Diplomarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Genossenschaft als relevante Unternehmensform
2.1 Die Genossenschaft und ihre begriffliche Abgrenzung vom Konzern
2.2 Die global vernetzte Genossenschaft
2.3 Die Interne Service Organisation einer Genossenschaft
3 Grundlagen der Beschaffung von Dienstleistungen
3.1 Organisatorische Grundlagen der Beschaffung
3.1.1 Funktionen des Einkaufs innerhalb einer Internen Serviceorganisation
3.1.2 Zentraler versus dezentraler Einkauf
3.1.3 Lokaler und globaler Einkauf
3.2 Grundlagen globaler Beschaffungsstrategien
3.2.1 Global Sourcing
3.2.2 Outsourcing und Offshoring
3.2.3 Multisourcing
4 Chancen und Risiken des Multisourcing
4.1 Wirtschaftliche und politische Einflussfaktoren
4.2 Der Sarbanes Oxley Act als gesetzlicher Einflussfaktor
4.3 Vergleichbare Gesetzgebungen in der EU
5 Entwicklung und Implementierung einer Multisourcing Beschaffungsstrategie
5.1 Betrachtung der Unternehmensvision und Mission
5.1.1 Einbettung einer Beschaffungsstrategie in die Unternehmensstrategie
5.1.2 Zielbildung
5.2 Bedarfsanalyse einer Genossenschaft
5.2.1 Unternehmensumfeldanalyse
5.2.2 Unternehmensanalyse zur Ermittlung von Kernkompetenzen
5.2.3 SWOT-Analyse einer Multisourcing Strategie am Beispiel des IT-Bereiches
5.3 Strategieformulierung
5.3.1 Global Sourcing Optionen
5.3.2 Einbindung des Lieferanten
5.3.3 Aufstellung der Kosten für Multisourcing
5.3.4 Organisatorische Anpassungen
5.4 Umsetzung und Kontrolle einer Multisourcing Strategie
5.4.1 Verfahrenstechniken der Anbietersuche am Beispiel eines Request for Proposal
5.4.2 Anbieterauswahl unter Verwendung einer Kosten-Nutzen-Analyse
5.4.3 Vertragsverhandlungen und Entwicklung einer Due Dilligence
5.4.4 Ein Service Level Agreement als Instrument der Qualitätssicherung
5.4.5 Die Contract Scorecard als Instrument des Service Level Managements
5.4.6 Die Standardisierungshilfe ITIL für ein erfolgreiches Service Level Management
6 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Entwicklung einer strategischen Multisourcing-Konzeption für globale Genossenschaften ab, um deren Wettbewerbsfähigkeit durch die optimale Nutzung interner und externer Ressourcen zu steigern und gleichzeitig die spezifischen Anforderungen der Mitgliederförderung zu wahren.
3.2.1 Global Sourcing
Global Sourcing leitet sich von dem Begriff Globalisierung ab, den das Gabler Wirtschaftslexikon als eine „[…] Form der Strategie eines grenzüberschreitend tätigen Unternehmens (globale Unternehmung), bei der Wettbewerbsvorteile weltweit mittels Ausnutzung von Standortvorteilen (internationale Standortpolitik) und Erzielung von Economies of Scale aufgebaut werden sollen […]“ beschreibt.
Global Sourcing wird häufig als die Beschaffung des günstigsten Produkts auf dem Weltmarkt beschrieben. Im Sinne der Beschaffungsstrategie bedeutet das die effiziente Nutzung weltweiter Ressourcen und internationaler Bezugsquellen. Die internationale Beschaffung ist somit ein strategisches Element zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Praktisch geht Global Sourcing oft mit Multiple Sourcing einher. Der Abnehmer hat für jedes Produkt oder jede Dienstleistung einen oder mehrere günstige Anbieter am Weltmarkt. Es ist aber in Global-Sourcing-Strategien ebenso üblich die Beziehung zu wenigen wichtigen Lieferanten zu pflegen. Kerkhoff beschreibt die Globalisierung als eine Art Naturgesetz und behauptet, dass man die Zukunft eines Unternehmens nur positiv gestalten kann, wenn man sich global aufstellt. Die Chance liegt somit in der Kombination der Stärken eigener und ausländischer Standorte. Boutellier/Corsten verstehen unter Global Sourcing „systematische, weltmarktorientierte, grenzüberschreitende Beschaffungsmaßnahmen, die durch den direkten Einkauf, über inländische Repräsentanten des ausländischen Lieferanten oder über die eigene Einkaufsorganisation mit Einkaufsbüros oder Allianzen im Ausland verbunden sind. Global Sourcing ist eine strategische Maßnahme mit Langzeitwirkung, die in der Anfangsphase Zusatzkosten verursacht und deshalb wie eine Investition zu behandeln ist.“
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Multisourcing und Definition der Zielsetzung sowie der Fragestellungen der Arbeit.
2 Die Genossenschaft als relevante Unternehmensform: Erläuterung der genossenschaftlichen Prinzipien, insbesondere der Mitgliederförderung, und deren Abgrenzung zu Konzernstrukturen.
3 Grundlagen der Beschaffung von Dienstleistungen: Analyse der organisatorischen Grundlagen und der Sourcing-Strategien, inklusive einer systematischen Einordnung von Outsourcing, Global Sourcing und Multisourcing.
4 Chancen und Risiken des Multisourcing: Darstellung der ökonomischen und politischen Einflussfaktoren sowie regulatorischer Anforderungen, speziell des Sarbanes Oxley Acts.
5 Entwicklung und Implementierung einer Multisourcing Beschaffungsstrategie: Detaillierte Darstellung des Prozessmodells zur Strategieentwicklung, von der Bedarfsanalyse bis hin zu konkreten Kontrollinstrumenten wie der Contract Scorecard.
6 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Bewertung des strategischen Nutzens von Multisourcing für globale Genossenschaften.
Multisourcing, Genossenschaft, Mitgliederförderung, Beschaffungsstrategie, Global Sourcing, Outsourcing, Dienstleistungsmanagement, IT-Outsourcing, Sarbanes Oxley Act, Service Level Agreement, Contract Scorecard, ITIL, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Multisourcing-Strategie für global tätige Genossenschaften, um durch einen intelligenten Mix aus internen und externen Ressourcen die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Zentrale Themen sind die genossenschaftliche Organisationslehre, die strategische Beschaffungsplanung für Dienstleistungen, das Management von Lieferantenbeziehungen sowie die Anwendung moderner Controlling-Instrumente.
Das Hauptziel ist die Formulierung eines praxisorientierten Leitfadens, der globalen Genossenschaften hilft, Multisourcing-Entscheidungen fundiert vorzubereiten und umzusetzen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und stützt sich auf etablierte betriebswirtschaftliche Modelle wie die Wertschöpfungskettenanalyse, die SWOT-Analyse sowie das Konzept der Balanced Scorecard, übertragen auf ein genossenschaftliches Umfeld.
Im Hauptteil werden die konkreten Implementierungsschritte dargelegt: von der Bedarfsanalyse der Mitgliedsfirmen über die Strategieformulierung bis hin zur operativen Umsetzung und Kontrolle durch spezifische Service-Level-Instrumente.
Kernbegriffe sind insbesondere Multisourcing, Mitgliederförderung, Beschaffungsstrategie, Service Level Agreement und Contract Scorecard.
Bei der Genossenschaft steht nicht die reine Gewinnmaximierung, sondern die "Promotion on Membership" (Förderung der Mitgliederinteressen) im Vordergrund, was die Ausgestaltung der Zielvorgaben und die Einbindung der Mitglieder in Entscheidungsprozesse maßgeblich beeinflusst.
ITIL fungiert als Standardisierungshilfe für IT-Dienstleistungsprozesse, während die Contract Scorecard als Kontroll- und Steuerungsinstrument dient, um die Einhaltung strategischer Ziele in komplexen Outsourcing-Beziehungen zu garantieren.
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