Examensarbeit, 2006
128 Seiten, Note: 2,0
I. EINLEITUNG
II. BASISWISSEN ZUM KONFLIKTBEGRIFF
1. BEGRIFFSBESTIMMUNG UND EINGRENZUNG DES „SOZIALEN KONFLIKTES“
1.1 ALLGEMEINE DEFINITION
1.2 ENTSTEHUNG
1.3 ABGRENZUNG: WAS IST KEIN SOZIALER KONFLIKT?
2. ZU DEN URSACHEN VON KONFLIKTEN
2.1 ZUR TYPOLOGIE SOZIALER KONFLIKTE
2.1.1 Der soziale Rahmen
2.1.2 Konfliktarten
2.2 DARSTELLUNG VON KONFLIKTURSACHEN: DAS EISBERGMODELL
2.3 EMOTIONEN UND AGGRESSIONEN
2.4 TYPISCHE URSACHEN FÜR KONFLIKTE IN DER GRUNDSCHULE
2.4.1 Äußere Bedingungen
2.4.2 Die Gestaltung des Unterrichts
2.4.3 Die Rolle des Lehrers
2.4.4 Die Heterogenität der Schüler
2.5 TYPISCHE KONFLIKTE IM KLASSENZIMMER
2.5.1 Konflikte unter Kindern
2.5.2 Konflikte zwischen Lehrern und Kindern
3. ZUR DYNAMIK VON KONFLIKTEN
3.1 LERNPROZESSE UND AUFBAU VON VERHALTENSMUSTERN
3.2 SEELISCHE VERÄNDERUNGEN IM VERLAUFE EINES KONFLIKTES
3.3 EFFEKTE DES KONFLIKTVERHALTENS
4. ZUR ESKALATION VON KONFLIKTEN NACH FRIEDRICH GLASL
4.1 BASISMECHANISMEN DER ESKALATIONSDYNAMIK
4.2 SCHWELLEN DER ESKALATION
4.3 DAS ESKALATIONSMODELL
4.4 DIE STUFEN DER ESKALATION
5. ZUM UMGANG MIT KONFLIKTEN
5.1 ALLTÄGLICHE GRUNDMUSTER DER KONFLIKTBEARBEITUNG
5.2 EINFLÜSSE DER ALTERSSTUFE AUF DAS VERHALTEN IN KONFLIKTSITUATIONEN
5.2.1 Die Stufentheorie von Lawrence Kohlberg
5.2.2 Das Modell der sozialen Perspektivübernahme nach Robert Selman
5.2.3 Untersuchung der Konzepte von Streit von Renate Valtin
5.3 MÖGLICHKEITEN DES UMGANGS MIT KONFLIKTEN IN DER GRUNDSCHULE
5.3.1 Herkömmliche Methoden der Konfliktaustragung
5.3.2 Zum konstruktiven Umgang mit Konflikten
5.3.3 Merkmale einer konstruktiven Bearbeitung von Konflikten
5.3.3.1 Die präventive Konfliktbehandlung
5.3.3.2 Die interventive Konfliktbehandlung
5.3.3.3 Die kurative Konfliktbehandlung
III. MEDIATION ALS MEDIUM DER KONSTRUKTIVEN KONFLIKTLÖSUNG
1. GRUNDLAGEN DES MEDIATIONSKONZEPTES
1.1 ALLGEMEINE BEGRIFFSDEFINITION
1.2 HISTORISCHE WURZELN VON MEDIATION
2. DAS VERFAHREN
2.1 DER MEDIATOR
2.1.1 Aufgaben und Voraussetzungen
2.1.2 Techniken der Gesprächsführung
2.1.3 Kommunikationsrichtungen während des Mediationsgesprächs
2.2 DAS SETTING
2.3 DIE REGELN DER MEDIATION
2.4 DAS GESPRÄCH
2.4.1 Die wichtigsten Schritte des Mediationsverfahrens
2.4.1.1 Vorphase
2.4.1.2 Das Mediationsgespräch
2.4.1.3 Umsetzungsphase
IV. MEDIATION UND SCHULE
1. GRUNDSÄTZLICHE BEDINGUNGEN
1.1 EINSATZ VON MEDIATION IN DER SCHULE
1.2 RAHMENBEDINGUNGEN
2. KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG
2.1 CHANCEN UND VORTEILE VON MEDIATION GEGENÜBER ANDEREN VERFAHREN DER KONFLIKTLÖSUNG
2.2 GRENZEN VON MEDIATION
3. ZUM EINSATZ VON MEDIATION IN DER GRUNDSCHULE
3.1 GEWALTFREIE KONFLIKTAUSTRAGUNG IN DER GRUNDSCHULE NACH JAMIE WALKER
3.1.1 Kennen lernen und Auflockern
3.1.2 Förderung des Selbstwertgefühls
3.1.3 Kommunikation
3.1.3.1 Beobachten und wahrnehmen
3.1.3.2 Sich verbal und nonverbal ausdrücken
3.1.3.3 Zuhören und sich mitteilen
3.1.3.4 Gefühle wahrnehmen, mit Gefühlen umgehen
3.1.3.5 Ergänzung: Giraffen- und Wolfssprache – den Wechsel von Perspektiven üben
3.1.4 Kooperation
3.1.5 Geschlechtsbezogene Interaktion
3.1.6 Gewaltfreie Konfliktaustragung
3.2 DAS STREITSCHLICHTERPROGRAMM NACH KARIN JEFFERYS-DUDEN
3.2.1 Unterrichtseinheit 1: Einführung in die Schlichtung
3.2.2 Unterrichtseinheit 2: Konfliktlösungen
3.2.3 Unterrichtseinheit 3: Schlichterkenntnisse und –fähigkeiten
3.2.4 Unterrichtseinheit 4: Gefühle erkennen, benennen, vergleichen
3.2.5 Unterrichtseinheit 5: Schlichtungsablauf
3.2.6 Unterrichtseinheit 6: Erfolgskontrolle
V. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential von Mediation als Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung in der Grundschule. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit dieses Verfahren den Umgang mit Konflikten im Schulalltag verbessern und sich positiv auf das Sozialverhalten der Kinder auswirken kann, indem sie befähigt werden, Streitigkeiten friedlich und eigenständig zu lösen.
2.4.1 Äußere Bedingungen
Oft entspricht der Arbeitsplatz des Schülers im Klassenraum und Schulgebäude nicht den kindlichen Bedürfnissen. Die Kinder müssen meist stundenlang auf ihren Plätzen verharren und können ihrem Bewegungsdrang nicht nachkommen. Im Klassenraum fehlt es an Platz, um den Kindern durch wechselnde Sitzordnung Abläufe zu erleichtern. Gerade das Aufstehen und Wechseln von Blickwinkeln ist aber für Schüler wichtig. Nur so können sie sich in der Gruppe bewegen, mit verschiedenen Freunden und Klassenkameraden in Kontakt treten und sind nicht nur auf ihren Sitzplatz und ihren Sitznachbarn beschränkt.
Um Konflikte zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, den Schülern eine angenehme Lernatmosphäre zu ermöglichen. Äußere Bedingungen wie viel Licht, Heizung, Lüftung sowie Sonnen- und Lärmschutz sollten selbstverständlich sein. Aber auch die Gestaltung des Klassenraumes trägt zum Wohlbefinden des Schülers bei. Wechselnde Sitzordnungen, gute Sicht zur Tafel und körpergerechte Tische und Stühle sind wichtige Faktoren. Zum Wohlfühlen gehört jedoch auch, dass Kinder „ihrem“ Raum eine eigene Note geben dürfen. Es sollte Platz geben, um Bilder der Schüler aufzuhängen und persönliche Dinge zum Beispiel in Fächern ablegen zu können.
Nicht nur der Klassenraum, sondern das gesamte Schulgelände spielt für Kinder im Schulalltag eine große Rolle. Gerade in Pausen sollten Schüler genügend Raum und Platz haben, ihren Bedürfnissen nach zu kommen. Platz zum Laufen, Spielen und Austoben ist hier ebenso wichtig, wie Möglichkeiten sich zurück zu ziehen, um abschalten zu können. Getrennte Schulhöfe sind hier eine gute Möglichkeit, diesen Bedürfnissen nach zu kommen: Ein Spielhof mit Klettergeräten und Freiräumen sowie ein Ruhehof mit Sitzgelegenheiten. So können die Kinder ausgelastet in den Unterricht zurückkehren, was das friedliche Miteinander fördert.
I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Schule als Lebensraum und verdeutlicht die Notwendigkeit von sozialem Lernen und konstruktiver Konfliktlösung, da diese als fester Bestandteil des kindlichen Alltags erkannt werden müssen.
II. BASISWISSEN ZUM KONFLIKTBEGRIFF: Dieses Kapitel definiert den sozialen Konflikt, analysiert dessen Ursachen und Dynamik sowie Eskalationsstufen nach Glasl und evaluiert verschiedene Methoden der Konfliktbehandlung, einschließlich präventiver und kurativer Ansätze.
III. MEDIATION ALS MEDIUM DER KONSTRUKTIVEN KONFLIKTLÖSUNG: Es wird das Mediationskonzept vorgestellt, inklusive der Rolle des Mediators, dem Ablauf der Sitzung und den notwendigen Gesprächstechniken, um eine einvernehmliche Win-Win-Lösung zu erreichen.
IV. MEDIATION UND SCHULE: Dieser Teil untersucht kritisch die Voraussetzungen für den Einsatz von Mediation im schulischen Kontext, stellt konkrete Programme wie das von Jamie Walker oder Karin Jefferys-Duden vor und reflektiert Vor- und Nachteile sowie Grenzen des Verfahrens.
V. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion, in der die Mediation als sinnvolle, aber anspruchsvolle Alternative zu traditionellen Disziplinierungsmethoden bewertet wird, um eine demokratische Streitkultur in der Grundschule zu fördern.
Mediation, Konfliktlösung, Grundschule, Sozialverhalten, Gewaltprävention, Streitschlichtung, Konfliktdynamik, Eskalationsmodell, Konfliktfähigkeit, soziale Kompetenz, Giraffensprache, Wolfssprache, Schüler, Lehrer, Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Mediationsverfahren als konstruktive Methode zur Bewältigung von Konflikten im Grundschulalltag.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Konfliktursachen, der Analyse von Eskalationsstufen, der Vermittlung sozialer Kompetenzen und der praktischen Anwendung von Mediationsmodellen in Schulen.
Ziel ist es zu erörtern, ob und wie Mediation dazu beitragen kann, den Umgang mit Konflikten nachhaltig zu verbessern und das Sozialverhalten der Kinder positiv zu beeinflussen.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung einschlägiger Theorien (z.B. Glasl, Kohlberg, Selman, Walker) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung des Konfliktbegriffs, eine detaillierte Vorstellung der Mediationsverfahren sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Anwendung im Schulalltag.
Mediation, Konfliktlösung, Grundschule, Gewaltprävention, Streitschlichtung, Konfliktdynamik und soziale Kompetenz sind zentrale Begriffe.
Das Alter bzw. der Stand der sozialen Entwicklung bestimmt, wie Kinder Konflikte wahrnehmen und lösen; die Arbeit nutzt Modelle von Kohlberg, Selman und Valtin, um diese altersgemäßen Unterschiede zu erklären.
Diese metaphorische Unterscheidung dient dazu, Kindern die Wirkung von Kommunikation zu verdeutlichen: Die Wolfssprache steht für destruktive, bewertende Kommunikation, während die Giraffensprache für achtsames, bedürfnisorientiertes Ausdrucksverhalten steht.
Der Mediator ist als neutraler Moderator zu verstehen, der nicht urteilt, sondern durch spezielle Techniken (wie Spiegeln oder Pendeln) den Streitenden hilft, selbst eine eigenständige und tragfähige Lösung zu finden.
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