Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehen
2 Global Sourcing als Beschaffungsstrategie
2.1 Begriffserklärung
2.2 Abgrenzung zu anderen Sourcing-Strategien
2.3 Beweggründe und Ziele
2.4 Trends und Entwicklungen
3 Supply Chain – Risiken im Global Sourcing
3.1 Begriff und Systematisierung
3.2 Supply Chain – exogene Risiken
3.2.1 Politische Risiken
3.2.2 Rechtliche Risiken
3.2.3 Finanzielle Risiken
3.2.4 Sozio-kulturelle Risiken
3.3 Supply Chain-endogene Risiken
3.3.1 Informations- und Kommunikationsrisiken
3.3.2 Rechts- und Vertragsrisiken
3.3.3 Finanzielle Risiken
3.3.4 Lieferrisiken
4 Eindämmung von Supply Chain – Risiken im Global Sourcing
4.1 Ausreichende Vorbereitung und Analyse des Beschaffungsmarktes
4.2 Eindämmung von Lieferrisiken
4.2.1 Bewusste Lieferantenauswahl
4.2.2 Engere Verhältnisse zum Lieferanten
4.2.3 Lieferantenförderung
4.3 Aufbau geeigneten eines Konzeptes – Das Global Sourcing-Tool von ThyssenKrupp
4.4 Beschränkung auf die Beschaffung bestimmter Produkte
5 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Analyse potenzieller Risikofaktoren im Global Sourcing und die Darstellung von Strategien zur Risikominimierung innerhalb globaler Supply Chains unter kritischer Berücksichtigung der Beschaffung aus Niedrigkostenländern.
3.2.1 Politische Risiken
„Politische Risiken resultieren aus der Gefahr der unvorhersehbaren Änderungen politischer Strukturen, Ideologien und rechtlicher Gegebenheiten in einem Land“43. Holtbrügge unterscheidet zwischen offenen und subtilen Risiken. Offene politische Risiken beinhalten beispielsweise innenpolitische Auseinandersetzungen, Terrorismus oder militärische Konflikte.44 Grundsätzlich gehen solche Risiken von politischen Extremisten, Drogenkartellen oder religiösen Gruppen aus, die ebenfalls extremistisch veranlagt sind. Das beste Beispiel dafür sind die Anschläge vom 11. September 2001, die den Islamismus in den Blickwinkel von Terrorismus rücken ließen.45
Subtile politische Risiken hingegen äußern sich in Form von Diskriminierung ausländischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen oder Aufschiebung von wichtigen Genehmigungsverfahren.46 Sowohl Genehmigungs- und Verwaltungsvorschriften als auch komplizierte Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften gelten oftmals als beabsichtigte Hemmnisse für internationale Handelsaktivitäten aufgrund von Protektionismus.47
Unvorhergesehene Kriege und Handlungen staatlicher Behörden haben zudem großen Einfluss auf die Geschäfts- und Lieferfähigkeit der beauftragten Lieferanten.48 Versorgungstechnisch gesehen kann politische Instabilität zu kompletten Lieferausfällen führen. Dies geschieht z.B. durch Beschlagnahmung auszuführender Waren oder spontane Ein- und Ausfuhrbeschränkungen durch die Regierung im Ausland.49
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Global Sourcing ein, erläutert die Zielsetzung der Risikoanalyse und beschreibt das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Global Sourcing als Beschaffungsstrategie: Hier werden der Begriff Global Sourcing definiert, von anderen Strategien abgegrenzt und die wesentlichen Beweggründe sowie aktuellen Entwicklungen erläutert.
3 Supply Chain – Risiken im Global Sourcing: Dieses Kapitel systematisiert die Risiken im Global Sourcing in exogene (marktspezifische) und endogene (lieferantenspezifische) Gefahrenfaktoren.
4 Eindämmung von Supply Chain – Risiken im Global Sourcing: Hier werden verschiedene Strategien und praktische Instrumente zur Risikoreduktion, wie Lieferantenbewertung und -förderung, detailliert vorgestellt.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer fundierten Analyse bei der Implementierung einer globalen Beschaffungsstrategie.
Global Sourcing, Supply Chain Management, Beschaffungsrisiken, Risikomanagement, Lieferantenbewertung, Kosteneinsparung, Politische Risiken, Sozio-kulturelle Risiken, Lieferrisiken, ThyssenKrupp, Beschaffungsmarktanalyse, Strategische Beschaffung, Globalisierung, Prozessoptimierung,Interkulturelle Kompetenz.
Die Bachelorarbeit analysiert die Risiken, die mit der Beschaffungsstrategie Global Sourcing verbunden sind, und zeigt Möglichkeiten auf, wie Unternehmen diese Risiken in Supply Chains systematisch eindämmen können.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition des Global Sourcing, die Klassifizierung von Liefer- und Beschaffungsrisiken, der Einfluss sozio-kultureller Faktoren sowie Strategien zur Risikoprävention und -minderung.
Das Ziel besteht darin, potenzielle Risikofaktoren umfassend zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um Global Sourcing mit einem möglichst geringen Folgerisiko erfolgreich umzusetzen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse einschlägiger Literatur, ergänzt durch Praxisbeispiele und Studien, insbesondere unter Verwendung von Modellen wie dem der Kulturdimensionen nach Hofstede und dem Global Sourcing-Tool von ThyssenKrupp.
Im Hauptteil erfolgt zunächst die Systematisierung der Supply-Chain-Risiken in exogene (politische, rechtliche, finanzielle, sozio-kulturelle) und endogene (kommunikative, vertragliche, lieferantenspezifische) Faktoren, gefolgt von einem Maßnahmenkatalog zur Eindämmung dieser Gefahren.
Wichtige Begriffe sind Global Sourcing, Supply Chain Risikomanagement, Lieferantenintegration, Beschaffungsmarktanalyse und Kostensenkungspotenzial.
China dient im gesamten Verlauf der Arbeit als repräsentatives Fallbeispiel, da es sowohl bedeutende Chancen für Kosteneinsparungen bietet als auch spezifische kulturelle, rechtliche und politische Risiken aufweist.
Das Tool hilft Anwendern durch einen strukturierten Prozess bei der Identifikation von Ländern, der Berechnung von länderspezifischen Gesamtkosten sowie der Suche nach geeigneten Lieferanten unter Berücksichtigung von Qualitätsaspekten.
Im Gegensatz zur Risikovermeidung, bei der auf ein Geschäft komplett verzichtet wird, bedeutet Verminderung, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken durch gezielte Maßnahmen (z.B. Audits oder langfristige Verträge) aktiv zu senken.
Sprachbarrieren führen laut der Analyse zu Informationsverlusten und Missverständnissen bei Qualitäts- oder Vertragsanforderungen, was die Versorgungssicherheit in der gesamten Supply Chain gefährden kann.
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