Diplomarbeit, 1998
84 Seiten, Note: 1,0
1. VORBEMERKUNGEN
2. EINLEITUNG
3. SPRACHKONTAKT
3.1. BILINGUALISMUS
3.2. DIGLOSSIE
3.3. CODE-SWITCHING
4. ENGLISCH UND SPANISCH IM INTERNET
5. GRÜNDE SPRACHLICHER ENTLEHNUNGEN
5.1. SPRACHLICHE URSACHEN
5.2. AUßERSPRACHLICHE URSACHEN
6. ARTEN SPRACHLICHER ENTLEHNUNGEN
6.1. INNERES LEHNGUT
6.1.1. LEHNÜBERSETZUNG
6.1.2. LEHNÜBERTRAGUNG
6.1.3. LEHNBEDEUTUNG
6.2. ÄUßERES LEHNGUT
6.2.1. GRAPHISCHE EBENE
6.2.2. MORPHOLOGISCHE EBENE
6.2.3. GEBRAUCHSEBENE
7. ENGLISCHER EINFLUß AUF DIE STANDARDSPRACHE
8. EMPIRISCHE STUDIE
8.1. LISTE ENGLISCHER ENTLEHNUNGEN INS SPANISCHE
8.2. ABKÜRZUNGEN
9. SCHLUßFOLGERUNG
10. LITERATURVERZEICHNIS
10.1. ALLGEMEIN
10.2. LARED
10.3. EL PAÍS
10.4. CYBER SPANGLISH LIST
10.5. ON-LINE WÖRTERBÜCHER UND GLOSSARE
11. RESUMEN
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Englischen auf die spanische Computersprache, insbesondere im Kontext des Internets, um zu klären, inwieweit das Spanische durch englische Entlehnungen tatsächlich verdrängt wird.
3. Sprachkontakt
Man kann mit großer Sicherheit behaupten, daß es auf dieser Welt keine Sprache gibt, die sich in einer solchen Abgeschiedenheit befindet, daß sie nicht dem Kontakt mit anderen benachbarten, oder auch weiter entfernten, ausgesetzt ist. Für Einar Haugen ist es nur eine Frage des Isolationsgrades, ob und wann sich eine neue Sprache entwickelt, oder eine andere aufhört zu existieren. Demnach entwickeln besonders solche Völker neue Sprachen, die sich in unwirtlichen Gegenden niederlassen können, ohne von benachbarten Stämmen gestört oder beeinflußt zu werden. Eine solche Sprachsituation kann gesehen werden als
“[…] process of gradual and unconscious differentiation of language over a period of time [which] is one of the most characteristic features of language […] People who do not communicate with each other simply drift apart.” (Haugen 1969: 105).
Es entstehen eigenständige Sprachen, wenn sich Völker und Kulturen voneinander entfernen und den Kontakt zu Nachbarn abbrechen. Rücken Sprachgruppen jedoch enger zusammen, würde das schlußendlich zur Aufgabe einiger Sprachen zugunsten anderer führen. Auch wenn solche Überlegungen nur hypothetischer Natur sein können, will ich nicht leugnen, daß sich Sprachen in Kontakt gegenseitig beeinflussen – wenn auch nicht unbedingt so drastisch. Das Bild von einer isolierten Sprachgemeinschaft muß jedoch in unserer modernen Welt als veraltet angesehen werden und ich stimme mit Sánchez Macarro ein, die sagt, daß
1. VORBEMERKUNGEN: Hier werden methodische Aspekte der Arbeit, wie die Zitierweise nach Harvard und die Verfügbarkeit der Diplomarbeit, dargelegt.
2. EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung des englischen Einflusses auf das Spanische unter Berücksichtigung kultureller, wirtschaftlicher und technischer Faktoren, insbesondere durch das Internet.
3. SPRACHKONTAKT: Es werden die theoretischen Grundlagen des Sprachkontakts, Bilingualismus, Diglossie und Code-Switching erörtert.
4. ENGLISCH UND SPANISCH IM INTERNET: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Internets als englischsprachige Domäne und analysiert Statistiken zur Internetnutzung in spanischsprachigen Regionen.
5. GRÜNDE SPRACHLICHER ENTLEHNUNGEN: Die Ursachen für Entlehnungen werden in sprachliche und außersprachliche Kategorien unterteilt und psychologische Aspekte wie Snobismus diskutiert.
6. ARTEN SPRACHLICHER ENTLEHNUNGEN: Hier erfolgt eine systematische Einteilung in inneres und äußeres Lehngut mit einer detaillierten Erläuterung der verschiedenen Unterformen.
7. ENGLISCHER EINFLUß AUF DIE STANDARDSPRACHE: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle sprachpflegerischer Institutionen und die Reaktionen auf Anglizismen im spanischen Sprachraum.
8. EMPIRISCHE STUDIE: Der Hauptteil der Arbeit präsentiert die Analyse der gesammelten computerspezifischen Entlehnungen aus dem Magazin LaRed und der Zeitung El País.
9. SCHLUßFOLGERUNG: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei das Fazit gezogen wird, dass der englische Einfluss in der Computersprache deutlich geringer ist, als oft in der öffentlichen Diskussion angenommen.
10. LITERATURVERZEICHNIS: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen, Webseiten und Wörterbücher.
11. RESUMEN: Eine spanischsprachige Zusammenfassung der gesamten Diplomarbeit.
Sprachkontakt, Anglizismen, Computersprache, Internet, Bilingualismus, Diglossie, Lehnübersetzung, Lehngut, Sprachwandel, Code-Switching, LaRed, El País, Informationstechnologie, Sprachpflege, Spanisch.
Die Arbeit analysiert den Einfluss des Englischen auf die spanische Computersprache am Beispiel des Internets und untersucht, ob dieser Einfluss eine tatsächliche Bedrohung für das Spanische darstellt.
Die zentralen Themen sind Sprachkontaktphänomene wie Bilingualismus und Diglossie, die Kategorisierung von Entlehnungsarten sowie die empirische Analyse von Computersprache in spanischsprachigen Medien.
Das Ziel ist es, die tatsächliche Durchdringung der spanischen Sprache durch Anglizismen im IT-Bereich quantitativ und qualitativ zu bestimmen und die Debatte um die "Verdrängung" des Spanischen kritisch zu hinterfragen.
Der Autor nutzt einen korpuslinguistischen Ansatz, bei dem er Daten aus dem Internetmagazin LaRed und der Zeitung El País sammelt, diese nach formalen Kriterien (inneres/äußeres Lehngut) kategorisiert und statistisch auswertet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe von Entlehnungen, unterteilt diese in verschiedene Kategorien und führt eine umfassende empirische Studie durch, die in einer alphabetischen Liste englischer Entlehnungen mündet.
Die wichtigsten Begriffe sind Sprachkontakt, Anglizismen, Internet, Computersprache, Lehnübersetzung, Diglossie und Code-Switching.
Der Autor stellt fest, dass die meisten der in dieser Liste aufgeführten "Spanglish"-Begriffe in seinem professionellen Korpus (LaRed/El País) nicht nachweisbar sind und somit eher auf inoffizielle Konversationen im Süden der USA zurückzuführen sind.
Die Studie zeigt überraschend, dass der Anteil echter Anglizismen (äußeres Lehngut) in den untersuchten fachspezifischen Texten sehr gering ist (zwischen 0,5 % und 1 %), weshalb der Autor die häufige Sorge vor einer Überfremdung des Spanischen für übertrieben hält.
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