Bachelorarbeit, 2017
55 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema und dessen Relevanz
1.2 Zielsetzung und Methodik der Arbeit
2 Kerngedanken und –inhalte von Mergers & Acquisitions (M&A)
2.1 Chronologie von M&A Transaktionen
2.2 Der M&A Prozess im Ablauf
2.2.1 Vorbereitungsphase
2.2.2 Transaktionsphase
2.2.3 Integrationsphase
2.3 Die Merkmale von Investorgruppen
3 Chancen von M&A
3.1 Wesentliche Potentiale von M&A Transaktionen
3.1.1 Strategischer Faktor: Unternehmenswachstum
3.1.2 Reduktion des Wettbewerbs
3.1.3 Wertbeitrag durch den Erwerb von Know-How
3.1.4 Gezielte Vielfalt im Produktportfolio
3.2 Diversifizierung von M&A Aktivitäten – Beispiel: Die Oetker-Gruppe
3.2.1 Massenmarkt: Nahrungsmittel
3.2.2 Konsumgüter-Industrie: Getränke
3.2.3 Transport- und Logistikbranche: Schifffahrt
3.2.4 Financial Services: Bankwesen
4 Risiken von M&A
4.1 Zentrale Herausforderungen von M&A Transaktionen
4.1.1 Interessenkonflikte
4.1.2 Synergetische Risiken
4.1.3 Politische Einflüsse
4.2 Massenmarkt Lebensmittel – Beispiel: Edeka/Tengelmann
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob die Chancen für Unternehmen bei M&A-Transaktionen die damit verbundenen Risiken überwiegen, und analysiert unter Berücksichtigung globaler Rahmenbedingungen, wie diese Prozesse strategisch erfolgreich gestaltet werden können.
2.1 Chronologie von M&A Transaktionen
„Mergers & Acquisitions sind ein zyklisches Phänomen. Historisch treten sie stets in Wellen auf und verändern dabei nicht nur die organisatorische Struktur der beteiligten Unternehmen, sondern transformieren und Restrukturieren ganze Industrien.“4
Die erste Merger-Welle war in den Jahren um 1897 bis 1904 zu erkennen und war zunächst geographisch eher mit den Gebieten in den USA verbunden. Im Wesentlichen war diese Welle begründet u.a. durch die industrielle Revolution, eine hohe Kosten-Last in den Unternehmen sowie Überkapazitäten und die damit verbundenen Preissenkungen. Als Folge waren sodann mehrheitlich Zusammenschlüsse zunächst in horizontaler Richtung zu erkennen. In Folge dessen kam es zur Reduktion von Preisen, die den Markt weitreichend konsolidierten, so dass vermehrt monopolitische Strukturen die Oberhand am Markt gewannen. Dies hatte unmittelbar erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaften der beteiligen Unternehmen. Betroffen waren in etwa ein 15 % Anteil aller Mitarbeiter von Fabriken in der Industrie. Es kam damit zu einer hohen Konzentration von Unternehmen in der verarbeitenden Schwerindustrie.5
Die Zweite Merger-Welle begann 1916 und endete 1929. Die Zielsetzung dieser Fusionswelle war es, das einzelne Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen wollten, anhand schneller externer Zukäufer.6 Im Fokus dieser Entwicklung stand vornehmlich das schnelle externe Wachstum einzelner Unternehmen. Der Grund für die sogenannten „Roaring Twenties“ war der wirtschaftliche Aufschwung im Zusammenhang mit einer hohen Frequenz von technologischen Weiterentwicklungen, die die Unternehmen vor erhebliche und neue Herausforderungen stellte, durch Verabschiedung von neuen Antitrust-Gesetzen stand vor allem die vertikale Integration von Übernahmen im Vordergrund. Die betroffenen Branchen in dieser Zeit waren vorwiegend Banken, Versorger, Nahrungsmittel, Chemie und Bergbau. Das Ende dieser Fusionswelle wurde durch einen schwerwiegenden Börsencrash eingeleitet und ist bis heute noch durchaus unter dem Namen „Black Friday“ präsent. Auf diesen Börsencrash folgte die ebenso geschichtsträchtige Weltwirtschaftskrise.7
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität von M&A-Transaktionen ein, erläutert deren wachsende Bedeutung im globalisierten Marktumfeld und definiert das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Kerngedanken und –inhalte von Mergers & Acquisitions (M&A): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von M&A-Wellen, erläutert die verschiedenen Phasen des Transaktionsprozesses und klassifiziert die Charakteristika unterschiedlicher Investorgruppen.
3 Chancen von M&A: Der Fokus liegt hier auf den wesentlichen Potenzialen wie Unternehmenswachstum, Wettbewerbsreduktion, dem Erwerb von Know-How und der strategischen Diversifizierung, illustriert durch Beispiele der Oetker-Gruppe.
4 Risiken von M&A: Hier werden die Herausforderungen wie Interessenkonflikte, synergetische Risiken und politische Einflüsse analysiert, ergänzt durch das Fallbeispiel der geplanten Edeka/Tengelmann-Transaktion.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, stellt fest, dass die Chancen bei gut geführten Transaktionen überwiegen, betont jedoch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Due Diligence und eines aktiven Wissensmanagements.
M&A, Mergers & Acquisitions, Due Diligence, Unternehmenswachstum, Synergien, Diversifizierung, Post Merger Integration, Interessenkonflikte, Transaktionsprozess, Globalisierung, Strategische Investoren, Finanzinvestoren, Unternehmenskultur, Marktmacht, Kartellrecht
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Chancen und Risiken bei M&A-Transaktionen im Kontext globaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Die Themen umfassen den M&A-Prozess, die verschiedenen Investorentypen, strategische Wachstumsziele, Diversifizierungsstrategien sowie die Risikobewertung bei Unternehmenszusammenschlüssen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die potenziellen Vorteile von M&A-Transaktionen für Unternehmen die zu erwartenden Risiken in der Praxis überwiegen.
Die Beantwortung der Forschungsfrage erfolgt durch eine theoretische Aufarbeitung auf Basis ausgewählter Fachliteratur sowie durch die Analyse praxisnaher Beispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen M&A-Prozesse, eine detaillierte Betrachtung der Wachstumschancen und eine kritische Auseinandersetzung mit Transaktionsrisiken und Interessenkonflikten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Due Diligence, Synergien, Post Merger Integration und Strategische Diversifizierung geprägt.
Strategische Investoren fokussieren auf langfristige Marktpositionierung und Synergien, während Finanzinvestoren primär an Rendite durch Wertsteigerung und späteren Wiederverkauf (Exit) interessiert sind.
Die Politik fungiert als Rahmensetzer (z.B. Kartellrecht, EU-Richtlinien) und kann durch direkte Einflussnahme, wie im Fall Edeka/Tengelmann, den Erfolg von Transaktionen maßgeblich beeinflussen.
Sie dient als umfassende Unternehmensanalyse zur Ermittlung entscheidungsrelevanter Informationen; ihre Qualität entscheidet maßgeblich darüber, ob Synergiepotenziale realisiert oder Risiken frühzeitig erkannt werden können.
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