Diplomarbeit, 2004
71 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Junge Zielgruppen
2.1 Segmentierung nach dem Alter
2.1.1 Besonderheiten in Abgrenzung zu erwachsenen Zielgruppen
2.1.2 Babys und Kleinkinder
2.1.3 Vorschulkinder
2.1.4 Schoolkids
2.1.5 Pre-Teens
2.1.6 Teens
2.2 Einflussfaktoren des Lifestyles
2.2.1 Familie
2.2.2 Schule
2.2.3 Peer-Groups
2.3 Marktpotenzial junger Konsumenten
2.3.1 Kinder als unmittelbarer Kaufentscheider
2.3.2 Kinder als Kaufbeeinflusser der Eltern
2.3.3 Kinder als Konsumenten von morgen
2.4 Schutz von Minderjährigen
2.4.1 Werbekompetenz
2.4.2 Rechtlicher Rahmen
3. Kommunikationsinstrumente
3.1 Klassische Kommunikation
3.1.1 TV
3.1.2 Print
3.1.3 Rundfunk
3.1.4 Kino
3.2 Direktmarketing
3.2.1 Werbesendungen
3.2.2 Telefon/Fax
3.2.3 Internet
3.2.4 E-Mail
3.2.5 Mobile
3.2.6 Clubs
3.2.7 Klassische Medien als Direktwerbemedien
3.3 Sonstige Below-the-line-Kommunikation
3.3.1 Event-Marketing
3.3.2 Public Relation
3.3.3 Point of Sale
3.3.4 Productplacement
3.3.5 Licensing
3.3.6 Sponsoring
4. Schlussbemerkung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien moderner Kinder-Marketing-Aktivitäten. Ziel ist es, die Heterogenität junger Zielgruppen zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine intelligente Kombination aus klassischer Werbung und Direktmarketing-Maßnahmen sowie der Berücksichtigung der psychologischen und soziologischen Einflussfaktoren langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können.
2.1.1 Besonderheiten in Abgrenzung zu erwachsenen Zielgruppen
Eigentlich müsste es der Traum schlechthin sein, Werbung für Kinder zu machen. Sie sind der Werbung aufgeschlossen und quäken im zartesten Alter Jingles nach. Schon Säuglinge beobachten Markensymbole und zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr können Kleinkinder bereits zielsicher den Mercedesstern vom Ferraripferd und den dazugehörigen Automobilen unterscheiden. Und außerdem war man schließlich selbst mal Kind und damit Zielgruppe. Werbung für Kids sollte somit kein Problem sein, oder?
Natürlich waren alle mal jung, aber die aktuelle Generation unterscheidet sich grundlegend von allen vorangegangenen Generationen. Die heutigen Kinder werden früher groß, bzw. reif als ihre Vorgänger. Dieses sich schleichend entwickelnde Phänomen nennt man Akzeleration und konnte in den letzten Jahrzehnten beobachtet werden. Die Konsequenz hieraus ist eine verkürzte Kind- und Jugendphase. Was für einen 9-jährigen Jungen vor 10 Jahren noch toll war, ist heute für einen Jungen im selben Alter Babykram. Außerdem lässt sich die Jugend in immer kleinere Untergruppen, sowohl nach dem Alter als auch immer mehr nach dem Lebensstil segmentieren. Dies ist unter dem Begriff Fragmentierung bekannt. In diesem Zusammenhang ist häufig vom magischen Dreieck, also Musik, Mode und Sport die Rede, die ganz entscheidend die Lebensstile prägen. Und die jungen Zielgruppen grenzen sich ganz bewusst in ihren Lebensphasen ab und betonen ihre Eigenständigkeit, was man Konturierung nennt.
Die Kids verfügen über mehr Kaufkraft, nutzen alle nur erdenklichen Medien und sind dadurch besser informiert. Da sie quasi mit der Maus in der Hand zur Welt kommen, finden sie sich sowohl on- wie offline bestens zu recht. Außerdem sind sie durch ihre Handys 24 h an 365 Tagen im Jahr erreichbar und erwarten Reaktionen sofort. Deshalb gibt es für sie den bei erwachsenen Zielgruppen gern als Werbehindernis bemühten Begriff Informationsüberlastung nicht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Kinder-Marketings in gesättigten Märkten und definiert das Ziel, die Heterogenität der jungen Zielgruppen zu untersuchen.
2. Junge Zielgruppen: Dieses Kapitel analysiert detailliert die verschiedenen Alterssegmente, Lifestyle-Faktoren wie Familie und Peer-Groups sowie das Marktpotenzial und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Werbung bei Kindern.
3. Kommunikationsinstrumente: Hier werden die verschiedenen Kommunikationskanäle, von klassischer TV-Werbung über Internet und Mobile-Marketing bis hin zu Event-Marketing und Sponsoring, im Hinblick auf ihre Eignung für junge Zielgruppen evaluiert.
4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft, in der Qualität, Dialog und Verständnis für die Sprache der Jugend entscheidend für den Marketingerfolg sein werden.
Kinder-Marketing, junge Zielgruppen, Direktmarketing, Peer-Groups, Markenkompetenz, Konsumverhalten, Werbekompetenz, Jugendmarketing, Markenprägung, Below-the-line, Internet, Mobile-Marketing, Kinder-Clubs, Mediennutzung, Kommunikation.
Die Arbeit analysiert die Kommunikationsstrategien von Unternehmen gegenüber Kindern und Jugendlichen, wobei der Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen klassischer Werbung und Direktmarketing-Methoden liegt.
Die zentralen Themen sind die Segmentierung junger Zielgruppen nach Alter und Lifestyle, das Marktpotenzial als Kaufentscheider, der Schutz Minderjähriger und die Effektivität verschiedener Kommunikationsinstrumente.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die komplexe Zielgruppe „Kind“ zu schaffen und Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen diese Zielgruppe erfolgreich und verantwortungsbewusst ansprechen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Marktforschungsdaten (z.B. KidsVerbraucherAnalyse, Shell Jugendstudie), ergänzt durch Praxisbeispiele und eigene Beobachtungen der Autorin.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Zielgruppen (Alter, Familie, Peer-Groups), den rechtlichen Rahmen und eine umfangreiche Darstellung verschiedener Kommunikationsinstrumente von TV bis zum Sponsoring.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kinder-Marketing, Werbekompetenz, Peer-to-Peer-Marketing, Markenbindung und mediale Sozialisation charakterisieren.
Es bezieht sich auf Musik, Mode und Sport, die als entscheidende Faktoren den Lebensstil junger Zielgruppen prägen und somit für eine authentische Markenansprache essenziell sind.
Die Peer-Group fungiert als zentrale Instanz für soziale Bestätigung. Opinion-Leader innerhalb dieser Gruppen setzen Trends, die von den restlichen Mitgliedern (Anhängern) übernommen werden.
Während bei Schulkindern noch ein Bedarf an detaillierten Informationen besteht, verlangen Pre-Teens nach emotionaler, unterhaltender Werbung, die ihren Lifestyle und ihre Idole widerspiegelt.
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