begriffserläuterungen
2.2.1.1 Sourcing
2.2.1.2 Outsourcing
2.2.1.3 Single - Sourcing / Double – Sourcing / Multi- Sourcing
2.2.1.4 Insourcing
2.2.1.5 Co – Sourcing
2.2.1.6 Backsourcing
2.2.1.7 Offshore Outsourcing
2.2.2 Arten des Outsourcings
2.2.2.1 Selektives Outsourcing
2.2.2.2 Business Application Outsourcing
2.2.2.3 Business Process Outsourcing
2.2.2.4 Business Transformation Outsourcing
2.3 Motivation & Hintergründe
2.4 Anforderungen an die Beteiligten
2.4.1 Der Outsourcinggeber
2.4.2 Der Outsourcingnehmer
2.5 Erwartungen und Veränderungen durch Outsourcing?
3 Der Outsourcingprozess
3.1 Schritt 1 – Die Vorbereitung
3.1.1 Die Unternehmenspolitik
3.1.2 Ziele definieren
3.1.3 Identifizierung der Kernkompetenz
3.1.4 Die Prozessanalyse
3.1.4.1 Supply Chain Management
3.1.4.2 Organisationsformen
3.1.5 Festlegung des Outsourcingbereiches
3.1.5 Chancen und Risiken / Make or Buy
3.1.5.1 Chancen des Outsourcings
3.1.5.2 Risiken des Outsourcings
3.1.6 Business Case
3.2 Schritt 2 – Auswahl der Dienstleister
3.2.1 Übersicht über Logistik-Dienstleister
3.2.1.1 Second Party Logistics
3.2.1.2 Third Party Logistics
3.2.1.4 Fourth Party Logistics Provider
3.3.3.1 Lead Logistics Provider
3.2.1 Grobauswahl - Request for Proposal
3.2.2 Der Fragebogen
3.2.3 Bewertung der Angebote
3.2.4 Nichtmonetäre Aspekte
3.2.5 Die Unternehmenskultur
3.2.5 Feinauswahl - Due Dilligence
3.2.7 Vertragsgestaltung
3.2.7.1 Letter of Intent
3.2.7.2 Der Outsourcing - Vertrag
3.2.7.3 Rahmenverträge
3.2.7.4 Betriebsübernahme nach § 613a BGB
3.2.7.5 Service Level Agreement (SLA)
3.2.8 Leistungsabrechnung & Anreizsysteme schaffen
3.2.8.1 Leistungspreis - Kalkulation
3.2.8.1 Cost-Plus Verfahren
3.2.9.3 Bonus-Malus-Regelung
3.3 Schritt 3 – Übergabe und Umsetzung
3.3.1 Beziehung aufbauen
3.3.2 Überführungsphase
3.3.3 Gefahren und Hindernisse
3.3.4 Die “Weichen Faktoren“
3.3.5 Kommunikation
3.3.6 Change Management
3.4 Schritt 4 – Controlling der Geschäftsbeziehung
3.4.1 Vertrags-Controlling
3.4.2 Qualitätsmanagement
3.4.3 Risikomanagement
3.4.4 Messung und Einflussfaktoren des Outsourcings- Erfolgs
3.4.4.1 Messung des wirtschaftlichen Erfolgs
3.4.4.2 Messung des strategischen Erfolgs
4 Praxisbeispiel – Firma Wunderlich
4.1 Unternehmensbeschreibung
4.2 Beschreibung der Ausgangslage
4.3 Analyse des Outsourcingprozess
4.4 Problemidentifikation
4.5 Kritische Würdigung
5 Resümee
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die systematische Untersuchung und Beschreibung des Outsourcingprozesses. Angesichts eines sich verschärfenden internationalen Wettbewerbsdrucks und der Notwendigkeit, Prozesse effizienter zu gestalten, erforscht der Autor, wie Unternehmen den Prozess der Auslagerung von unternehmensinternen Bereichen oder Funktionen an externe Dienstleister erfolgreich steuern können. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, welche Schritte für ein strukturiertes Management notwendig sind und wie sowohl wirtschaftliche als auch strategische Erfolgsfaktoren in diesem Kontext gemessen werden können.
3.1.5.2 Risiken des Outsourcings
An dieser Stelle ist schon bekannt, dass sich aus einem Outsourcing nicht nur Chancen ergeben. Wie die Risiken im Einzelnen aussehen, soll nun differenzierter betrachtet werden.
In Punkto Kosten spielen vor allem die Transaktionskosten, die oft unterbewertet werden, eine entscheidende Rolle. Als Transaktionskosten werden die Kosten bezeichnet, die nur indirekt mit der Produktion einer Dienstleistung in Verbindung stehen. Hierunter fallen u.a. Kosten, die entstehen, wenn ein Unternehmen nach einem Dienstleister sucht, wenn dieser gefunden ist und es um die Anbahnung geht, bei der Übergabe des Prozesses (z.B. Transport von Maschinen, Materialien usw.) und natürlich auch bei der Überwachung der Prozesse nach dem Outsourcing.
Diese Kosten können im Einzelfall signifikante Beträge erreichen, die im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unbedingt mit einzubeziehen sind. Generell kann man davon ausgehen, dass die Transaktionskosten mit Zunahme der Komplexität der Leistungsbeziehung steigen werden. Transaktionskosten lassen sich in jeder der vier Phasen des hier dargestellten Outsourcingprozesses finden.
I. Die Vorbereitung: Kosten, die hier entstehen, resultieren aus den Vorbereitungen, die für ein Outsourcingprojekt von Nöten sind. Hierunter fallen u.a. Kosten für die Beratung von Spezialisten, Klärung von Zielen, Prozessanalyse, Meetings (Opportunitätskosten).
II. Anbahnungskosten: Im Rahmen der Auswahl und Suche nach dem richtigen Partner sowie bei den Verhandlungen, entstehen ebenfalls Kosten, die meist in Form von Personalkosten auftreten. Aber auch Kosten für Rechtsbeistände sind hier anzusiedeln. Welche Kosten und Aufwendungen in dieser Phase genau anfallen, wird in Schritt 3 beschrieben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen moderner Unternehmen durch Globalisierung und Kostendruck sowie die strategische Bedeutung von Outsourcing.
2 Der Begriff „Outsourcing“: Dieses Kapitel definiert wesentliche Fachbegriffe, grenzt verschiedene Arten des Outsourcings ab und analysiert Motivationen sowie die Anforderungen an die beteiligten Partner.
3 Der Outsourcingprozess: Dieser Hauptteil gliedert den Outsourcing-Lebenszyklus in vier Phasen: Vorbereitung, Auswahl, Umsetzung und Controlling.
4 Praxisbeispiel – Firma Wunderlich: Die theoretischen Ansätze werden an einem konkreten Fallbeispiel angewendet, wobei die Abweichungen von der Theorie aufgezeigt und kritisch gewürdigt werden.
5 Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Komplexität sowie die Notwendigkeit individueller Anpassungen im Outsourcingmanagement.
Outsourcing, Management, Prozessanalyse, Kernkompetenz, Make or Buy, Dienstleisterauswahl, Service Level Agreement, Transaktionskosten, Change Management, Risikomanagement, Unternehmenskultur, Logistik, Prozessoptimierung, Wirtschaftlichkeit, Strategie
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem systematischen Management von Outsourcingprozessen, um Unternehmen bei der strategischen Neuausrichtung und Effizienzsteigerung zu unterstützen.
Zu den zentralen Themen zählen die Definition der Begrifflichkeiten, die Durchführung einer Prozessanalyse, die Auswahl und vertragliche Bindung von Dienstleistern sowie das Controlling der Geschäftsbeziehung.
Das Ziel ist es, den gesamten Outsourcingprozess von der strategischen Vorbereitung bis zum laufenden Controlling als Leitfaden für Entscheidungsträger aufzubereiten.
Der Autor verbindet eine theoretische Literaturanalyse mit der praktischen Untersuchung eines Unternehmensbeispiels, um die Validität der dargestellten Management-Methoden zu überprüfen.
Der Hauptteil ist in vier Teilschritte untergliedert: Vorbereitung (inkl. Unternehmenspolitik), Auswahl der Dienstleister, Übergabe und Umsetzung sowie Controlling.
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Prozessmanagement, Kernkompetenzanalyse, Risikomanagement und Service Level Agreements.
Die "weichen Faktoren", wie etwa die Unternehmenskultur und die Kommunikation, werden als kritische Erfolgsfaktoren für die Implementierung gewürdigt, die maßgeblich über das Gelingen entscheiden.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die Firma Wunderlich ihr Projekt zwar erfolgreich umgesetzt hat, aber Verbesserungspotenziale bei der Bewältigung komplexer, nicht-standardisierter Kundenanfragen bestehen.
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