Masterarbeit, 2020
74 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
2. Forschungsdesign
3. Accounting-Forschung
3.1 Paradigmenwechsel in der Entwicklung der Accounting-Forschung
3.2 Entfremdung durch Paradigmenwechsel
3.2.1 Anreizsysteme
3.2.2 Veränderungen des Umfeldes
3.3 Der Wandel als Fortschritt?
4. Die persönlichen Anreizsysteme der Forscherinnen und Forscher
4.1 Ursprung der Forschungsfrage
4.2 Gesellschaftliche Relevanz
4.3 Innovation
4.4 Gap-Spotting-Research
4.5 Kostenkontrolle
5. Impact
5.1 Was ist der Impact der Accounting-Forschung und wie sieht dessen Diffusion aus?
5.1.1 Der direkte und indirekte Impact als Diffusionsweg
5.1.2 Journals
5.2 Qualität von Forschung
5.3 Sprache
6. Balanced Scorecard
6.1 Wie kam es zur Idee der BSC?
6.2 Wie wurde die BSC erforscht?
6.3 Impact der BSC
6.4 Ist so etwas wie die Balanced Scorecard heute noch einmal möglich?
7. Conclusion
Diese Arbeit untersucht, ob eine abnehmende praktische Relevanz in der Accounting-Forschung vorliegt, indem sie den Impact wissenschaftlicher Konzepte auf die Praxis analysiert und die Motivation hinter Forschungsprozessen hinterfragt.
3.1 Paradigmenwechsel in der Entwicklung der Accounting-Forschung
In diesem Unterkapitel wird erläutert, wie die Entwicklung der Accounting-Forschung bisher ablief. Es werden die Anfänge dargestellt, die sich bis hin zur modernen Accounting-Forschung hin weiterentwickelt haben. Von besonderer Relevanz ist auch die Einordnung der jeweiligen Forschungsbereiche, die hier relevant sind. Dabei lassen die Darstellung der Vergangenheit und die sich damit ergebende Entwicklung einen gewissen Spielraum für eventuelle Prognosen zu. Noch aussagekräftiger für diese Arbeit ist jedoch der Unterschied in der Entwicklung in den letzten 60 Jahren im Vergleich zu der Entwicklung, die seit Anbeginn stattgefunden hat.
Hierbei wird auf den Artikel von Ernstberger und Werner „Die empirische Revolution in der akademischen Forschung – Folgen für das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Praxis in der Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung“ eingegangen. Der resultierende Paradigmenwechsel im Rahmen der dort beschriebenen empirischen Revolution weist in gewisser Weise auch schon Änderungen auf. Dabei ist jedoch nicht einfach nur von einer Praxisentfremdung auszugehen, sondern auch von einer Veränderung der Forschungsmittel und -methoden.
Darüber hinaus gehen Ernstberger und Werner auf bestimmte Bewertungsgrundlagen der Forschung ein. Speziell geht ihnen dabei um die Rechnungslegungs- und Wirtschaftsprüfungsforschung, allerdings lassen sich die Ergebnisse der Forscher auch leicht auf die Accounting-Forschung übertragen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob eine Entfremdung zwischen Accounting-Forschung und Praxis stattgefunden hat, unter Verwendung der Balanced Scorecard als zentrales Beispiel.
2. Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung von Experteninterviews mit Forschern der Universität Innsbruck und die Analyse der Balanced Scorecard.
3. Accounting-Forschung: Es werden der historische Paradigmenwechsel in der Forschung, die Rolle von Anreizsystemen und die Veränderungen des wissenschaftlichen Umfelds diskutiert.
4. Die persönlichen Anreizsysteme der Forscherinnen und Forscher: Hier werden die Motivationen der Forscher, die Auswahlkriterien für Themen, gesellschaftliche Relevanz und die Bedeutung von Gap-Spotting-Research und Kostenkontrolle behandelt.
5. Impact: Dieses Kapitel analysiert das Wesen von wissenschaftlichem Impact, die Diffusionswege in die Praxis, die Qualität von Forschung und die Rolle der Sprache sowie von Journal-Rankings.
6. Balanced Scorecard: Die Entstehungsgeschichte, Forschungsmethodik und der Impact der Balanced Scorecard werden untersucht, um zu prüfen, ob ein solcher Erfolg heute noch replizierbar ist.
7. Conclusion: Die Arbeit zieht das Fazit, dass zwar ein Paradigmenwechsel stattfand, die praktische Relevanz sich jedoch eher auf indirekte Wege wie die Lehre verlagert hat, anstatt komplett zu verschwinden.
Accounting-Forschung, Balanced Scorecard, Forschungsdesign, Wissenschaftlicher Impact, Praxisrelevanz, Paradigmenwechsel, Anreizsysteme, Gap-Spotting-Research, Wissenstransfer, Publikationsdruck, Forschungsmethodik, Gesellschaftliche Relevanz, Journal-Rankings, Empirische Forschung, Unternehmensberatung
Die Arbeit untersucht, ob die Accounting-Forschung zunehmend den Bezug zur Praxis verliert und welche Faktoren zu dieser Entwicklung beigetragen haben.
Zentrale Themen sind der Paradigmenwechsel in der Forschung, der Einfluss von Anreizsystemen auf Forscher, die Art und Weise der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis sowie die Bewertung der Qualität von Forschung.
Das Ziel ist es zu klären, ob eine abnehmende praktische Relevanz der Accounting-Forschung zu beobachten ist und inwieweit moderne Forschungsparadigmen eine Distanzierung von der Praxis bewirken.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und semistrukturierten Interviews mit aktiven Forschern der Universität Innsbruck sowie eine Fallstudie zur Balanced Scorecard.
Der Hauptteil analysiert die Entfremdung zwischen Praxis und Forschung, die persönlichen Anreizsysteme für Wissenschaftler, die Rolle des Impacts und die spezifische Entwicklung des Balanced Scorecard-Konzepts.
Wichtige Begriffe sind Accounting-Forschung, Impact, Praxisrelevanz, Paradigmenwechsel, Anreizsysteme, Gap-Spotting-Research und Wissenstransfer.
Die Balanced Scorecard dient als Benchmark, da sie zu ihrer Zeit eine bahnbrechende Innovation mit hohem Praxisimpact war, die gleichzeitig eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und praktischer Problemlösung bildete.
Sie wird kritisch hinterfragt, da sie oft instrumentalisiert wird, um schnell Publikationen zu generieren, anstatt grundlegende oder gesellschaftlich relevante Probleme zu lösen.
Der Wandel von einer eher normativen hin zu einer empirisch-positivistischen Forschung wurde durch neue technologische Möglichkeiten und geänderte akademische Anreizstrukturen wie den Publikationsdruck ("Publish or Perish") vorangetrieben.
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