Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Charakteristika des Systems
2.2 Rollendefinition der beteiligten Akteure
2.3 Arten der Machtdistribution
3 Theoretisches Grundgerüst der Unternehmensführung
3.1 Agency Theorie
3.2 Resource-Dependence Theorie
4 Initiatoren der Machtkonzentration
4.1 Machtverhältnisse des CEO vs. Chairman
4.2 Explizite Determinanten
4.3 Implizite Determinanten
5 Implikationen auf die Unternehmung
5.1 Methodische Messung von Performance und Risiko
5.2 Situative Vorteilhaftigkeit der Distributionsarten
5.3 Organisation
6 Diskussion
6.1 Implikationen für die Wissenschaft
6.2 Implikationen für die Praxis
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Machtverhältnisse zwischen CEO und Chairman innerhalb des anglo-amerikanischen Corporate-Governance-Systems, um ein Framework zu entwickeln, das Machtfaktoren und deren Auswirkungen auf die Unternehmung operationalisiert und kritisch bewertet.
2.1 Charakteristika des Systems
Kulturelle Einflüsse wie die Werteorientierung am Individualismus determinieren indirekt die starke Orientierung am Shareholder Value (vgl. Crossland & Hambrick, 2007). Folglich prägen nationalspezifische Hintergründe etablierte Corporate Governance Praktiken, die letztlich sowohl simple Rollendefinitionen als auch spezifische Machtverteilung im System bestimmen.
Es resultiert die Notwendigkeit der Reflektion der spezifischen Gegebenheiten des Systems. Sie determinieren die Art der Finanzierungs- und Eigentümerstrukturen und spiegeln historische, politische und sozio-ökonomische Erwartung eines Landes an seine Unternehmen (vgl. Painter-Morland, 2013). Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Machtdistribution im anglo-amerikanischen System der Corporate Governance, welches nun dargestellt wird.
One-Tier-Board. Im Gegensatz zum gängigen System der Unternehmensführung in Deutschland, handelt es sich bei der Institutionenanordnung im amerikanischen Wirtschaftsraum um ein monistisches System (vgl. Shleifer & Vishny, 1997). Es wird auf die explizite Trennung von Vorstand als ausführende Gewalt und Aufsichtsrat als kontrollierende Gewalt verzichtet. Vorhanden ist ein einzelnes BoD, welches sich durch die Vereinnahmung von „inside directors“, als Angestellte des Unternehmens, und „outside directors“ als Top Manager externer Herkunft, auszeichnet (vgl. Johnson, 1996).
1 Einleitung: Definiert das Forschungsinteresse an der bisher vernachlässigten Rolle des Chairmans und den anglo-amerikanischen Kontext der Untersuchung.
2 Grundlagen: Charakterisiert das System der Unternehmensführung, definiert die Akteure (BoD, CEO, Chairman) und systematisiert die Arten der Machtverteilung.
3 Theoretisches Grundgerüst der Unternehmensführung: Legt das Fundament durch Agency Theorie und Resource-Dependence Theorie zur Analyse von Machtverteilungen.
4 Initiatoren der Machtkonzentration: Identifiziert explizite und implizite Treiber, die Macht bei CEO oder Chairman begünstigen oder zur Separation der Rollen führen.
5 Implikationen auf die Unternehmung: Analysiert die Wirkungen von Macht auf Unternehmensperformance, Risiko und die Organisationsstruktur.
6 Diskussion: Reflektiert die Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis sowie Implikationen für die weitere Forschung und Managementanwendung.
7 Fazit: Fasst das Framework zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Machtverhältnisse.
Unternehmensführung, Corporate Governance, CEO Power, Chairman Power, Duality, Separation, Agency Theorie, Resource-Dependence Theorie, Board of Directors, Machtdistribution, Management, Performance, Monitoring, Strategie, Unternehmensstruktur
Die Arbeit untersucht die Machtverhältnisse zwischen CEO und Chairman im anglo-amerikanischen System der Unternehmensführung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Machtinitiatoren, dem Vergleich von Führungsstrukturen (Duality vs. Separation) und den Folgen für den Unternehmenserfolg.
Ziel ist die Konstruktion eines Frameworks, das Machtquellen und deren Implikationen auf Unternehmensebene systematisch erfassbar macht.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung organisationstheoretischer Ansätze basiert.
Der Hauptteil analysiert, welche internen und externen Faktoren Machtkonzentration auslösen und wie diese Macht sich wiederum auf BoD-Komposition, Strategie und Performance auswirkt.
Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, CEO- bzw. Chairman-Power, Agency Theorie und Board-Struktur.
Die Literatur konzentrierte sich bisher stark auf den CEO, da dieser oft gleichzeitig den Vorsitz innehatte (Duality), wodurch eine eigenständige Machtanalyse des Chairmans als obsolet galt.
Es handelt sich um eine Form der Rollentrennung, bei der ein CEO-Chair den Vorsitz-Titel abtritt, was zu einer Revision der Corporate Governance führen kann.
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