Examensarbeit, 2006
70 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Handlungs- und produktionsorientierter Deutschunterricht
1.1 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
1.2 Merkmale
1.3 Verfahren
1.4 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische und geistige Entwicklung
2. Märchen
2.1 Begriffsklärung
2.2 Merkmale des Volksmärchens
2.3 Märchen im Deutschunterricht einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische und geistige Entwicklung
3. Planung der Unterrichtseinheit
3.1 Die Lerngruppe
3.2 Lernvoraussetzungen der Schüler
3.3 Ziele der Unterrichtseinheit
3.4 Aufbau der Unterrichtseinheit
3.5 Überlegungen zur Sache
3.6 Didaktische Überlegungen
3.7 Methodische Überlegungen
4. Dokumentation und Reflexion ausgewählter Unterrichtssequenzen
4.1 „Wir erleben das Märchen ‚Hänsel und Gretel’ mit allen Sinnen“
4.2 „Wir spielen das Märchen ‚Hänsel und Gretel’ mit Stabpuppen“
4.3 „Wir sagen den Märchenfiguren unsere Meinung“
5. Gesamtreflexion und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Eignung handlungs- und produktionsorientierter Verfahren im Deutschunterricht für eine 5. Klasse einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische und geistige Entwicklung, um den Schülern einen ganzheitlichen Zugang zur Literatur zu ermöglichen.
1.2 Merkmale
Das primäre Ziel des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts besteht vor allem darin, die Lust am Lesen und an der Literatur zu wecken und zu fördern. Aufgrund dessen stellt das Unterrichtskonzept die Ganzheitlichkeit des Lernens in den Vordergrund. Die Schüler sollen nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit den Händen, mit den Gefühlen und allen Sinnen am Unterricht beteiligt sein (vgl. Jank & Meyer 1994, 355). Kopf- und Handarbeit, so betonen es Jank und Meyer (1994) sollen dabei in dynamischer Wechselwirkung zueinander stehen.
Auf diese Weise werden nicht nur der kognitive Lerntyp, sondern auch die eher praktisch begabten Schüler angesprochen. Insbesondere für langsame Lerner ist das aktive Handeln und sinnliche Erfassen eines literarischen Textes unerlässlich, weil nur so eine intensive und individuelle Auseinandersetzung stattfinden kann und dank aktiver und produktiver Verfahren die innere Vorstellungskraft der Schüler gefördert wird.
An einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperlich-motorische und geistige Entwicklung sind Aspekte wie Lernen mit allen Sinnen und eine Individualisierung von Unterricht äußerst relevant, da so den Interessen und Fähigkeiten der heterogenen Schülerschaft angemessen Rechnung getragen werden kann.
Als ein weiteres Merkmal propagiert der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht die Selbsttätigkeit der Kinder (vgl. Haas 1994, 18). Ein literarischer Text soll dabei eigenständig bearbeitet werden, indem die Schüler diesen mit eigenen Texten ergänzen, ihn umgestalten, bildlich illustrieren oder inszenieren. Der Lehrer übernimmt die Funktion des Lernberaters.
1. Handlungs- und produktionsorientierter Deutschunterricht: Definition und theoretische Begründung eines Konzepts, das durch aktives Handeln und den Einsatz der Sinne traditionelle Textanalysen ergänzt.
2. Märchen: Wissenschaftliche Klärung der Gattung Volksmärchen und deren pädagogischer Wert für Förderschüler aufgrund einfacher Strukturen und hoher Sinnfälligkeit.
3. Planung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Analyse der Lerngruppe, der Ziele und des didaktisch-methodischen Aufbaus der Unterrichtsreihe zu „Hänsel und Gretel“.
4. Dokumentation und Reflexion ausgewählter Unterrichtssequenzen: Ausführliche Fallstudien zu drei spezifischen Unterrichtsbausteinen, die den Schülern einen handelnden Zugang zum Märchen ermöglichen.
5. Gesamtreflexion und Ausblick: Kritische Würdigung der Unterrichtseinheit sowie Fazit zur Fragestellung der Eignung handlungsorientierter Verfahren an der Förderschule.
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Literaturunterricht, Märchen, Förderschule, körperlich-motorische Entwicklung, geistige Entwicklung, Ganzheitliches Lernen, Lerngruppe, Unterrichtsplanung, Stabpuppentheater, Sprachförderung, Medien, Empathie, Sinnliches Lernen, Differenzierung.
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit zum Märchen „Hänsel und Gretel“ in einer 5. Klasse einer Förderschule und evaluiert den Einsatz handlungs- und produktionsorientierter Methoden.
Die Arbeit verknüpft literaturdidaktische Konzepte mit sonderpädagogischen Anforderungen, insbesondere dem Lernen mit allen Sinnen und der individuellen Förderung.
Ziel ist es, den Schülern durch handelnden und kreativen Umgang mit Märchen einen Zugang zur Literatur zu ermöglichen und dabei ihre Sprach- und Schriftsprachkompetenz zu erweitern.
Die Arbeit basiert auf einer handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsmethodik, die durch Fallbeispiele und Reflexionen der durchgeführten Sequenzen evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung, eine detaillierte Unterrichtsplanung sowie die ausführliche Dokumentation und Reflexion spezifischer Unterrichtssequenzen.
Zu den Kernbegriffen zählen handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Märchen, Förderschule, Ganzheitliches Lernen sowie die Förderung individueller Entwicklungsbedürfnisse.
Es dient als Methode, um den Schülern ein konkretes Betätigungsfeld zu bieten, in dem sie ihre Interpretation des Märchens szenisch ausdrücken und soziale Schlüsselqualifikationen wie Kooperation einüben können.
Durch den Einsatz von Bild-Wort-Karten, Hilfskärtchen mit Antwortalternativen und die Begleitung durch Lehrkraft und pädagogische Mitarbeiter wurde sichergestellt, dass jeder Schüler gemäß seiner Möglichkeiten am Unterricht teilnehmen konnte.
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