Masterarbeit, 2012
165 Seiten, Note: 1,3
A. Zusammenfassung
B. Literaturüberblick und Begriffsverständnisse
I. Literaturüberblick
II. Mediation
III. Unternehmensnachfolge
IV. Unternehmensnachfolgemediation
1. Konfliktpotenzial der Unternehmensnachfolge
2. Prophylaktische Verfahrensbegleitung
V. Wirtschaftliche Berater bei Unternehmensnachfolgen
1. Beratung
2. Wirtschaft
3. Beratertypus - allgemein
4. Beraterarten
a) Wirtschaftsanwälte
b) Wirtschaftsprüfer
c) Steuerberater
d) Unternehmensberater
e) Notare
f) Finanzplaner
g) Supervisoren
h) Sonstige
VI. Integration
1. Anleihe bei der Soziologie
2. Integrationsentscheidung
3. Maß der Integration
C. Analyse 1: Strukturbetrachtungen
I. Thesen zur Struktur
II. Mediation und Wirtschaft
1. Die Mediation im wirtschaftlichen Kontext
2. Das Ökonomie-Prinzip in der Mediation
III. Mediation und Wirtschaftsberatung
1. Ziel der Mediation vs. Ziel der wirtschaftlichen Beratung
2. Mediationsphasen vs. Phasen der Wirtschaftsberatung
3. Mediationsprinzipien vs. Prinzipien der Wirtschaftsberatung
IV. Metakommunikation über wirtschaftliche Berater
1. Beratung in der Unternehmensnachfolgemediation generell
2. Gewichtung von Sachthemen in der Mediation
3. Beratung durch wirtschaftliche Berater
4. Organisation der Integration
a) Entscheidung gemäß § 2 Abs. 4 MedG
b) Beraterauswahl
V. Umsetzung in und nach der Mediation
VI. Teilergebnisse
D. Analyse 2: Perspektivische Betrachtungen
I. Thesen zu den Perspektiven
II. Beraterintegration aus Sicht der Parteien
1. Der neutrale wirtschaftliche Berater
2. Der eigene wirtschaftliche Berater
3. Der wirtschaftliche Berater der anderen Mediationspartei
III. Beraterintegration aus Sicht des wirtschaftlichen Beraters
1. Mediation bei Dauermandat
2. Mediation bei Beratungsprojekt
3. Konkurrenzsituationen …
a) … zum Mediator
b) … zu anderen Beratern
IV. Beraterintegration aus Sicht des Mediators
1. Komplexitätsmanager
2. Beratungsbedarfsermittlung
3. Interne und externe wirtschaftliche Berater
4. Integration der Berater in den Mediationsvertrag
5. Hypothesenbildung zu wirtschaftlichen Beratern
6. Aufbau von Rapport
7. Einsatz von Methoden und Techniken …
a) … gegenüber dem Berater
b) … gegenüber den Medianden
8. Zusammenspiel mehrerer Berater
9. Einzelgespräch mit wirtschaftlichem Berater
10. Nicht-kooperativer wirtschaftlicher Berater
11. Konflikte zwischen Medianden und Beratern
12. Konflikte zwischen Beratern
13. Supervision bei misslingender Beraterintegration
14. Post-Mediations-Phase
a) Doppelte Kompetenz-Wertschöpfung
b) Multiplikatorengewinnung
15. Dokumentationen
V. Teilergebnisse
E. Empfehlungen zur Zusammenarbeit
Die Arbeit untersucht die Integration von wirtschaftlichen Beratern in Mediationsverfahren bei Unternehmensnachfolgen. Das zentrale Ziel besteht darin, Strukturen und Strategien zu entwickeln, wie die Expertise externer Berater (z. B. Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Anwälte) gewinnbringend in das Mediatonsverfahren eingebunden werden kann, ohne dessen Struktur, Vertraulichkeit oder Neutralität zu gefährden.
IV. Unternehmensnachfolgemediation
Aus Sicht der Mediation sind Unternehmensnachfolgeprozesse als Konfliktorte nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich, da sie dreifach existentiell sein können:
• Für den Übergeber handelt es sich neben der wohlmöglich abrupten Änderung des Alltags um seine Nachlassregelung, bei der es – wenn im Extremfall die Unternehmung für die Sicherstellung seiner Altersvorsorge erforderlich ist – um seine Zukunft, die Zukunft seines Partners und seiner Abkömmlinge geht.
• Für den Nachfolger geht es um die Festlegung seiner beruflichen Existenz mit der Übernahme von Verantwortung und unternehmerischen Risiken, samt Auswirkungen auf seine Familie und Nachkommen.
• Für die Unternehmung mit ihren Stakeholdern sowie das Umfeld der Unternehmung besteht das Risiko, dass durch einen Wechsel des Eigentümers und/oder der Geschäftsführung die Zukunft scheinbar weniger klar ist als die Jahre vor der Unternehmensnachfolge.
So wird in der Literatur die Unternehmensnachfolge als Feld der Mediation, konkret der Wirtschaftsmediation, häufig genannt. Wobei die Unternehmensnachfolgemediation in die klassische Unterteilung der Wirtschaftsmediation (in a) zwischen Unternehmungen und in b) in Unternehmungen) nicht einordbar ist. Daher sollte als Kategorie c) der Wirtschaftsmediation die Mediation an Unternehmungen eingeführt werden, in die auch andere Konflikte der Gesellschafter/Eigentümer-Ebene gehören. Berichte über Unternehmensnachfolgemediationen und deren genauere Analyse sind aber in der Literatur eher selten zu finden. Dies mag zum einen an der Vertraulichkeit des Verfahrens (nunmehr § 1 Abs. 1 i.V.m. § 4 MedG) liegen, zum anderen aber wohl auch an der im Verhältnis zu den erfolgenden Unternehmensnachfolgen eher seltenen Einschaltung eines Mediators. Überlappungen finden sich noch in der Erbmediation (einem Bereich der Familienmediation), da ein gravierender Teil des Konfliktstoffes aus (drohenden) Erbstreitigkeiten resultiert. Gerade die Kombination der Unternehmensnachfolge mit familiären Generationswechseln (hinsichtlich Vermögen, Verantwortung und Rollen) führt zu Komplexität, die durch die Mediation beherrschbar gemacht werden kann.
A. Zusammenfassung: Einleitende Reflexion über die Komplexität und Dramatik des Themas, verbunden mit der Einordnung der Arbeit als interdisziplinäre Untersuchung im Kontext des Mediationsgesetzes.
B. Literaturüberblick und Begriffsverständnisse: Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zur Einbindung von Beratern in Mediationen sowie Definition der relevanten Begriffe wie Mediation, Unternehmensnachfolge und der verschiedenen wirtschaftlichen Beratertypen.
C. Analyse 1: Strukturbetrachtungen: Theoretische Auseinandersetzung mit der Integration wirtschaftlicher Berater aus systemischer Sicht und unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte sowie der Struktur des Mediationsprozesses.
D. Analyse 2: Perspektivische Betrachtungen: Vertiefte Untersuchung der Rollen von Parteien, Beratern und Mediatoren aus verschiedenen Perspektiven und Analyse konkreter Herausforderungen bei der Integration.
E. Empfehlungen zur Zusammenarbeit: Zusammenstellung praktischer Handlungshilfen und Regieanweisungen für Mediatoren und Berater zur Gestaltung einer erfolgreichen Kooperation.
Unternehmensnachfolge, Mediation, Wirtschaftsberatung, Beraterintegration, Mediationsgesetz, Konfliktpotenzial, Systemintegration, Sozialintegration, Prozessbegleitung, Familienunternehmen, Prozessorganisation, Beratergovernance, Interdisziplinarität, Nachfolgeplanung, Wirtschaftsmediator.
Die Arbeit untersucht, wie wirtschaftliche Berater (z. B. Wirtschaftsprüfer, Steuerberater) effektiv und regelkonform in Mediationsprozesse bei Unternehmensnachfolgen integriert werden können.
Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit zwischen Mediatoren und Beratern, die Rollenklärung der Beteiligten, die Einordnung der Beratung im Mediationskontext und die praktische Umsetzung der Integration.
Es geht darum, wie die Schnittstellen zwischen dem Mediationsverfahren und der wirtschaftlichen Fachberatung gestaltet werden müssen, um Konflikte zu minimieren und eine nachhaltige Unternehmensnachfolge zu gewährleisten.
Der Autor wählt einen strukturellen und perspektivischen Analyseansatz, der soziologische und betriebswirtschaftliche Konzepte mit den rechtlichen Anforderungen des Mediationsgesetzes (MedG) verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die strukturellen Rahmenbedingungen der Beraterintegration (Systemintegration) sowie die Rollenwahrnehmung und Zusammenarbeit aus der Perspektive der verschiedenen Akteure (Sozialintegration).
Unternehmensnachfolge, Mediation, Wirtschaftsberater, Systemintegration, Prozessbegleitung, Rollenkonflikte und Interdisziplinarität.
Herausforderungen sind unter anderem der Konflikt zwischen der Neutralität des Mediators und der Parteilichkeit mancher Berater, die Gefahr von Doppelrollen sowie die Schwierigkeit, unterschiedliche Wissensstände und Beratungsarchitekturen zu harmonisieren.
Es wird empfohlen, frühzeitig den Beratungsbedarf zu klären, Berater explizit in den Mediationsvertrag oder Ergänzungsverträge einzubinden, Rollen klar abzugrenzen und bei Konflikten zwischen Beratern oder gegenüber Parteien supervisorische Instrumente zu nutzen.
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