Diplomarbeit, 2007
145 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Grundlagen zum Thema Wohnungslosigkeit
2.2 Gesundheit im Kontext sozialer Lage
2.3 Forschungsergebnisse und empirische Studien
2.4 Erklärungsansätze zur gesundheitlichen Ungleichheit
3 Entwicklungstendenzen und institutionelle Rahmenbedingungen
3.1 Wohnungslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland, in Nordrhein-Westfalen und in Dortmund
3.2 Modelle gesundheitlicher Versorgung wohnungsloser Menschen
3.2.1 Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für allein stehende Wohnungslose in besonderen sozialen Schwierigkeiten
3.2.2 Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V.
3.2.3 Vergleichbare Projekte auf nationaler Ebene
4 Forschungsrahmen
4.1 Fragestellungen
4.2 Thesen
5 Methodik der empirischen Untersuchung
5.1 Qualitative Erhebung
5.1.1 Datenerhebung mit Experteninterviews
5.1.2 Expertenauswahl
5.1.3 Aufbereitung und Analyse der Daten
5.2 Quantitative Erhebung
5.2.1 Datenerhebung mit standardisierten Fragebögen
5.2.2 Analyse der quantitativen Daten
5.3 Reflexion
6 Auswertung der erhobenen Daten
6.1 Auswertung der qualitativen Daten
6.1.1 Modelle gesundheitlicher Versorgung wohnungsloser Menschen in Dortmund
6.1.1.1 Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für allein stehende Wohnungslose in besonderen sozialen Schwierigkeiten
6.1.1.2 Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V.
6.1.2 Versorgungslücken und Verbesserungsvorschläge
6.1.3 Gesundheitlicher Zustand
6.1.4 Gesundheitsverhalten und subjektives Gesundheitsbewusstsein
6.1.5 Einflussfaktoren auf den Gesundheitszustand
6.1.6 Intrinsische Motivation
6.1.7 Präventive Maßnahmen
6.1.8 Krankheit bedingt Wohnungslosigkeit respektive Wohnungslosigkeit bedingt Krankheit
6.1.9 Gründe für die Nicht-Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgungsangebote
6.2 Auswertung der quantitativen Daten
6.2.1 Deskription der Stichprobe
6.2.2 Ernährungsverhalten
6.2.3 Soziale Faktoren
6.2.4 Gesundheitsbewusstsein
6.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht in der Deskription und Analyse der gesundheitlichen Situation sowie der gesundheitlichen Versorgung von wohnungslosen Menschen in Dortmund, um durch die Verknüpfung von Expertensicht und Betroffenenperspektive Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Die Bedeutung der sozialen Netzwerke für die Gesundheit
Zudem üben soziale Kontakte Einfluss auf das Wohlbefinden und somit auf den Gesundheitszustand aus. Eine negative Lebenseinstellung und ein geringes Selbstwertgefühl können durch Freunde und Familie nicht vollständig kompensiert werden. Gleichwohl steigern sie das Wohlbefinden und unterstützen eine positive Lebenseinstellung: „Die sind nur rumgestoßen oder verkloppt oder von besoffenen Eltern in das Heim gesteckt worden. Die haben ja alle kein Selbstwertgefühl. Das ist der Grund. Deswegen kümmern sie sich auch nicht um sich.“ Somit beeinflussen soziale Beziehungen den Gesundheitszustand positiv. Die Bedeutung eines sozialen Netzwerks ist evident, jedoch zeigen sich auch negative Auswirkungen. Dies veranschaulicht IP1:
„Wenn man erst mal aus einem bestimmten Netz raus gefallen ist und nicht mehr dazu gehört, stürzt man ab. Dabei darf man nicht unterschätzen, dass dann ein anderes Netz kommt – nämlich das Netz der Wohnungslosen untereinander. Und es gibt tatsächlich Wohnungslose, die vor einem Klinikaufenthalt zum Beispiel wegen einer Entgiftung sagen: ‚Wenn ich das jetzt schaffe, dann habe ich ja gar keinen mehr.’ Weil die alten Bindungen nicht mehr da sind und die neuen Kumpels von der Parkbank usw. wären dann eben auch nicht mehr da, da gibt es auch ein gewisses soziales Netz. Das sind ja die neuen Freunde, die neuen Kumpels.“
Die Erläuterungen von IP1 offenbaren die Angst vor der totalen Isolation und der Ausgrenzung, welche sich auf die Therapie- und folglich auf die Heilungschancen auswirken: „Ja, und von daher sind natürlich auch die Therapieansätze sehr eingeschränkt. Wenn keine alten Ressourcen mehr da sind, an denen man anknüpfen kann, ist es fast hoffnungslos, weil die neuen Kumpels dann einfach wichtiger sind.“
1 Einleitung: Einführung in das Thema Wohnungslosigkeit und Gesundheit sowie Darlegung der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Wohnungslosigkeit, gesundheitlicher Ungleichheit und sozialen Einflussfaktoren.
3 Entwicklungstendenzen und institutionelle Rahmenbedingungen: Darstellung der Situation in Deutschland und spezifisch in Dortmund sowie Vorstellung lokaler Versorgungsmodelle.
4 Forschungsrahmen: Formulierung der zentralen Fragestellung und der Thesen für die empirische Untersuchung.
5 Methodik der empirischen Untersuchung: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung qualitativer Experteninterviews und einer quantitativen Fragebogenbefragung.
6 Auswertung der erhobenen Daten: Detaillierte Analyse und Interpretation der qualitativen sowie quantitativen Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage.
7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsoptionen für die Gesundheitspolitik.
Wohnungslosigkeit, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Dortmund, Gesundheitsversorgung, Experteninterviews, empirische Sozialforschung, Gesundheitsbewusstsein, Lebenslage, soziale Netzwerke, Prävention, Reintegration, Armut, Versorgungsforschung, Gesundheitsverhalten.
Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Situation von wohnungslosen Menschen in Dortmund und analysiert die vorhandenen Modelle der gesundheitlichen Versorgung.
Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Gesundheit, die Auswirkungen von Wohnungslosigkeit auf das Gesundheitsverhalten und die Analyse von Interventionsmöglichkeiten.
Ziel ist es, durch die Deskription und Analyse der gesundheitlichen Situation sowie der Versorgungsansätze Handlungsempfehlungen für eine effektivere Versorgung der Betroffenen zu erarbeiten.
Es wird ein Methodenmix angewandt, bestehend aus qualitativen Experteninterviews mit Fachleuten und einer quantitativen schriftlichen Befragung wohnungsloser Menschen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Beschreibung der institutionellen Rahmenbedingungen, das methodische Vorgehen und die umfangreiche Auswertung der erhobenen qualitativen und quantitativen Daten.
Wohnungslosigkeit, Gesundheit, Soziale Ungleichheit, Dortmund, Gesundheitsversorgung, Prävention und Reintegration.
Die finanzielle Situation (insbesondere Zuzahlungen wie Praxisgebühren) stellt für die Betroffenen eine der größten Barrieren dar, die eine Inanspruchnahme medizinischer Regelangebote massiv erschwert.
Soziale Netzwerke unter Wohnungslosen sind sehr wichtig für das psychische Wohlbefinden, wirken jedoch teilweise auch hemmend auf die Veränderung der Lebenssituation oder die Therapiebereitschaft, da die Betroffenen Angst vor der Isolation durch den Verlust ihrer "neuen" sozialen Kumpels haben.
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