Bachelorarbeit, 2020
81 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Definition von Persönlichkeit und Disposition
2.2 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit
2.3 Facettenstruktur des Fünf-Faktoren-Modells
2.3.1 Offenheit für Erfahrungen
2.3.2 Gewissenhaftigkeit
2.3.3 Extraversion
2.3.4 Verträglichkeit
2.3.5 Neurotizismus
2.4 Definition von Finanzverhalten
2.5 Finanzverhalten im Sinn von Best Practice
2.6 Dimensionen von Finanzverhalten
2.6.1 Cash-Management
2.6.2 Credit-Management
2.6.3 Spar- und Investitionsverhalten
2.6.4 Versicherungsverhalten
2.7 Operationalisierung von Finanzverhalten
2.8 Gegenwärtiger Forschungsstand
2.8.1 Finanzielles Wohlbefinden
2.8.2 Determinanten von Finanzverhalten
2.8.3 Persönlichkeit und Finanzverhalten
2.8.3.1 Gewissenhaftigkeit und Finanzverhalten
2.8.3.2 Offenheit und Finanzverhalten
2.8.3.3 Extraversion und Finanzverhalten
2.8.3.4 Neurotizismus und Finanzverhalten
2.8.3.5 Verträglichkeit und Finanzverhalten
2.9 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Untersuchungsdesign- und vorgehen
3.2 Stichprobe
3.3 Fragebogenskalen
3.3.1 Demografische Variablen
3.3.2 Big-Five-Inventory Kurzskala (BFI-10)
3.3.3 The Financial Management Behavior Scale
4 Ergebnisse
4.1 Vorbereitende Datenanalyse
4.2 Deskriptive Datenanalyse
4.3 Inferenzstatistische Prüfung
4.4 Weiterführende Analysen
5 Diskussion und Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der fünf Persönlichkeitsmerkmale (Big Five) auf das Finanzverhalten von Privatpersonen in Deutschland. Ziel ist es, durch eine quantitative Online-Befragung zu klären, inwieweit individuelle psychologische Dispositionen finanzielle Entscheidungen und Verhaltensweisen beeinflussen, um daraus Erkenntnisse für die Gestaltung zielgerichteter Finanzinterventionsmaßnahmen abzuleiten.
2.8.3.1 Gewissenhaftigkeit und Finanzverhalten
Mehrere Forscher teilen die Annahme, dass Gewissenhaftigkeit der Persönlichkeitsfaktor ist, welcher am stärksten mit einem verantwortungsvollen finanziellen Verhalten korreliert (Donnelly et al., 2012; Nyhus & Webley, 2001). Denn dieser Faktor beinhaltet viele Facetten, die mit diszipliniertem und geplantem Verhalten assoziiert werden. Nach Lynch et al. (2010) planen Personen mit einer Vorliebe für langfristige und systematische Planung ihre Geldverwendung besser. In Übereinstimmung hiermit kann die Neigung zu langfristiger Planung und Überwachung der eigenen Finanzen nach Ameriks, Caplin und Leahy (2002) ein relevanter Faktor für den Vermögensaufbau sein. Es hat den Anschein, dass gewissenhafte Planung und Kontrolle beim Sparen unterstützen. Im Einklang hiermit nehmen Nyhus und Webley (2001) an, dass gewissenhafte Personen tendenziell weniger Probleme mit Verschuldung haben. Diese Annahme wird auch von Brounen et al. (2016) gestützt, die argumentieren, dass gewissenhafte Personen eher dazu bereit sind, den unmittelbaren Konsum zugunsten zukünftiger Bedürfnisse aufzuschieben. Viele dieser Annahmen konnten einer empirischen Prüfung standhalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Finanzverhaltens von Privatpersonen ein und erläutert die Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlicher Finanzkompetenz in der Bevölkerung.
2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Konstrukte der Persönlichkeit und des Finanzverhaltens definiert, der aktuelle Forschungsstand zusammengefasst und die theoretischen Hypothesen hergeleitet.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die Stichprobenerhebung mittels eines Online-Fragebogens sowie die verwendeten Skalen BFI-10 und FMBS.
4 Ergebnisse: Es werden die vorbereitende Datenreinigung, die deskriptiven Analysen und die inferenzstatistische Überprüfung der Hypothesen sowie weiterführende Regressionsanalysen dargestellt.
5 Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch hinsichtlich der Methodik reflektiert und die Implikationen für die Finanzberatung sowie zukünftige Forschungsschwerpunkte aufgezeigt.
Finanzverhalten, Big Five, Persönlichkeitsmerkmale, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Finanzkompetenz, Best Practice, Cash-Management, Credit-Management, Vermögensaufbau, psychologische Disposition, quantitative Studie, Finanzberatung, Privathaushalte, Sparen.
Die Arbeit untersucht, wie die individuellen Persönlichkeitsmerkmale, konkret die „Big Five“, das finanzielle Verhalten und den Umgang mit privaten Finanzen beeinflussen.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Persönlichkeit, die Definition und Messung von verantwortungsvollem Finanzverhalten und der Einfluss von Faktoren wie Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus auf finanzielle Entscheidungen.
Das Hauptziel besteht darin, statistisch zu prüfen, ob es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsdimensionen der Big Five und dem tatsächlichen Finanzverhalten bei einer deutschen Stichprobe gibt.
Die Autorin führt eine quantitative, korrelative Querschnittsstudie durch, die auf einer Online-Fragebogenerhebung mit 178 auswertbaren Datensätzen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Persönlichkeitspsychologie, die Herleitung der Hypothesen, die methodische Erläuterung der Datenerhebung und die statistische Auswertung der Daten mittels Korrelations- und Regressionsanalysen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Finanzverhalten, Big Five, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Finanzkompetenz und Vermögensaufbau beschreiben.
Gewissenhaftigkeit erweist sich in der Studie als der wichtigste Prädiktor für ein verantwortungsvolles Finanzverhalten, da sie stark mit einer disziplinierten Finanzplanung und einer geringeren Verschuldung korreliert.
Zu den Limitationen zählen die methodischen Einschränkungen der gewählten Kurzskalen zur Erfassung komplexer Verhaltensweisen sowie die nicht repräsentative Stichprobenzusammensetzung der Online-Umfrage.
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