Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung: Der Trend zum eigenen Buch
2. Die Entwicklung...
2.1. ...des Buchs
2.2. ...des Verlagswesens
2.3. ...des Buchmarkts durch die Digitalisierung
2.4. ...des E-Books
3. Das Selfpublishing
3.1. Begriffsbestimmung und Entstehungsprozess
3.2. Zahlen und Daten / Rahmenbedingungen
3.3. Books on Demand
3.4. Gründe für das Selfpublishing
4. Plattformen für Selfpublisher
4.1. Kindle Direct Publishing
4.2. neobooks
4.3. tredition
5. Auswirkungen auf den Literaturbetrieb
5.1. Die Verlage
5.2. Leser und Autoren
6. Demokratisierung des Literaturbetriebs
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Phänomen des Selfpublishings zu einer Demokratisierung des Literaturbetriebs geführt hat. Dabei wird analysiert, wie sich Machtstrukturen zwischen Autoren, Verlagen und Lesern durch die Digitalisierung verschoben haben und ob die neu gewonnenen Freiheiten der Autoren tatsächlich eine fundamentale Transformation des Marktes bewirkt haben.
3.1. Begriffsbestimmung und Entstehungsprozess
Beim Selfpublishing verlegen Autoren ihre Werke selbst im Eigen- oder dem sogenannten Selbstverlag, statt dieses einem etablierten Buchverlag zu überlassen. Dabei schreibt der Autor nicht nur das Werk, sondern übernimmt auch die Aufgaben des Verlags, wie zum Beispiel die Finanzierung, die Produktion, das Marketing und den Vertrieb. Gerade bei diesen drei Punkten sah das Standardwerk Der Buchverlag. Geschichte. Aufbau, Wirtschaftsprinzipien, Kalkulation und Marketing von 2010 noch große Probleme und schlussfolgerte, dies mache für Selbstverleger „einen wirtschaftlichen Erfolg schwer“. Ein erfolgreiches Produkt entstehe im Regelfall durch die Betreuung eines professionellen Verlags [...], der sich um die Produktgestaltung ebenso kümmert, wie um das gezielte Marketing und aufgrund seiner Marke und seiner Vertriebsorganisation auch einen Zugang zum Markt schaffen kann.
Dabei ist das Phänomen des Selfpublishings durchaus nicht neu. Hans Folz wurde für seine Fastnachtspiele bereits im 16. Jahrhundert zum Selbstverleger. Auch Friedrich Schiller veröffentlichte die Erstausgabe seiner Räuber in Eigenregie. Ebenso wurde Johann Wolfgang von Goethe für das Schauspiel Götz von Berlichingen zum Selfpublisher. Und auch der von Virginia Woolf und ihrem Ehemann geführte Verlag Hogarth Press, der später zu einem bedeutendsten Belletristik-Verlage werden sollte, startete als Selbstverlag. Die ersten Bücher setzten das Ehepaar Woolf noch von Hand und druckte es – ebenfalls per Hand – auf einer gebraucht erworbenen Minerva-Tiegeldruckpresse.
1. Einleitung: Der Trend zum eigenen Buch: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Selfpublishings ein und skizziert die Fragestellung bezüglich einer möglichen Demokratisierung des Literaturbetriebs.
2. Die Entwicklung...: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über die Genese des Buchs, des Verlagswesens und die tiefgreifenden Veränderungen durch Digitalisierung und E-Books.
3. Das Selfpublishing: Hier werden Definitionen geklärt, wirtschaftliche Rahmenbedingungen beleuchtet und die Beweggründe von Autoren für das Selfpublishing analysiert.
4. Plattformen für Selfpublisher: Eine Übersicht über marktführende Anbieter wie Kindle Direct Publishing, neobooks und tredition verdeutlicht die technischen Möglichkeiten der Veröffentlichung.
5. Auswirkungen auf den Literaturbetrieb: Dieses Kapitel untersucht die Reaktion der klassischen Verlage auf den Selfpublishing-Boom und die veränderte Interaktion zwischen Lesern und Autoren.
6. Demokratisierung des Literaturbetriebs: Die Kernfrage der Arbeit wird hier diskutiert, indem die klassischen Gatekeeper-Strukturen mit den neuen Möglichkeiten des Selfpublishings in Bezug auf demokratische Prozesse verglichen werden.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die die Demokratisierungsthese kritisch hinterfragt und einen Ausblick gibt.
8. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
Selfpublishing, Literaturbetrieb, Demokratisierung, Digitalisierung, Buchmarkt, E-Book, Verlagswesen, Gatekeeper, Autor, Leser, Books on Demand, Marketing, Marktentwicklung, Print-on-Demand, Urheberschaft.
Die Arbeit untersucht, ob das wachsende Phänomen des Selfpublishings den klassischen Literaturbetrieb demokratisiert hat.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Buchs, die ökonomischen Rahmenbedingungen für Autoren, die Funktion digitaler Plattformen und die veränderten Machtverhältnisse zwischen Akteuren des Buchmarkts.
Das Ziel ist es, die Hypothese einer Demokratisierung des Literaturbetriebs durch die Eigenveröffentlichung von Werken kritisch zu prüfen und zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Branchenstudien und Umfragedaten, um die aktuelle Situation des Selfpublishings zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Definition des Selfpublishings, die Analyse relevanter Plattformen sowie die Auswirkungen auf Verlage und die Interaktion mit dem Publikum.
Die wichtigsten Begriffe sind Selfpublishing, Demokratisierung, Literaturbetrieb, Digitalisierung und Gatekeeper-Funktion.
Verlage haben ihre Strategien angepasst, indem sie eigene Plattformen für Selfpublisher anbieten, um so neue Talente frühzeitig zu entdecken und an sich zu binden.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass eine echte Demokratisierung nur bedingt stattfindet, da klassische Erfolgsfaktoren wie Marketing und Gatekeeper-Strukturen auch in digitalen Umgebungen weiterhin eine dominante Rolle spielen.
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