Bachelorarbeit, 2019
41 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Wert, Norm, Tugend und Moral
2.2 Wertetheorie
2.3 Wertebildungsprozess
2.3.1 Werteerziehung
2.3.2 Moralerziehung
2.3.3 Wertekompetenz
2.3.4 Moralkompetenz
2.4 Werte im Wertewandel
2.5 Worauf es in der Werteerziehung ankommt
2.6 Modelle der Wertevermittlung und Werteerziehung
3. Entwicklungspsychologische Ansätze zur Moralerziehung
3.1 Der theoretische Ausgangspunkt
3.2 Die Stufen der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg
3.3 Erkenntnisse aus der Stufentheorie
3.4 Ziele der moralischen Erziehung
4. Sozialisation der Werteorientierung
4.1 Die Schule als Teil gesellschaftlicher Wertebildung
4.2 Bedingungen einer gelingen Werteerziehung
4.3 Formen der schulischen Wertebildung
4.4 Unterrichtsmethode VaKE
4.5 Konkrete Unterrichtsvorschläge zur Wertebildung und Werterziehung
5. Resümee
6. Ausblick und kritische Würdigung
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Schulen und Lehrpersonen zur Wertevermittlung und moralischen Entwicklung von Kindern beitragen können, um sie zu mündigen Bürgern in einer pluralistischen Gesellschaft zu erziehen. Dabei wird analysiert, welche Bedingungen für eine gelingende Werteerziehung notwendig sind und welche methodischen Ansätze den Lernprozess stützen können.
Die romantische Erziehungsphilosophie
Die romantische Erziehungsphilosophie meint, dass das Gute im Menschen selbst angelegt ist und alles Böse von außen durch Beeinflussung an den Menschen herantritt (Standop, 2010a, S. 105). Die Vertreter und Vertreterinnen dieser Schule, unter anderem Maria Montessori, gehen von der Selbstbildung der moralischen Werte im Prozess des Heranwachsens aus (Hackl, 2011, S. 20). Dabei wird angenommen, dass die Werte schon immer in dem Kind vorhanden sind und nur noch erweckt werden müssen (Schubarth, Gruhne & Zylla, 2017, S. 76). Das Innere des Kindes spielt dabei eine tragende Rolle im Reifungsprozess. Das Kind, seine Rechte und seine Freiheit werden respektiert. Es erfolgt eine behutsame und fördernde Unterstützung natürlicher Reifungsprozesse des Kindes (Standop, 2010a, S. 105–106).
Dieser Ansatz weist jedoch eine Ambiguität auf, da vor allem darauf geachtet wird, was Kinder wollen. Dies muss jedoch nicht unbedingt dasjenige sein, was sie tatsächlich brauchen. Ferner wird aufgrund des Werterelativismus die Selbstverwirklichung wichtiger als die Hierarchie der Werte (Standop, 2010a, S. 106), da die persönlichen den sozialen Werten ebenbürtig sind (Schubarth, Gruhne & Zylla, 2017, S. 77).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Omnipräsenz von Wertefragen und die Notwendigkeit, Kinder zu mündigen Bürgern zu erziehen, wobei die Stufentheorie von Kohlberg und das VaKE-Modell als zentrale Bezugspunkte dienen.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Wert, Norm, Tugend und Moral, analysiert den Wertebildungsprozess und erörtert verschiedene pädagogische Modelle zur Wertevermittlung.
3. Entwicklungspsychologische Ansätze zur Moralerziehung: Hier werden die kognitiven Entwicklungskonzepte von Dewey, Piaget und insbesondere die Stufentheorie von Lawrence Kohlberg auf ihre Bedeutung für die Moralerziehung im schulischen Kontext hin untersucht.
4. Sozialisation der Werteorientierung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle der Schule als sekundäre Sozialisationsinstanz, diskutiert notwendige Bedingungen für eine erfolgreiche Werteerziehung und stellt konkrete Methoden wie das VaKE-Modell, den Klassenrat und Service Learning vor.
5. Resümee: Die Autorin fasst zusammen, dass Lehrpersonen durch eine wertschätzende Schulkultur und methodische Vielfalt eine Schlüsselrolle bei der Begleitung moralischer Lernprozesse spielen, wobei die Eigenverantwortung des Kindes gewahrt bleiben muss.
6. Ausblick und kritische Würdigung: Das abschließende Kapitel fordert eine stärkere Implementierung konstruktivistischer Ansätze in den Unterricht und weist auf die Notwendigkeit hin, durch Forschung mehr empirische Belege für die schulische Wertepraxis zu generieren.
Werteerziehung, Wertebildung, Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg, schulische Sozialisation, konstruktivistische Pädagogik, VaKE, moralische Urteilsfähigkeit, Schulkultur, Lehrerrolle, Werteorientierung, Wertepluralismus, Wertekompetenz, Erziehungsphilosophie, Wertevermittlung.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Schulen und Lehrkräften bei der Werteerziehung und der Förderung der moralischen Entwicklung von Kindern im Schulalltag.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Begriffsdefinitionen von Moral und Werten, psychologische Stufenmodelle zur Moralentwicklung sowie praktische didaktische Ansätze zur schulischen Wertebildung.
Das Ziel ist zu erörtern, wie Schule einen Beitrag zur Werterziehung leisten kann, damit Kinder zu mündigen und moralisch urteilsfähigen Bürgern heranwachsen, ohne dass Schulen sie dabei ideologisch indoktrinieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Theorien sowie pädagogischer Fachdiskurse, um aktuelle Ansätze und konkrete Unterrichtsmodelle (wie VaKE) theoretisch zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modelle, Begrifflichkeiten, Entwicklungspsychologie) und praxisorientierte Kapitel über Formen der schulischen Wertebildung, Bedingungen einer gelingenden Erziehung und konkrete Methoden wie Rituale oder das Rollenspiel.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Werteerziehung, moralische Entwicklung, Schule, Konstruktivismus, VaKE, Urteilsfähigkeit und soziale Kompetenz charakterisieren.
Das konstruktivistische Modell geht davon aus, dass Kinder Konstrukteure ihres eigenen Lernprozesses sind; Werte können daher nicht belehrend vermittelt, sondern müssen durch kritisches Hinterfragen selbst erarbeitet werden.
VaKE (Values and Knowledge Education) verknüpft kognitive Wissensvermittlung mit moralischer Erziehung, indem es Schülerinnen und Schüler durch Dilemma-Geschichten zu eigenständigen Entscheidungen und reflektiertem Diskutieren anregt.
Die Lehrperson fungiert nicht mehr als reine Wissensvermittlerin, sondern als Lernbegleiterin, die eine wertschätzende Umgebung schafft und als authentisches Vorbild für soziale Interaktion dient.
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