Fachbuch, 2020
167 Seiten
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Relevanz der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
1.3 Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit
1.4 Abgrenzung
1.5 Gliederung / Aufbau der Arbeit
2 KLASSISCHE ORGANISATIONSTHEORIEN
2.1 Organisationen
2.2 Die Traditionelle Organisation
3 UNTERSUCHUNG UNTERNEHMENSUMFELD - Identifikation der treibenden Parameter
3.1 DEMOGRAFIE
3.2 DIGITALISIERUNG
3.3 DIE GENERATION Y – Ein Portrait
4 SOZIOKRATIE
4.1 Einführung Soziokratie
4.2 Begriff Soziokratie
4.3 Die Geschichte und Entwicklung der Soziokratie
4.4 SKM – Soziokratische KreisorganisationsMethode
5 SOZIOKRATIE ALS ORGANISATIONALE GESTALTUNGSFORM
5.1 Die SKM als konstruktiver Gestaltungsrahmen in Bezug auf die Anforderungen der Demografie
5.2 Die SKM als konstruktiver Gestaltungsrahmen in Bezug auf die Anforderungen der Digitalisierung
5.3 Die SKM als konstruktiver Gestaltungsrahmen in Bezug auf die Anforderungen der Generation Y
6 DISKUSSION
6.1 Beantwortung der Forschungsfragen
6.2 Ableitungen für die Praxis
6.3 Limitation der Untersuchung (Methodenkritik)
7 Weiterführende Überlegungen – Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht, ob klassische Organisationsstrukturen den Herausforderungen einer komplexen, digitalisierten Umwelt sowie den veränderten Erwartungshaltungen junger Generationen gewachsen sind. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die Soziokratische KreisorganisationsMethode (SKM) einen funktionalen und zeitgemäßen Gestaltungsrahmen bietet, um Resilienz und Zusammenarbeit in Unternehmen zu stärken.
Digitalisierung erfordert ein neues Rollendenken
Die durch fortschreitende Digitalisierung bedingte Steigerung der Komplexität, führt zu einer nur begrenzten Beherrschbarkeit und Kontrollmöglichkeit der Systemabläufe und -inhalte durch einzelne Akteure. Unerwartet auftretende Störungen sind nur durch ein gezieltes und vernetztes Wissensmanagement, welches Qualifikation, Kompetenzen und Erfahrungswissen verbindet, zu bewältigen (Hirsch-Kreinsen et al., 2015).
Zuboff (1988, zit. n. Hirsch-Kreinsen et al., 2015) fand heraus, dass die steigende Verfügbarkeit von Informationen und die hohen Veränderungsdynamiken zu nachhaltigen Strukturveränderungen der Arbeit und den der Arbeit zugrundeliegenden Beziehungen führen. Hirsch-Kreinsen et al. (2015) verweisen auf eine Aussage von Kagermann, einem Visionär der Industrie 4.0, und beschreiben, dass die Arbeitsinhalte für einzelne Mitarbeitende zunehmen und diese vermehrt als Erfahrungsträger, Entscheider und Koordinatoren fungieren werden. Sie sprechen von einer nachhaltigen Transformation der Unternehmens- und Prozessstrukturen. In dieser Annahme verweisen sie darauf, dass sich zentralisierte Muster der Arbeitsorganisation umbauen, dezentralisieren und flexibilisieren werden, wodurch Organisationen entstehen, die aus locker vernetzten, qualifizierten und gleichberechtigten Akteuren bestehen. Als zentrales Merkmal wird angenommen, dass es in dieser Organisationsform keine konkret abgestimmten und vordefinierten Aufgaben für einzelne Mitarbeitende mehr gibt, sondern vielmehr eine flexible, situationsbestimmte sowie selbstorganisierte Arbeitsteilung. Weiterhin werden Beschäftigte zunehmend vernetzt, wodurch diese immer mehr raum- und zeitungebunden in unterschiedlichen (temporären) Projekten und Wissensdomänen arbeiten können (ebd.).
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung sowie die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 KLASSISCHE ORGANISATIONSTHEORIEN: Beschreibt die Grundlagen funktionaler, traditioneller Organisationsstrukturen und deren Fokus auf Hierarchie und Top-down-Steuerung.
3 UNTERSUCHUNG UNTERNEHMENSUMFELD - Identifikation der treibenden Parameter: Analysiert die Treiber Demografie, Digitalisierung und Generation Y als Herausforderungen für moderne Unternehmen.
4 SOZIOKRATIE: Führt in die Soziokratie ein und erläutert die Soziokratische KreisorganisationsMethode (SKM) inklusive ihrer vier Basisprinzipien.
5 SOZIOKRATIE ALS ORGANISATIONALE GESTALTUNGSFORM: Prüft die Eignung der SKM gegenüber den in Kapitel 3 identifizierten Anforderungen im Vergleich zu klassischen Modellen.
6 DISKUSSION: Beantwortet die Forschungsfragen, gibt praktische Handlungsempfehlungen und reflektiert die Untersuchungsmethodik.
7 Weiterführende Überlegungen – Schlussfolgerung: Reflektiert die kulturellen Voraussetzungen für einen Wandel zur Soziokratie und zieht ein abschließendes Fazit.
Soziokratie, SKM, Organisation, Digitalisierung, Generation Y, Demografie, Resilienz, Systemdenken, Selbstorganisation, Konsentprinzip, Führung, Agilität, Wissensmanagement, Transformation, Unternehmensumfeld.
Die Arbeit untersucht, ob klassische Organisationsstrukturen den Anforderungen einer modernen, vernetzten Arbeitswelt noch gerecht werden und ob soziokratische Ansätze eine effektive Alternative zur Erhöhung der Resilienz bieten.
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Folgen der Digitalisierung und die spezifischen Werte sowie Arbeitserwartungen der Generation Y.
Die Forschungsfrage lautet, ob klassische Hierarchiestrukturen zeitgemäß sind und inwieweit die Soziokratische KreisorganisationsMethode (SKM) eine konstruktive Organisationsform darstellt.
Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Literaturarbeit, die eine Analyse von Anforderungen durch das Unternehmensumfeld mit der Funktionsweise der SKM abgleicht.
Der Hauptteil identifiziert treibende Veränderungsparameter aus dem Unternehmensumfeld und stellt diese den Prinzipien der Soziokratie gegenüber, um deren Eignung als Gestaltungsrahmen zu verifizieren.
Die Generation Y wird durch eine hohe Affinität zu digitalen Netzwerken, den Wunsch nach Mitbestimmung, Feedback und Sinnhaftigkeit sowie die kritische Haltung gegenüber starren Hierarchien charakterisiert.
Sie wird aufgrund ihrer starren Hierarchie, Top-down-Entscheidungsstruktur und mangelnden Anpassungsfähigkeit gegenüber der zunehmenden Komplexität in der sogenannten VUCA-Welt kritisiert.
Es ermöglicht Entscheidungen, die auf sachlichen Einwänden basieren, verhindert einseitige Machtausübung und bindet das Wissen aller Beteiligten ein, was die Anpassungsfähigkeit der Organisation erhöht.
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