Bachelorarbeit, 2015
88 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Kindertagesbetreuung im SGB VIII / KJHG
2.1. Bundesrecht
2.1.1. Verantwortung für die Kinder- und Jugendhilfe
2.1.2. SGB VIII und die Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen
2.2. Landesrecht am Beispiel des KitaG Rheinland-Pfalz
2.2.1. Allgemeine Bestimmungen
2.2.2. Angebote der Tagesbetreuung
2.2.3. Rechtsanspruch und Umfang
3. Landesprogramm Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an in Rheinland-Pfalz
3.1. Ausgangspunkt und Zielsetzung
3.2. Gelingensfaktoren und Stolpersteine
4. Kerninhalte des Landesprogrammes Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an
4.1. Chancengleichheit und Förderung
4.1.1. Ausbau der Betreuungsangebote für unter Dreijährige
4.1.2. Öffnung des Kindergartens für Zweijährige und Rechtsanspruch ab 2010
4.1.3. Letztes Kindergartenjahr für alle – Beitragsfreiheit für Eltern
4.2. Stärkung des Bildungsauftrages der Tageseinrichtungen für Kinder
5. Entwicklung und Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz am Beispiel der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz)
5.1. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 20.08.2009
5.2. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 10.05.2011
5.3. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 17.11.2011
5.4. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 22.08.2012
5.5. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 17.04.2013
5.6. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 25.11.2013
5.7. Situation in Frankenthal zum Stand der Bedarfsplanung vom 18.11.2014
6. Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, inwieweit der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in der Praxis umgesetzt wird. Am Beispiel der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz) analysiert die Autorin hierzu systematisch die Bedarfsplanungen des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe für den Zeitraum von 2009 bis 2014, um den Entwicklungsstand und die Versorgungssituation gegenüber den gesetzlichen Vorgaben zu bewerten.
2.1.1. Verantwortung für die Kinder- und Jugendhilfe
Kindheit und Jugend spielen sich heute an anderen Orten und in anderen Settings ab als früher. Anders, als vor zwei oder drei Jahrzehnten, wachsen die Kinder heute in Deutschland nicht mehr ausschließlich in der unregulierten privaten Sphäre von Familie, oder als Schulkinder im Sozialraum mit ihren Freunden auf. Sie spielen am Nachmittag nicht mehr relativ unbeaufsichtigt auf Spiel- und Bolzplätzen, in öffentlichen Räumen oder auf freiem Gelände. Kindheit und Jugend spielen sich heute anderenorts ab. Viele Prozesse des Aufwachsens finden gegenwärtig zumeist außerhalb der eigenen vier Wände statt. Die Kinder des 21. Jahrhunderts erleben keine reine Familienkindheit mehr. Bereits im zweiten oder dritten Lebensjahr betritt eine stetig steigende Anzahl von Kindern die institutionalisierte Welt der Tagesbetreuung.
Es besteht eine zunehmende öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen. Schule wird immer häufiger zu einem Ganztagsbetrieb. Dieser prägt den Alltag der Kinder und Jugendlichen weit mehr, als früher die obligatorische Halbtagsschule. Schülerinnen und Schüler der Halbtagsschule sind anschließend im Hort oder haben außerschulisch geregelte Aktivitäten, wie Tanz, Sport, Musik oder Freizeitgruppe. Das öffentliche Bildungs- Betreuungs- und Erziehungswesen gewinnt an Bedeutung. Heranwachsende begegnen einer stetig wachsenden Anzahl an pädagogischen Profis, die sich werktags, vormittags wie nachmittags, am Wochenende, in den Ferien um sie kümmern, sie betreuen, erziehen, bilden, trainieren und therapieren.
1. Einleitung: Beschreibt den fundamentalen Umbruch der Kinderbetreuung in Deutschland und die wachsende Bedeutung frühkindlicher Bildung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Kindertagesbetreuung im SGB VIII / KJHG: Erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene, die die Basis für den Rechtsanspruch und die Jugendhilfe bilden.
3. Landesprogramm Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an in Rheinland-Pfalz: Detailliert das innovative Konzept des Landes, welches frühkindliche Förderung, Beitragsfreiheit und Qualitätsstandards miteinander verknüpft.
4. Kerninhalte des Landesprogrammes Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an: Vertieft die strategischen Schwerpunkte wie Chancengleichheit, Ausbau von U3-Angeboten und die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte.
5. Entwicklung und Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz am Beispiel der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz): Bietet eine detaillierte Analyse der lokalen Bedarfsplanungen über fünf Jahre, um die praktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in Frankenthal nachzuvollziehen.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bewertet den Umsetzungsgrad des Rechtsanspruchs und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Planung.
Bildungsanspruch, Bedarfsplanung, Kinderbetreuung, Kindertagesstätte, Rechtsanspruch, Rheinland-Pfalz, SGB VIII, Jugendhilfe, Ganztagsbetreuung, Frühe Förderung, Kindertagespflege, kommunale Selbstverwaltung, Versorgungsquote, Chancengleichheit.
Die Arbeit analysiert die praktische Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz in der kreisfreien Stadt Frankenthal unter Berücksichtigung der gesetzlichen und landesweiten Rahmenbedingungen.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen (SGB VIII), das Landesprogramm "Zukunftschance Kinder", die Methodik der kommunalen Bedarfsplanung sowie die tatsächliche Versorgungssituation von Kindern in verschiedenen Altersstufen.
Das Ziel ist es, den Stand der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz am Beispiel der Stadt Frankenthal durch eine detaillierte Auswertung der Bedarfsplanungen zwischen 2009 und 2014 zu evaluieren.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche zu den gesetzlichen Grundlagen sowie einer Dokumentenanalyse der lokalen Bedarfspläne der Stadt Frankenthal aus den Jahren 2009 bis 2014.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Gesetze und Landesprogramm) und einen Praxisteil, in dem die einzelnen Bedarfsplanungen der Stadt Frankenthal chronologisch analysiert und die Versorgungssituation sowie Kapazitätsentwicklungen dargestellt werden.
Wichtige Begriffe sind Rechtsanspruch, Bedarfsplanung, Kindertagesbetreuung, SGB VIII, Chancengleichheit und Rheinland-Pfalz.
Die Analysen zeigen, dass das Angebot für Kinder ab drei Jahren sehr komfortabel ist, während im Bereich der unter Dreijährigen (U3) im untersuchten Zeitraum jeweils noch Ausbaubedarf bestand und entsprechende Maßnahmen geplant wurden.
Die Bedarfsplanungen dienen als entscheidendes Steuerungsinstrument, um auf demografische Entwicklungen und Rechtsänderungen zu reagieren und den Ausbau von Betreuungsplätzen (wie Krippen oder geöffnete Gruppen) zielgerichtet voranzutreiben.
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