Masterarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 1.0
1. EINLEITUNG
2. LITERATURÜBERBLICK, FORSCHUNGSFRAGE UND THEORIEBEZUG
2.1. Primär quantitative Untersuchungen
2.2. Primär qualitative Untersuchungen
2.3. Forschungsfrage und Theoriebezug
3. GRUNDLAGEN DES WORKING CAPITAL MANAGEMENT
3.1. Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe
3.2. Die positiven Effekte des Working Capital Management
3.3. Überblick über die wichtigsten Prozesse und Kennzahlen
4. METHODIK LEITFADENGESTÜTZTER EXPERTENINTERVIEWS
4.1. Grundlagen leitfadengestützter Experteninterviews
4.2. Auswahl der Experten und Durchführung der Datenerhebung
4.3. Beschreibung der Auswertungsstrategie
5. ERGEBNISSE
5.1. Hürde 1: Zweckmäßigkeit der Methoden (Geschäftsumfeld)
5.2. Hürde 2: Implementierbarkeit der Methoden (Unternehmensstrukturen)
5.3. Hürde 3: Durchsetzbarkeit der Methoden (Macht des Verantwortlichen)
5.4. Bewusstsein für die Notwendigkeit im Unternehmen
6. DISKUSSION
Diese Arbeit zielt darauf ab, die internen und externen Faktoren zu identifizieren, die die Implementierung von Working Capital Management-Strategien in Unternehmen beeinflussen, um eine Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen. Mittels leitfadengestützter Experteninterviews wird ein theoretisches Modell entwickelt, das die Hürden bei der praktischen Umsetzung systematisiert.
5.1. Hürde 1: Zweckmäßigkeit der Methoden (Geschäftsumfeld)
Die erste Hürde betrifft das Geschäftsumfeld. Je nachdem welche Eigenschaften das Unternehmen besitzt und welchen äußeren Einflüssen es sich gegenübergestellt sieht, sind bestimmte Working Capital Management-Methoden gar nicht erst verfügbar oder aber nicht sinnvoll durchzuführen. Bestehende Untersuchungen, welche vorwiegend auf quantitativen Methoden beruhen, haben bereits den Einfluss einer Reihe von Faktoren auf das Working Capital Management bzw. auf die Höhe des Working Capital untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung bestätigen einige der bereits identifizierten Einflussfaktoren, deuten jedoch auch auf weitere Faktoren hin, welche in den bestehenden Untersuchungen bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden. So ist zum Beispiel festzustellen, dass das Geschäftsmodell häufig natürliche Grenzen im Rahmen des Working Capital Management aufgibt. Sollte beispielsweise in einem produzierenden Gewerbe eine Ersatzteilhaltung notwendig sein, können im Rahmen dessen kaum Optimierungen im Ersatzteilwarenbestand vorgenommen werden und umso höher fällt ceteris paribus das Working Capital aus. In diesem Fall muss im Unternehmen abgewogen werden, ob die Vorteile einer geringeren Kapitalbindung durch eine Reduzierung der Ersatzteillagerhaltung die Risiken eines Produktionsausfalles übersteigen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung motiviert die Relevanz des Working Capital Management als Bestandteil der Unternehmensstrategie und leitet die Forschungsfrage über die Hürden der Implementierung her.
2. LITERATURÜBERBLICK, FORSCHUNGSFRAGE UND THEORIEBEZUG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand, identifiziert Forschungslücken und leitet die Forschungsfrage sowie den Theoriebezug ab.
3. GRUNDLAGEN DES WORKING CAPITAL MANAGEMENT: Hier werden zentrale Begriffe definiert, die positiven Effekte des Working Capital Management erläutert sowie die wichtigsten Prozesse und Kennzahlen dargestellt.
4. METHODIK LEITFADENGESTÜTZTER EXPERTENINTERVIEWS: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der Experten sowie die Vorgehensweise bei der Datenerhebung und Auswertung.
5. ERGEBNISSE: Die Ergebnisse präsentieren das entwickelte Drei-Hürden-Modell, welches erklärt, welche Faktoren die Implementierung von Working Capital Management-Strategien hemmen oder fördern.
6. DISKUSSION: In der Diskussion werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch reflektiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet sowie ein Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf gegeben.
Working Capital Management, Unternehmensstrategie, Liquidität, Prozessoptimierung, Experteninterviews, Drei-Hürden-Modell, Unternehmenskultur, Finanzmanagement, Unternehmenswertsteigerung, Cash Conversion Cycle, Implementierung, Geschäftsumfeld, Unternehmensstrukturen, Durchsetzbarkeit, Liquiditätseffekte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Faktoren und Hürden, die bestimmen, warum Unternehmen konsequente Strategien zum Working Capital Management implementieren oder eben nicht.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Geschäftsumfeld, Unternehmensstrukturen, Machtverhältnissen im Unternehmen und dem Bewusstsein für die Notwendigkeit einer effizienten Working Capital-Steuerung.
Das Ziel ist die erstmalige Entwicklung eines theoretischen Modells, das erklärt, welche internen und externen Faktoren die Implementierung von Working Capital Management-Strategien beeinflussen.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Führungskräften aus verschiedenen Branchen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise sowie die Darstellung der Ergebnisse in Form von drei identifizierten Hürden (Zweckmäßigkeit, Implementierbarkeit, Durchsetzbarkeit).
Working Capital Management, Implementierung, Drei-Hürden-Modell, Liquidität, Experteninterviews, Prozessoptimierung und Unternehmenswert.
Das Konzept dient als theoretische Grundlage für das entwickelte Modell. Es systematisiert, dass für eine erfolgreiche Strategieumsetzung nacheinander die Hürden Zweckmäßigkeit, Implementierbarkeit und Durchsetzbarkeit überwunden werden müssen.
Ohne ein ausgeprägtes Bewusstsein bei Management und Mitarbeitern fehlen die notwendigen Ressourcen und die formale Machtgrundlage, um Strategien gegen operative Widerstände durchzusetzen.
Marktmächtige Lieferanten oder Abnehmer können ein Unternehmen in seinen Möglichkeiten einschränken, indem sie beispielsweise Zahlungskonditionen diktieren und somit Spielräume im Working Capital Management verengen.
Oft scheitert die Implementierung an mangelnden strukturellen Voraussetzungen, fehlenden Daten, unklaren Verantwortlichkeiten oder an einer mangelnden Machtposition der verantwortlichen Manager gegenüber operativen Bereichen wie Vertrieb und Produktion.
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