Diplomarbeit, 2005
127 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zielstellung
3 Verfahren zur Bestimmung optischer Konstanten mittels Swingkurven
3.1 Theoretische Grundlagen der Dünnschichtoptik
3.1.1 Dünnschichtinterferenz
3.2 Swingkurven in der Fotolithografie zur Optimierung von Schichtdicken
3.3 Einsatz von Antireflektionsbeschichtungen in der Fotolithografie
3.4 Nutzung von Swingkurven zur Berechnung optischer Konstanten
3.4.1 Verfahren zur Bestimmung von n und k
3.4.2 Swingfit und Ermittlung der Werte für n und k
4 Berechnung von Multischichtsystemen mit Hilfe der Matrixmethode
4.1 Grundlagen
4.1.1 Rechenmethoden der Dünnschichtoptik zur Bestimmung des Reflektionsgrades
4.1.2 Grundlegende Definitionen zur Anwendung der Matrixmethode
4.2 Herleitung der Matrix für elektromagnetische Wellen
4.2.1 Wellengleichungen
4.2.2 Aufbau eines Schichtsystems
4.2.3 Fresnelsche Koeffizienten für nichtabsorbierende Medien
4.2.4 Einfluss der Polarisation
4.2.5 Anwendung der Grenzbedingung
4.2.6 Aufstellung der Matrix
4.2.7 Anpassung für absorbierende Medien
4.2.8 Berechnung der Matrizenelemente
4.3 Berechnungsalgorithmus der Matrixmethode
4.4 Entwicklung der Winkelabhängigkeit
4.4.1 Winkelabhängige Fresnelkoeffizienten
4.4.2 Winkelabhängige Phasenverschiebung
4.4.3 Aufstellung der endgültigen Matrix
5 Entwicklung der Software zur Berechnung von Multischichtsystemen
5.1 Übersicht der einzelnen Programmmodule
5.1.1 Modul zur Berechnung der Swingkurve
5.1.2 Modul für Ellipsometerberechnungen
5.1.3 Modul zur Berechnung des Swingfits
5.1.4 Modul für Beugungsberechnungen
5.2 Aufgabenstellung zur Weiterentwicklung der Software
5.3 Weiterentwicklungen an der Software
5.3.1 Berechnung der Swingkurve mit Hilfe der Matrixmethode
5.3.2 Berechnung der Ellipsometergrößen
5.3.3 Rechenzeitoptimierung
6 Verwendete Messtechnik zur Aufnahme der Swingkurven
6.1 Reflektometer
6.1.1 Aufbau des Messsystems
6.1.2 Durchführung der Messungen
6.2 Ellipsometer
6.2.1 Optischer Aufbau und Messprinzip des Ellipsometers
7 Bestimmung der optischen Konstanten des Fotolackes SL4800
7.1 Erstellung der Schleuderkurve
7.2 Bestimmung der Dispersion des SL4800 und Schichtdickenmessung
7.3 Reflektionsmessung der Swingkurve zur Bestimmung von n und k
7. 4 Bestimmung der optischen Konstanten
7.4.1 Swingfitberechnungen
7.4.2 Vergleich der ermittelten Konstanten
7.5 Diskussion der Ergebnisse
7.6 Zusammenfassung
8 Untersuchungen an der Antireflektionsbeschichtung AR10L- 600
8.1 Bestimmung der optischen Konstanten
8.1.1 Aufnahme der Schleuderkurve des ARC
8.1.2 Bestimmung der Dispersion des AR10L-600
8.1.3 Messungen zur Aufnahme der Swingkurve
8.1.3.1 Ellipsometermessungen
8.1.3.2 Reflektometermessungen
8.1.4 Berechnung der optischen Konstanten für 190°C Softbake
8.1.5 Berechnung der optischen Konstanten für 150°C Softbake
8.1.6 Vergleich der berechneten Konstanten
8.1.7 Bestimmung der technologisch relevanten Schichtdicken
8.2 Untersuchung zum Ausbleichverhalten von AR10
8.2.1 Reflektometermessungen
8.3 Homogenitätsuntersuchung
8.4 Zusammenfassung
9 Technologiesimulationen mit Swingkurven
10 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist die Weiterentwicklung einer theoretischen Methode zur präzisen Bestimmung der optischen Konstanten (Brechzahl n und Absorptionskoeffizient k) von dünnen Filmen, insbesondere von Fotolacken und Antireflektionsbeschichtungen (ARCs), in der Fotolithografie. Hierzu wird ein bestehendes Verfahren, das auf der Auswertung von sogenannten Swingkurven basiert, überarbeitet und durch eine effiziente Matrixmethode zur Berechnung von Multischichtsystemen mathematisch-physikalisch untermauert, um eine höhere Prozessstabilität in der Mikroelektronikfertigung zu erreichen.
3.1.1 Dünnschichtinterferenz
Eine relevante Eigenschaft von Systemen aus dünnen Filmen, auf die sich die hier durchgeführten Untersuchungen und Berechnungen stützen, ist die Beeinflussung von Lichtwellen. Elektromagnetische Wellen sind beim Durchqueren der entsprechenden Materialien und nach Reflektion an Grenzschichten in der Lage, miteinander zu interferieren.
Dabei wird einfallendes Licht von der nächst tiefer liegenden Schicht zurückreflektiert und kann mit anderen rückreflektierten Wellen interferieren. Dies gilt für transparente und teilweise absorbierende dünne Filme, deren Dicke in der Größenordnung der Lichtwellenlänge liegt.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der präzisen Bestimmung optischer Konstanten für die Prozessoptimierung in der modernen Fotolithografie.
2 Zielstellung: Definiert das Ziel der Arbeit, die bestehende Methode zur Auswertung von Swingkurven durch eine effiziente Matrixmethode zur Berechnung von Multischichtsystemen weiterzuentwickeln.
3 Verfahren zur Bestimmung optischer Konstanten mittels Swingkurven: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Dünnschichtinterferenz und das Verfahren zur Bestimmung von Brechzahl und Absorptionskoeffizienten.
4 Berechnung von Multischichtsystemen mit Hilfe der Matrixmethode: Leitet die mathematischen Grundlagen der Matrixmethode für die Berechnung von Reflektion und Transmission in Schichtsystemen her.
5 Entwicklung der Software zur Berechnung von Multischichtsystemen: Dokumentiert die Entwicklung und Optimierung des Programms OPTILITH sowie die implementierten Algorithmen.
6 Verwendete Messtechnik zur Aufnahme der Swingkurven: Beschreibt die eingesetzten Messgeräte (Reflektometer und Ellipsometer) und deren Funktionsweise sowie die Durchführung der Messungen.
7 Bestimmung der optischen Konstanten des Fotolackes SL4800: Dokumentiert die experimentelle Ermittlung und Analyse der optischen Konstanten für den Fotolack SL4800.
8 Untersuchungen an der Antireflektionsbeschichtung AR10L- 600: Behandelt die spezifischen Untersuchungen an der Antireflektionsbeschichtung, inklusive Ausbleichverhalten und Homogenitätsprüfungen.
9 Technologiesimulationen mit Swingkurven: Zeigt die praktische Anwendung der entwickelten Software zur Simulation und Optimierung von Schichtstapeln im Fertigungsprozess.
10 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die technologische Validierung der entwickelten Methoden.
Fotolithografie, Dünnschichtoptik, Swingkurve, Optische Konstanten, Matrixmethode, Fotolack, Antireflektionsbeschichtung, Reflektometer, Ellipsometer, Prozessoptimierung, Schichtdicke, Brechzahl, Absorptionskoeffizient, Dünnschichtinterferenz, Mikroelektronik
Die Arbeit befasst sich mit der präzisen Bestimmung der optischen Eigenschaften von Materialien, die in der Fotolithografie eingesetzt werden, um lithografische Prozesse und Fertigungstechnologien in der Mikroelektronik zu optimieren.
Die zentralen Themen sind die Dünnschichtoptik, die messtechnische Erfassung von Swingkurven, die mathematische Modellierung von Multischichtsystemen mittels Matrixmethode sowie deren Software-Implementierung.
Das Ziel ist die Weiterentwicklung eines Verfahrens zur Bestimmung optischer Konstanten (n und k) durch die Auswertung von Swingkurven, um die Genauigkeit bei der Optimierung von Schichtdicken für moderne 130nm-Technologien zu erhöhen.
Es wird die Matrixmethode zur Berechnung elektromagnetischer Wellen in Schichtsystemen verwendet, kombiniert mit Iterationsverfahren (Swingfit), um experimentell gemessene Swingkurven an theoretische Modelle anzupassen.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der Matrixmethode, die Entwicklung der Software zur Berechnung von Multischichtsystemen, die experimentelle Bestimmung der optischen Konstanten für spezifische Materialien und die Simulation von Prozessschichten.
Wichtige Begriffe sind Fotolithografie, Swingkurve, optische Konstanten, Matrixmethode, Fotolack, Antireflektionsbeschichtung (ARC) und Schichtdickenoptimierung.
Da die Reflektionsgrade in Abhängigkeit vom Einfallswinkel für parallel und senkrecht polarisierte Komponenten unterschiedlich sind, muss zur präzisen Berechnung bei hoher numerischer Apertur zwischen diesen Zuständen unterschieden werden.
Die Matrixmethode ermöglicht eine deutlich effizientere Berechnung von Multischichtsystemen mit mehreren Schichten, da der Rechenaufwand im Vergleich zur Aufsummierung bei zunehmender Schichtanzahl nicht unverhältnismäßig stark ansteigt.
Die intensive Bestrahlung während der Messung kann zu einer Veränderung der optischen Eigenschaften führen, weshalb bei bestimmten Materialien wie ARCs Mehrfachmessungen am selben Punkt vermieden und stattdessen unterschiedliche Messpunkte genutzt werden sollten.
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