Examensarbeit, 2006
131 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
II. KINDERTHEOLOGIE
A. Begriffsklärung
1. Lexikalische Definition
2. Eigene Definition
B. Entstehungsgeschichte
1. Geschichtliche Hintergründe
2. Kinderphilosophie
3. Ein Perspektivwechsel zur Subjektorientierung
4. Jahrbuch der Kindertheologie
C. Theorie der Kindertheologie:
a) Gemeinsamer Grundsatz der Kindertheologie
b) Spezifische Leistungen/ neue Inhalte
2. Theologie mit Kindern
a) 7 didaktische Grundtypen
b) Kommunikationsebenen
3. Theologie für Kinder
4. Ziele
5. Methoden
a) Die Frage als pädagogisches Konzept
b) Rolle und Aufgaben des Lehrers
D. Kritik
1. Kindertheologie als Vorbild für die Theologie?
2. Ist Kindertheologie in der Schule überhaupt möglich?
a) Martens’ Variante für den Schulunterricht
b) Grundlagen im Lehrplan
3. Kritik
4. Kindertheologie als Methode dieser Examensarbeit!
III. TODESVORSTELLUNGEN VON KINDERN
A. Einleitung
B. Kindliche Todesvorstellungen
1. Phasen
2. Bedingungsfaktoren
C. Praktischer Teil
1. Organisatorische Vorbereitung der empirischen Untersuchung
2. Zur Gruppe und zu den einzelnen Kindern
3. Methodisches Vorgehen
a) Bilder
b) Gruppen- oder Einzelgespräch?
c) Qualitatives Interview
4. Kinderbilder
a) Fragestellung
b) Äußere Umstände
c) Material
d) Ablauf/ Verhalten/ Besonderheiten
e) Methodik der Auswertung:
f) Analyse der einzelnen Kinderbilder:
5. Interviews
a) Äußere Umstände
b) Vorüberlegungen
c) Ablauf/ Verhalten/ Besonderheiten
d) Methodik der Auswertung
e) Analyse der Kinderinterviews in Verbindung mit den Bildern
D. Kindertheologien zum Tod
IV. THEOLOGIE DES TODES
A. Verbindung von Leben und Tod
1. Der Mensch und sein Tod
2. Die Bedeutung des Todes im Leben des Menschen
B. Der natürliche Tod
C. Leib- Seele- Trennung
D. Endentscheidungshypothese
E. Tod und Sünde
1. Tod als Folge der Sünde
2. Tod als Folge der persönlichen Todsünde
F. Tod und Auferstehung Jesu Christi
G. Gott- Mensch- Beziehung im Tod
H. Die Vorstellung des ewigen Lebens als Vollendung im Zustand des „Bei- Gott- Seins“
V. AUSWERTUNG DER ARBEIT
A. Vergleich der Kindertheologien mit der katholischen Theologie
B. ‚Todestheologie- im Unterricht der Grundschule?’
VI. SCHLUSSBETRACHTUNG
VIII. ANHANG
A. Eine Stunde im November
B. Kinderbilder + Texte
1. Jens
2. Laura
3. Maria
a) Der Friedhof
b) Die Kreuzigung
4. Lena
5. Diana
6. Tobias
7. Nadine
a) Der Dot
b) Die Beerdigung
C. Kinderinterviews
1. Jens
2. Laura
3. Maria
4. Lena
5. Diana
6. Tobias
7. Nadine
D. Lehrplanbezug/ Vernetzung
Ziel dieser Arbeit ist es, durch einen Vergleich zwischen den Kindertheologien und der katholischen Theologie herauszufinden, ob die Todesvorstellungen von Kindern mit theologischen Positionen korrelieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Kinder als aktive, reflektierende Subjekte ihrer Religion betrachtet werden können und welche Impulse sich daraus für den Religionsunterricht in der Grundschule ergeben.
C. Theorie der Kindertheologie:
Mit Kindern theologisieren ist immer religiöses Lernen. Dieses religiöse Lernen sollte immer ein am Kind orientiertes Lernen sein. Das Kind mit seinen Gedanken, Fragen, Erfahrungen und Gefühlen steht im Mittelpunkt. Es wird als Subjekt und aktiver Gestalter seiner religiösen Lebensgeschichte wahrgenommen. Es ist anzumerken, dass es bei dieser pädagogischen Subjektorientierung nicht um eine kindliche Ichbezogenheit geht, sondern darum, dass der Erwachsene die theologischen Gedanken des Kindes ernst nimmt. Es geht darum, dass der Unterricht nicht mehr aus deduktiver Wissensvermittlung besteht und dem Kind der Eindruck vermittelt wird, dass alles Wissenswerte schon erforscht ist und das Kind die Unterrichtsinhalte nur noch auswendig lernen muss. Sondern wichtig ist, dass jedes Kind durch aktive Teilnahme das Wissen neu entdecken, selber erarbeiten und sich aneignen kann. So wird man auch den unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht, die die Kinder in Erfahrungen, Wissen und Glauben mitbringen.
Doch wie sieht nun Kindertheologie aus? Kinder können und sollen eigene theologische Fragen hervorbringen, dadurch wird theologisches Denken in Bewegung gesetzt. Sie sollen selbständig Antworten darauf finden und diese erproben und gegebenenfalls verändern. Kinder sollen sich mit Inhalten der christlichen Lehre auseinandersetzen und eigene Deutungen finden. "Innerhalb solcher Lernprozesse kommen die Kinder zu tastenden Erprobungen eigener Rede von Gott bzw. eigenen bildnerischen Ausdrucks ihrer Gottesvorstellungen." Der Grundsatz der Kindertheologie ist es, dass das Kind zu eigenen theologischen Einsichten kommt. Diese sind ernst und (besonders wichtig) auch beim Wort zu nehmen. Das fällt meist schwer, da Kinder häufig ihre Gedanken erfahrungsbezogen formulieren und sie hinter bildhaften Konstrukten verstecken. Häufig vermischen sich Gedanken auch mit Gefühlen, die sie bei bestimmten Themen ergreifen (dies ist auch gut so!) und so rutscht der eigentliche Gedanke manchmal ein wenig in den Hintergrund.
II. KINDERTHEOLOGIE: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kindertheologie, beleuchtet ihre Entstehungsgeschichte, ihre theoretischen Grundlagen (Theologie von/mit/für Kinder) sowie die Rolle des Lehrers und die angewandten Methoden.
III. TODESVORSTELLUNGEN VON KINDERN: Der Fokus liegt auf der empirischen Untersuchung, in der Kinder durch das Malen von Bildern und anschließende qualitative Interviews ihre Vorstellungen vom Tod zum Ausdruck bringen.
IV. THEOLOGIE DES TODES: Hier werden zentrale theologische Konzepte wie die Verbindung von Leben und Tod, der natürliche Tod, die Leib-Seele-Trennung und die Endentscheidungshypothese aus katholischer Sicht dargestellt.
V. AUSWERTUNG DER ARBEIT: Das letzte inhaltliche Kapitel vergleicht die im empirischen Teil gewonnenen Erkenntnisse über kindliche Vorstellungen mit der wissenschaftlichen katholischen Theologie und diskutiert die Konsequenzen für den Grundschulunterricht.
Kindertheologie, Todesvorstellungen, Grundschule, Religionsunterricht, Kinderzeichnungen, Qualitatives Interview, Subjektorientierung, Katholische Theologie, Jenseits, Endentscheidungshypothese, Leib-Seele-Trennung, Sterben, Kinderfragen, Religiöse Erziehung, Identitätsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie Kinder den Tod wahrnehmen und theologisch verarbeiten, indem sie deren Vorstellungen mit dem wissenschaftlich-katholischen Verständnis vergleicht.
Die zentralen Felder sind die Kindertheologie als religionspädagogischer Ansatz, die kindliche Wahrnehmung von Tod und Endlichkeit sowie die theologischen Grundfragen zum Tod.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kinder als eigenständige Theologen agieren können und dass ihre Todesvorstellungen eine ernstzunehmende Grundlage für einen kindgerechten Religionsunterricht bilden.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus einem bildnerischen Ausdrucksauftrag für die Kinder und anschließenden, auf dem sokratischen Gespräch basierenden, nicht-standardisierten Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kindertheologie, eine Darstellung der empirischen Ergebnisse aus einer Kommunionsgruppe und eine systematische Gegenüberstellung dieser Ergebnisse mit der katholischen Theologie.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kindertheologie, Subjektorientierung, kindliche Todesvorstellungen, qualitative Bildanalyse und die Verbindung von Leben und Tod.
Die Kreativität dient als Ausdrucksmittel, um komplexe und abstrakt schwer fassbare Todesvorstellungen nonverbal zu externalisieren, was den Kindern eine produktive Distanz und theologisches Nachdenken ermöglicht.
Durch gezielte, nicht-suggestive Fragen und die Einbettung in einen sokratischen Dialog unterstützt die Autorin die Kinder dabei, ihre bildhaften und erfahrungsbasierten Vorstellungen in einen theologischen Reflexionsprozess zu überführen.
Die Arbeit zeigt, dass kindliche Vorstellungen zum großen Teil mit der katholischen Theologie vereinbar sind, auch wenn Kinder die Konzepte oft in eine eigene, kindgerechte und naturnahe Sprache übersetzen.
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