Diplomarbeit, 2006
117 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Die Fans
2.1 Motivationsgrundlagen von Fans
2.2 Identifikation
3 Fanclubs in Deutschland
3.1 Definitionen und Merkmale
3.2 Wandel der Fußballkultur und einsetzende Kommerzialisierung
3.3 Entwicklung der Fanclubs
3.3.1 Die Bedeutung der Kommerzialisierung des Fußballs auf die Fanclubs
3.3.2 Ökonomische Ziele und die Möglichkeiten zur Kundengewinnung und -bindung
3.3.2.1 Leistungs- und Produktpolitik
3.3.2.2 Preispolitik
3.3.2.3 Kommunikationspolitik
3.3.2.4 Distributionspolitik
4 Die verschiedenen Organisationsformen und Bestandteile der Leistungskataloge von Fanclubs aus dem Bereich Fußball
4.1 Fanclubs europäischer Spitzenvereine
4.2 Fanclubs von Nationalmannschaften
4.3 Fanclub DFB
4.3.1 Die Entstehung des Fanclub DFB und die Ziele
4.3.2 Der Leistungskatalog und die gebotenen Services
4.4 Mitgliederpotenzial in Deutschland
5 Die Untersuchungsmethode
5.1 Auswahl und Begründung der Untersuchungsmethode
5.2 Die Choice-Based Conjoint Analyse
5.2.1 Grundidee
5.2.2 Ablauf
5.2.2.1 Wahl der Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen
5.2.2.2 Erhebungsdesign
5.2.2.3 Schätzung der Nutzenwerte
5.2.2.4 Ermittlung von Zahlungsbereitschaften mit CBC/LC
5.3 Die dynamische Choice-Based Conjoint Analyse
6 Durchführung der Fanbefragung
6.1 Vorgehen bei der empirischen Untersuchung
6.2 Psychographische Konstrukte
7 Auswertung der Konsumentenbefragung
7.1 Latent Gold Choice
7.2 Stichprobe
7.2.1 Bereinigung der Daten
7.2.2 Zusammensetzung der Stichprobe
7.2.3 Weitere Ergebnisse
7.2.4 Schätzung der optimalen Segmentanzahl
7.3 Güte der Ergebnisse
7.4 Beschreibung der Segmente
7.4.1 Segment 1
7.4.2 Segment 2
7.4.3 Segment 3
7.5 Bestimmung des optimalen Leistungskatalogs
7.5.1 Teilnutzenwerte
7.5.2 Relative Wichtigkeiten
7.6 Zahlungsbereitschaften
7.6.1 Interpretation der Ergebnisse
8 Implikationen und Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial für die Mitgliederakquisition und -bindung beim Fanclub der deutschen Fußballnationalmannschaft. Das primäre Ziel ist es, den derzeit angebotenen Leistungskatalog auf Optimierungspotenziale zu prüfen und Vorschläge zur Verbesserung der Attraktivität für bestehende sowie potenzielle Mitglieder zu entwickeln, wobei der Fokus auf Preissensibilität und Leistungskomponenten liegt.
Die dynamische Choice-Based Conjoint Analyse
Probleme bei der Ermittlung und insbesondere bzgl. der Validität der ermittelten Zahlungsbereitschaften können allerdings auch im Rahmen der CBC auftreten. Ist bspw. der von einem Konsumenten empfundene Gesamtnutzen für die betrachteten Produkte stets höher, als der Nutzen der Nicht-Wahl-Option, so liegt seine „wahre Zahlungsbereitschaft“ höher, als der höchste, in der Untersuchung verwendete, Preislevel. Dies hat zur Folge, dass der Konsument im Verlauf der Befragung nie die Nicht-Wahl-Option wählt, da seine Zahlungsbereitschaft durch die Ausprägungen der Eigenschaft Preis nicht angemessen erfasst wird. Daraus resultiert, dass die Eigenschaft Preis nur eine geringe Bedeutung für den Gesamtnutzen eines Produktes hat, was dazu führt, dass der geschätzte Parameter einen niedrigen absoluten Wert aufweist. Berechnet man nun die Nutzenwerte in Geldeinheiten für die einzelnen Eigenschaftsausprägungen, kann dies zu sehr hohen Nutzenwerten führen. Somit ergibt sich dann auch für die Zahlungsbereitschaft ein entsprechend hoher Wert.
Genau gegenteilig stellt sich die Problematik dar, wenn die Zahlungsbereitschaft des Konsumenten unter dem minimalen Preislevel liegt. In einem solchen Fall wird sich der Konsument während der Befragung stets für die Nicht-Wahl-Option entscheiden. Dies kann dann dazu führen, dass der geschätzte Parameter für die Nicht-Wahl-Option sehr hoch ist und somit die ermittelte Zahlungsbereitschaft sehr gering oder sogar negativ.
Somit ist eines der größten Probleme bei der Bestimmung von Zahlungsbereitschaften mittels der „normalen“ Form der CBC die Festsetzung des minimalen und maximalen Preislevels. Diese müssen im Vorfeld der Untersuchung mittels der Durchführung von Expertengesprächen oder aufbauend auf alten Untersuchungsergebnissen möglichst exakt bestimmt werden, um sicher zu stellen, dass der empfundene Gesamtnutzen für die betrachteten Produkte mindestens einmal höher (bzw. niedriger), als der Nutzen der Nicht-Wahl-Option ist.
1 Einleitung: Beschreibt die Entstehung des Fanclub Nationalmannschaft und legt das Ziel der Arbeit fest, Optimierungspotenziale des Leistungskatalogs zu identifizieren.
2 Die Fans: Analysiert theoretische Grundlagen zur Motivation und Identifikation von Fußballfans, um verschiedene Fan-Typen und deren Anforderungen besser zu verstehen.
3 Fanclubs in Deutschland: Erläutert die Definition, den Wandel der Fußballkultur durch Kommerzialisierung sowie ökonomische Ziele und Vermarktungsstrategien von Fanclubs.
4 Die verschiedenen Organisationsformen und Bestandteile der Leistungskataloge von Fanclubs aus dem Bereich Fußball: Präsentiert eine Bestandsaufnahme von Fanclub-Strukturen und -leistungen im In- und Ausland als Basis für die eigene Untersuchung.
5 Die Untersuchungsmethode: Begründet die Wahl der Choice-Based Conjoint Analyse und führt in das Konzept der dynamischen Variante zur präzisen Erhebung von Zahlungsbereitschaften ein.
6 Durchführung der Fanbefragung: Beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung über die Homepage des Fanclubs sowie die Nutzung psychographischer Konstrukte zur Segmentierung.
7 Auswertung der Konsumentenbefragung: Dokumentiert die statistische Analyse der Umfragedaten, die Identifikation von Kundensegmenten und die Bestimmung von Nutzenwerten sowie Zahlungsbereitschaften.
8 Implikationen und Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für den DFB zur Steigerung der Mitgliederbindung und Attraktivität.
Fanclub, Fußball, DFB, Mitgliederakquisition, Mitgliederbindung, Choice-Based Conjoint Analyse, CBC, Zahlungsbereitschaft, Erlebnismarketing, Identifikation, Konsumentenbefragung, Leistungskatalog, Sportmarketing, Preissensibilität, Segmentierung.
Die Arbeit analysiert, wie der Fanclub der deutschen Fußballnationalmannschaft seine Attraktivität durch einen optimierten Leistungskatalog steigern kann, um Mitglieder langfristig zu binden und neue Fans zu gewinnen.
Im Zentrum stehen Fan-Motivation, die ökonomischen Aspekte von Fanclubs, moderne Methoden der Präferenzanalyse sowie die praktische Untersuchung von Leistungskomponenten wie Ticketing, Merchandising und Online-Services.
Das Ziel ist es, Empfehlungen zur Verbesserung des Leistungskatalogs zu erarbeiten, basierend auf einer Analyse der Präferenzen und Zahlungsbereitschaften der Fans.
Die Autor setzt eine spezielle, dynamische Variante der Choice-Based Conjoint Analyse (CBC) ein, um das Konsumentenverhalten in Auswahlentscheidungen realistisch abzubilden.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung von Fanclubs, der Marktanalyse europäischer Vergleichsbeispiele, dem Design der empirischen Studie und der Auswertung der Befragungsdaten mittels Latent Class Modellen.
Die zentralen Begriffe sind Fanclub-Management, Mitgliederakquisition, Zahlungsbereitschaft, Choice-Based Conjoint Analyse und Sportmarketing.
Bei der dynamischen Variante verändert sich der Preis innerhalb des Fragebogens basierend auf den vorherigen Auswahlentscheidungen der Probanden, um die individuelle Zahlungsbereitschaft genauer "einzukreisen".
Sie ermöglicht den Befragten, kein Produkt zu wählen, wenn ihnen keines der Angebote zusagt, was essenziell ist, um einen Nullpunkt auf der Nutzenfunktion zu bestimmen und so reale Zahlungsbereitschaften überhaupt berechnen zu können.
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