Bachelorarbeit, 2006
43 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN DER STRATEGISCHEN HANDELSPOLITIK
3 PROBLEME DER STRATEGISCHEN HANDELSPOLITIK
3.1 FREIHANDEL ALS REFERENZMODELL
3.2 DAS GEFANGENENDILEMMA
3.3 DAS ZOLLSPIEL AM BEISPIEL EINER NICHT-KOOPERATION
3.4 DER MEHRLÄNDERFALL AM BEISPIEL DER ZOLLUNION
4 EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE GATT/WTO
5 DIE WELTHANDELSRUNDEN DER GATT/WTO
5.1 THEORETISCHE BETRACHTUNG
5.2 WELTHANDELSRUNDEN ALS TWO-LEVEL-GAMES
5.3 STRATEGIEN IN ZOLLSENKUNGSVERHANDLUNGEN
5.4 ERFOLGE DER NEUN WELTHANDELSRUNDEN
6 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Welthandelsrunden der GATT/WTO unter dem Aspekt der strategischen Handelspolitik. Ziel ist es zu analysieren, warum trotz der theoretischen Optimalität des Freihandels protektionistische Maßnahmen existieren und wie multilaterale Verhandlungen dazu beitragen können, das spieltheoretische Gefangenendilemma der beteiligten Nationen zu überwinden, um eine wohlfahrtssteigernde Kooperation zu ermöglichen.
3.2 Das Gefangenendilemma
Die Aufgabe besteht im Folgenden in der Betrachtung strategischer Interventionsmöglichkeiten der Regierungen. Das pay-off eines jeden Spielers, hier der Regierungen, ist sowohl von den eigenen Handlungen als auch von den Handlungen seines Gegners abhängig. Aus einer übergeordneten Perspektive ergeben sich drei mögliche Ergebnisse aus der Politiksetzung der Länder:
Eine erste Möglichkeit ergibt sich bei Protektion des eigenen Marktes und gleichzeitig liberalen Märkten anderer Länder. Für das protektionistisch verhaltende Land ergeben sich, im internationalen Vergleich, Vorteile für die eigenen Unternehmen und so die eigene Wohlfahrt.
Verhalten sich die partizipierenden Länder protektionistisch bezüglich der eigenen Märkte erzeugt dies ein zweites Ergebnis. Die Folge ist hierbei, dass sich kein Unternehmen im Exportmarkt festigen kann, da keine Größenvorteile zu realisieren sind. In diesem Fall ist die Konkurrenz gering und die Kosten liegen sehr hoch.
Die dritte Möglichkeit liegt in der Vereinbarung aller Länder, vom Protektionismus abzusehen. Alle Beteiligten stellen sich so besser als im reinen Protektionismusregime, jedes Land muss jedoch auch der Versuchung widerstehen, Vorteile durch unilaterale Zollsetzung zu erzielen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Handelsliberalisierung, Darstellung des Freihandels als Referenzmodell und Einordnung der strategischen Handelspolitik als Auslöser für das Gefangenendilemma.
2 GRUNDLAGEN DER STRATEGISCHEN HANDELSPOLITIK: Erläuterung der Neuen Handelspolitik, in der Regierungen durch staatliche Eingriffe in oligopolistischen Märkten versuchen, nationale Wohlfahrtsvorteile auf Kosten anderer zu erzielen.
3 PROBLEME DER STRATEGISCHEN HANDELSPOLITIK: Detaillierte Analyse des Gefangenendilemmas und der Zollproblematik unter Betrachtung von Freihandel, unilateralem Protektionismus und dem Sonderfall der Zollunion.
4 EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE GATT/WTO: Vorstellung der institutionellen Rahmenbedingungen des GATT und der WTO, inklusive der grundlegenden Prinzipien wie Nichtdiskriminierung und Reziprozität.
5 DIE WELTHANDELSRUNDEN DER GATT/WTO: Theoretische und spieltheoretische Interpretation der Handelsrunden (Two-Level-Games) sowie ein Überblick über die verschiedenen Verhandlungsstrategien und historischen Erfolge der bisherigen Runden.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach multilaterale Handelsvereinbarungen essentiell sind, um Ineffizienzen durch strategische Alleingänge zu vermeiden, wenngleich neue Herausforderungen durch Schlupflöcher in der WTO-Rahmensetzung bestehen bleiben.
Strategische Handelspolitik, Freihandel, Gefangenendilemma, GATT, WTO, Zollunion, Two-Level-Games, Handelsliberalisierung, Protektionismus, Reziprozität, Nichtdiskriminierung, Terms-of-Trade, Welthandelsrunden, Spieltheorie, Zollsenkungen.
Die Arbeit analysiert, warum Länder im internationalen Handel trotz der Vorteile des Freihandels häufig protektionistische Maßnahmen ergreifen und welche Rolle die GATT/WTO dabei spielt, diese Blockaden zu lösen.
Zentrale Themen sind die strategische Handelspolitik, spieltheoretische Modelle wie das Gefangenendilemma, die Dynamik von Zollunionen sowie die institutionelle Ausgestaltung multilateraler Verhandlungen im Rahmen der WTO.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie multilaterale Verhandlungsrunden eine Kooperation zwischen den Nationen ermöglichen können, um Handelsbarrieren abzubauen und global wohlfahrtsoptimale Ergebnisse zu erzielen.
Die Arbeit stützt sich primär auf spieltheoretische Analysen, wie die Auszahlungsmatrix des Gefangenendilemmas und die Modellierung von Reaktionsfunktionen bei Zollspielen, ergänzt durch eine Literaturanalyse zur Handelspolitik.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, den aus strategischer Interaktion resultierenden Dilemmata, dem Zollspiel sowie einer institutionellen und empirischen Betrachtung der GATT/WTO-Handelsrunden.
Die wichtigsten Begriffe sind Strategische Handelspolitik, Gefangenendilemma, Multilateralismus, GATT/WTO, Terms-of-Trade-Effekte und die Two-Level-Game-Theorie nach Putnam.
Der handelsschaffende Effekt verbessert die Wohlfahrt durch den Abbau von Handelshemmnissen zwischen Mitgliedern, während der handelsumlenkende Effekt die Wohlfahrt mindern kann, indem effizientere Importe aus Drittstaaten durch teurere Importe aus dem Partnerland ersetzt werden.
Obwohl multilaterale Runden zögerlich vorankommen, bieten sie durch die Bündelung von Themen (Angebotspaketen) einen breiteren Verhandlungsspielraum, der es den Akteuren ermöglicht, Kompromisse zu finden und eine Zersplitterung des Welthandelssystems zu vermeiden.
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