Examensarbeit, 2012
60 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsinteresse
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Ursachen von Bildungsungleichheit
2.1 Familienherkunft und -typ
2.2 Sprache und Bildungsabschlüsse
2.3 Erwerbstätigkeit und Einkommen
2.4 Integration oder Segregation?
2.5 Institutionelle Diskriminierung
3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
4. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Bildungsungleichheit von Migranten in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Ursachen hinter den beobachteten Bildungsdisparitäten. Dabei wird analysiert, wie soziale, ökonomische und institutionelle Faktoren das Bildungsverhalten und den Schulerfolg von Kindern aus Migrantenfamilien beeinflussen.
2.1 Familienherkunft und -typ
Infolge der Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund wird immer wieder die Bedeutung individueller und familiärer Ressourcen für den Schulerfolg hervorgehoben. Weiterhin Aspekte wie die Migrationsbiografie der Eltern sowie die Möglichkeiten der schulischen Unterstützung durch die Familie betont. Daher soll zuerst der Blick auf die Familienherkunft und -form mit Migrationshintergrund gerichtet werden.
Aktuell leben ungefähr 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und das entspricht ungefähr einem Bevölkerungsanteil von 19,6 Prozent. Des Weiteren gibt es nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahr 2009 in der BRD etwa 8,2 Millionen Familien, davon haben rund 2,3 Millionen einen Migrationshintergrund. Der Anteil hier beträgt 28,4 Prozent. Eine Unterteilung der Letztgenannten nach der jeweiligen Herkunft führt zu folgendem Ergebnis: Infolge der Historie der Entwicklungszahlen von Zuwanderern stellen demzufolge Familien mit türkischem Migrationshintergrund den größten Anteil, mit 21 Prozent, dar. Die zweitgrößte Gruppe, mit etwa 13 Prozent, sind sogenannte Spätaussiedler aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Weiterhin verdeutlicht die Abbildung den Anteil von Familien mit polnischem (9,6 %) und südeuropäischem (9,6 %) Migrationshintergrund sowie aus dem ehemaligen Jugoslawien (9,5 %).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Bildungsungleichheit ein, beleuchtet die bildungspolitische Relevanz und definiert das Forschungsinteresse sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Ursachen von Bildungsungleichheit: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene Faktoren wie Familienstruktur, Sprache, Einkommensverhältnisse, Integrationsgrad und institutionelle Diskriminierung als Ursachen für Bildungsdisparitäten.
3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel führt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und leitet Schlussfolgerungen hinsichtlich der notwendigen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Ansätze ab.
4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Literatur auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.
Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungsdisparität, soziale Herkunft, Bildungsbenachteiligung, Integration, Segregation, PISA-Studie, Schulerfolg, Sprachkenntnisse, institutionelle Diskriminierung, Familienherkunft, soziale Schichtung, Chancengleichheit, Bildungssoziologie.
Die Arbeit befasst sich mit der Bildungsungleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und untersucht die spezifischen Bildungsbarrieren und Erfolgsfaktoren.
Zentrale Themen sind der Einfluss der familiären Herkunft, die Rolle der Sprache, die ökonomische Situation, der Einfluss von Segregation und die Bedeutung institutioneller Diskriminierung innerhalb des deutschen Schulsystems.
Das Ziel ist es, die Ursachen für die statistisch belegbare Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern zu identifizieren und theoretisch sowie empirisch zu erklären.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Analyse, die auf der Auswertung bestehender Schulleistungsstudien, soziologischer Theorien (u.a. von Bourdieu und Boudon) sowie amtlicher Bildungsstatistiken basiert.
Im Hauptteil werden die einzelnen Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg detailliert analysiert, angefangen bei familiären Ressourcen und dem Sprachgebrauch bis hin zur Bedeutung von Wohnortsegregation und dem Verhalten von Lehrkräften.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, institutionelle Diskriminierung, soziale Schichtung und Chancengerechtigkeit beschreiben.
Daten zeigen, dass diese Gruppe sowohl den größten Anteil unter den Migrantenfamilien ausmacht als auch überdurchschnittlich stark von Bildungsbenachteiligungen betroffen ist, was eine spezifische Betrachtung notwendig macht.
Der Autor führt aus, dass nicht nur individuelle Voraussetzungen der Schüler, sondern auch organisatorische Selektionsprozesse und Vorurteile im Schulsystem maßgeblich zum ungleichen Bildungserfolg beitragen.
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