Diplomarbeit, 2003
176 Seiten, Note: 2,3
0. Einleitung
Teil 1: Die Multiple Sklerose
1. Anatomie und Physiologie des Nervensystems
1.1. Das Nervensystem
1.2. Das Nervengewebe
1.3. Das Myelin
1.4. Das Prinzip der Erregungsleitung
1.5. Die Demyelinisierung
1.6. Aspekte der gestörten Erregungsleitung
1.7. Auswirkungen der Demyelinisierung
2. Darstellung der Erkenntnisse über die Multiple Sklerose
2.1. Epidemiologische Erkenntnisse
2.1.1. Geographische Verteilung
2.1.2. Demographische Verteilung
2.2. Pathogenese
2.2.1. Genetische Faktoren
2.2.2. Virale Faktoren
2.2.3. Stoffwechseltheorie
3. Neuropathologische Veränderungen
3.1. Entmarkungszonen (Plaques)
3.2. Makroskopische Charakteristika
3.3. Mikroskopische Charakteristika
3.4. Die Antigene des ZNS
3.5. Liquorveränderungen
3.6. Befunde von Liquoruntersuchungen
4. Klinische Symptomatik
4.1. Verlaufsformen
4.2. Motorik
4.3. Koordination
4.4. Sensorik
4.5. Erschöpfung und Schmerzen
4.6. Vegetative Störungen
4.7. Ophtalmologische Störungen
4.8. Weitere auftretende Veränderung
4.9. Auslöser für Schub und Remission
Teil 2: Darstellung von Ernährungsempfehlungen für die Multiple Sklerose und anderer Erkrankungen
5. Kritische Bezugnahme auf bisher angewandte Ernährungstherapien
5.1. Die Evers – Diät
5.2. Die Swank – Diät
5.3. Die Allergenfreie Diät
5.4. Die Fettarme Diät
5.5. Die Fruchzuckerarme Diät
5.6. Die Glutenfreie Diät
6. Vergleichende Darstellung anderer neuronaler bzw. autoimmuninduzierter Erkrankungen mit der MS unter Berücksichtigung der Ernährungsempfehlungen
6.1. Epilepsie
6.2. Morbus Parkinson
6.3. Morbus Alzheimer
6.4. Rheumatische Gelenkerkrankungen
Teil 3: Das Ernährungskonzept für Patienten mit Multiple Sklerose
7. Ernährung und Multiple Sklerose
7.1. Das soziale Umfeld und die ökonomische Situation
7.2. Feststellung des Ernährungszustandes
7.3. Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch
7.4. Der Energie- und Nährstoffbedarf
8. Die Nahrungsbestandteile und die Nährstoffgruppen
8.1. Kohlenhydrate
8.2. Ballaststoffe
8.3. Fette
8.4. Proteine
8.5. Vitamine
8.5.1. Vitamin A
8.5.2. Vitamin D
8.5.3. Vitamin E
8.5.4. Vitamin K
8.5.5. Vitamin B1
8.5.6. Vitamin B2
8.5.7. Vitamin B6
8.5.8. Vitamin B12 und Folsäure
8.5.9. Vitamin C
8.6. Mineralstoffe
8.6.1. Natrium
8.6.2. Kalium
8.6.3. Calcium
8.6.4. Magnesium
8.7. Spurenelemente
8.7.1. Eisen
8.7.2. Zink und Kupfer
8.7.3. Selen
9. Ernährung in speziellen Lebenssituationen
9.1. Schwangerschaft bei Multiple Sklerose-Patientinnen
9.2. Multiple Sklerose und Sport
9.3. Multiple Sklerose und Genussmittel
10. Ernährung bei Folgeerkrankungen der Multiple Sklerose
10.1. Kardiovaskulöse Störungen
10.2. Niereninsuffiziens
10.3. Osteoporose
10.4. Chronische Obstipation
11. Protokoll zur Ermittlung eines persönlichen Ernährungskonzeptes
11.1. Erklärung der Handhabung des Protokolls
11.2. Das Protokoll
12. Schlusswort
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Ernährungskonzeptes für Patienten mit Multipler Sklerose, das als Leitfaden für eine individuelle Ernährungsberatung dienen soll. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Krankheitsverläufe und Lebenssituationen werden wissenschaftliche Erkenntnisse über die MS, die Rolle von Ernährung bei autoimmuninduzierten Krankheiten sowie der Bedarf an Nährstoffen dargelegt.
1.3. Das Myelin
Das Myelin, so bemerken Poser/ Ritter (1980, S. 41) gilt als Sonderfall der biologischen Membran. Die Entstehung des Myelins vollzieht sich durch ein spiraliges Umwickeln der Oligodendrogliazellfortsätze um eine Vielzahl von Achsenzylindern.
Über den Aufbau des Myelins berichten u.a. Poser (1986, S. 8), Poser/ Ritter (1980, S. 41 f.) und Pschyrembel (1994, S. 1017):
Myelin ist der Oberbegriff für verschiedene Lipoproteide zu denen die Kephaline, die Sphingomyeline und die Zerebroside gehören. Es ist aus fettartigen Lamellen aufgebaut, die in mehreren Lagen aufgerollt sind und zwischen denen eine feine Membran aus Proteinen liegt. Die Struktur des Myelins ähnelt dem Bau von Zellmembranen, in denen eine doppelte Lipidschicht zwischen einer inneren und einer äußeren Proteinschicht liegt. Das Myelin enthält jedoch im Vergleich mit anderen Membranen einen höheren Anteil an Lipiden als Proteinen.
Bei der Zusammensetzung der Lipidlamellen spielen die ungesättigten Fettsäuren, vor allem die Linolsäure (C:18, zwei Doppelbindungen) und die Linolensäure (C:18, drei Doppelbindungen) eine Rolle. Auch die Lipidzusammensetzung des Myelins unterscheidet sich durch den hohe Anteil an Cerebrosiden und Sulfatiden, welche man nur in den Markscheiden der weißen Substanz findet.
0. Einleitung: Zusammenfassung der weltweiten Verbreitung der Multiplen Sklerose und der Zielsetzung, einen Leitfaden für die Ernährungsberatung Betroffener zu entwickeln.
1. Anatomie und Physiologie des Nervensystems: Erläuterung der Grundlagen des Nervensystems, des Myelins und der Prozesse der Demyelinisierung, um das Krankheitsbild der MS verständlich zu machen.
2. Darstellung der Erkenntnisse über die Multiple Sklerose: Untersuchung der epidemiologischen Verteilung, der Pathogenese (genetisch/viral) und der Stoffwechseltheorien im Kontext der MS.
3. Neuropathologische Veränderungen: Detaillierte Betrachtung der Entmarkungszonen (Plaques) sowie der Liquorveränderungen, die bei der Diagnose und dem Krankheitsverständnis eine Rolle spielen.
4. Klinische Symptomatik: Darstellung der vielfältigen Krankheitsausprägungen von motorischen bis zu sensorischen Störungen und der Herausforderung, diese bei der Ernährungsberatung zu berücksichtigen.
5. Kritische Bezugnahme auf bisher angewandte Ernährungstherapien: Kritische Analyse populärer MS-Diäten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Belegbarkeit und praktischen Eignung.
6. Vergleichende Darstellung anderer neuronaler bzw. autoimmuninduzierter Erkrankungen mit der MS unter Berücksichtigung der Ernährungsempfehlungen: Einordnung der MS im Vergleich zu Epilepsie, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer und Rheuma unter ernährungsmedizinischen Gesichtspunkten.
7. Ernährung und Multiple Sklerose: Einführung in das Ernährungskonzept, das soziale Umfeld, die ökonomische Situation und Methoden zur Feststellung des Ernährungszustandes bei MS-Patienten.
8. Die Nahrungsbestandteile und die Nährstoffgruppen: Detaillierte Analyse essenzieller Makro- und Mikronährstoffe sowie deren spezifischer Relevanz für den Stoffwechsel von MS-Patienten.
9. Ernährung in speziellen Lebenssituationen: Diskussion von Ernährungsempfehlungen für Schwangere, sportlich aktive Betroffene und dem Umgang mit Genussmitteln bei MS.
10. Ernährung bei Folgeerkrankungen der Multiple Sklerose: Strategien zur präventiven Ernährung bei Komplikationen wie kardiovaskulären Störungen, Niereninsuffizienz, Osteoporose und chronischer Obstipation.
11. Protokoll zur Ermittlung eines persönlichen Ernährungskonzeptes: Beschreibung und Bereitstellung eines praktischen Instruments zur individuellen Datenerfassung für die Ernährungsberatung.
12. Schlusswort: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung einer vollwertigen Ernährung für das Wohlbefinden und die Lebensqualität von MS-Patienten.
Multiple Sklerose, Ernährungskonzept, Demyelinisierung, Autoimmunmodell, Ernährungstherapie, MS-Diäten, Nährstoffbedarf, Mikronährstoffe, MS-Symptomatik, Lebensqualität, neurologische Erkrankungen, Supplementierung, Prävention, Ballaststoffe, Fettsäuren.
Die Diplomarbeit widmet sich der Entwicklung eines Ernährungskonzeptes für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, um ihre Lebensqualität zu stützen und präventiv auf Folgeerkrankungen einzuwirken.
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen der MS, analysiert kritisch bestehende Diät-Ansätze, vergleicht diese mit anderen neurologischen Krankheitsbildern und erarbeitet einen praktischen Leitfaden für die Ernährungsberatung.
Das Ziel ist es, Betroffenen ein praktikables Ernährungskonzept an die Hand zu geben, das trotz der krankheitsbedingten Einschränkungen eine ausgewogene Nährstoffversorgung ermöglicht und als Leitfaden für die Beratung dient.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller epidemiologischer und klinischer Forschungsergebnisse aus der Ernährungsmedizin und Neurologie sowie die Erstellung eines praktischen Analyse-Protokolls.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krankheit (Anatomie, Symptome), eine kritische Analyse gängiger Diäten, den Vergleich mit verwandten Autoimmunerkrankungen und eine detaillierte Ausarbeitung des Ernährungskonzepts.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Multiple Sklerose, Ernährungskonzept, Demyelinisierung, Makronährstoffe, Mikronährstoffe, MS-Symptome und präventive Ernährungsberatung.
Die Arbeit betont, dass die Ernährungsumstellung für MS-Patienten realistisch und durchführbar sein muss, da viele Patienten keine Unterstützung im Alltag erhalten und durch die Krankheit oft bereits stark belastet sind.
Das Protokoll dient als strukturiertes Werkzeug, um die individuelle Situation des Patienten zu erfassen und gezielt auf relevante Empfehlungen in der Arbeit zu verweisen.
Die Autorin stellt klar, dass viele populäre Diäten falsche Hoffnungen wecken und keine "Quinta essentia" existiert, die eine Heilung verspricht; dennoch ist eine ausgewogene Ernährung essenziell für die Erhaltung der Körperfunktionen.
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