Diplomarbeit, 2006
147 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Zentrale Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Zur Quellenlage
2. Stand der technologischen Voraussetzungen für die Einführung von Mobile TV
2.1. Übertragungstechnologien
2.1.1. DVB-H
2.1.2. DMB
2.1.3. ISD B-T
2.1.4. Media-FLO
2.1.5. DXB
2.1.6. GPRS
2.1.7. UMTS
2.1.8. Wireless LAN/WiMAX
2.1.9. Vergleich der Technologien
2.2. Endgerätesituation
2.2.1. Endgeräteaustauschzyklus
2.2.2. Anforderungen an die Endgeräte
2.2.2.1. Displaytechnologie
2.2.2.2. Akkukapazität
2.2.2.3. Speichermöglichkeiten
2.2.2.4. Audio
3. Formate und Dienste für Mobile TV
3.1. Merkmale der mobilen TV-Nutzung
3.1.1. Änderung der Sehgewohnheiten durch Ortsunabhängigkeit
3.1.2. Sonstige Merkmale der mobilen TV-Nutzung
3.1.3. Erwartungen der Konsumenten an mobilen Content
3.2. Anforderungen an Mobile Content
3.3. Potentielle Angebotsformen
3.4. Formate für Mobile TV
3.4.1. Nachrichten
3.4.2. Sport
3.4.3. Erotik
3.4.4. Comedy
3.4.5. Fiktionale Formate
3.4.6. Musikprogramme
3.4.7. Teleshopping
3.4.8. Quizshows
3.5. Dienste für Mobile TV
3.5.1. Mehrwertdienste
3.5.2. Location Based Services
3.5.3. Glücksspiele/Wetten
3.5.4. Electronic Service/Program Guide
4. Geschäftsmodelle
4.1. Marktpotential
4.2. Wertschöpfungskette Mobile TV
4.3. Potentielle Geschäftsmodelle
4.3.1. Grundlagen des Geschäftsmodells
4.3.2. Verschiedene Erlösmodelle
4.3.2.1. Indirekte Erlöse
4.3.2.2. Direkte Erlöse
4.3.2.3. Abrechnungsproblematik
4.3.3. Potentielle Führungsmodelle
4.3.3.1. TV-geführtes Modell
4.3.3.2. Mobilfunk-geführtes Modell
4.3.4.3. Unabhängiger Plattformbetreiber
4.3.4. Geschäftsmodelle zwischen den Marktbeteiligten
4.3.4.1. Erlösteilung
4.3.4.2. Content-Lizenzierung
4.3.4.3. Content-Auftragsproduktion
5. Erfolgsfaktoren
5.1. Grundlegende Erfolgsfaktoren für die Markteinführung
5.1.1. Erfolgsfaktor Frequenzverfügbarkeit
5.1.2. Erfolgsfaktor Endgerätesubvention
5.2. Grundlegende Erfolgsfaktoren für die Marktentwicklung
5.2.1. Erfolgsfaktor exklusiver Content
5.2.2. Erfolgsfaktor transparente Tarife
5.3. Übergreifender Erfolgsfaktor – Partnerschaftliche Marktentwicklung
6. Fazit
Das Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die zentralen Einflussfaktoren der Markteinführung von Mobile TV zu geben, um die Besonderheiten dieses neuen Mediums zu verstehen und die Entwicklungspotentiale einzuschätzen.
2.1.1. DVB-H
„Digital Video Broadcast – Handheld“ (DVB-H) wurde vom Digital Video Broadcast Konsortium zur terrestrischen Rundfunkübertragung von Video- und Audioinhalten auf mobile Endgeräte wie moderne Mobiltelefone oder PDAs, die über einen vergleichsweise kleinen Bildschirm mit beispielsweise 360 × 288 oder 180 × 144 Bildpunkten verfügen, entwickelt.
Wie die anderen Varianten der DVB-Familie, DVB-T (digitales, terrestrisches Fernsehen), DVB-S (…Satellit…) und DVB-C (…Kabel…), ist DVB-H vom European Telecommunications Standardisation Institute (ETSI) als Standard anerkannt. DVB-H basiert auf DVB-T, besitzt aber gegenüber DVB-T spezifische Eigenschaften, die den besonderen Anforderungen an die mobile Nutzung entsprechen sollen.
Im Gegensatz zu DVB-T und auch den anderen Varianten, die mit MPEG2 komprimiert werden, wird DVB-H mit H.264 (MPEG-4/Part 10) komprimiert. Die Datenraten der Videosignale lassen sich dadurch je nach Kapazität des Sendernetzes, gewünschter Qualität und den Anforderungen der Endgeräte auf Werte zwischen 120 und 400 kBit/s anpassen. Angedacht sind Auflösungen von 360 × 288 oder 176 × 144 Bildpunkten und Datenraten von 384 bzw. 128 kbit/s. Auf diese Weise ließen sich zwischen 25 und 40 Fernsehprogramme in einem rund 8 MHz großen DVB-Kanal übertragen. Im Vergleich dazu passen lediglich vier bis sechs Fernsehprogramme in normaler Standardauflösung von 720 × 576 Bildpunkten in einen gleich großen DVB-T Kanal. Auch Hörfunkprogramme lassen sich sowohl über DVB-H als auch über DVB-T übertragen.
Einer der wichtigsten Vorteile von DVB-H liegt im so genannten Time-Slicingverfahren. Dieses Verfahren reduziert die Stromaufnahme auf ein für Batteriebetrieb geeignetes Maß, so dass praktikable Spielzeiten gerade auch bei mobiler Nutzung erzielbar sind. Die Leistungsaufnahme der Endgeräte bei Demodulation und Decodierung konnte durch dieses Verfahren um bis zu 90 % gegenüber herkömmlichen „Always-on“-Verfahren verringert werden. Diese enorme Einsparung wird unter anderem dadurch erzielt, dass die zu einem Programm gehörigen Pakete zu vorhersehbaren festen Zeitpunkten versendet werden, so dass sich der Empfänger in der Zwischenzeit kurz abschalten kann, um Energie zu sparen.
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Rahmen der Arbeit fest, beschreibt das Ziel der Untersuchung und definiert den Begriff Mobile TV im Kontext aktueller technologischer Entwicklungen.
2. Stand der technologischen Voraussetzungen für die Einführung von Mobile TV: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Übertragungstechnologien und technische Anforderungen an mobile Endgeräte, um eine Diskussionsgrundlage für das Medium zu schaffen.
3. Formate und Dienste für Mobile TV: Hier werden das Nutzungsverhalten, die Erwartungen der Konsumenten sowie geeignete Content-Formate und Dienste detailliert untersucht.
4. Geschäftsmodelle: Das vierte Kapitel befasst sich mit der Wertschöpfungskette und entwickelt verschiedene Geschäftsmodelle für die Marktbeteiligten, inklusive Erlös- und Führungsmodellen.
5. Erfolgsfaktoren: In diesem Kapitel werden die zentralen Faktoren zusammengeführt, die für eine erfolgreiche Markteinführung und Marktentwicklung von Mobile TV entscheidend sind.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und die Notwendigkeit partnerschaftlicher Zusammenarbeit.
Mobile TV, DVB-H, DMB, UMTS, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungskette, Content-Formate, Erfolgsfaktoren, Mobilfunknetzbetreiber, Fernsehsender, Kundenbindung, Mehrwertdienste, Markteinführung, Interaktivität, Streaming.
Die Arbeit analysiert die technischen, inhaltlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Markteinführung von mobilem Fernsehen (Mobile TV) in Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen Übertragungstechnologien, die Endgerätesituation, die Anforderungen an Inhalte sowie die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle zwischen den beteiligten Akteuren.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Besonderheiten von Mobile TV als neues Medium zu schaffen und die Entwicklungspotenziale sowie die kritischen Erfolgsfaktoren für eine Markteinführung zu identifizieren.
Neben der Auswertung von Sekundärliteratur und Studien wurde eine Expertenexploration durchgeführt, bei der Branchenvertreter zu den Themenfeldern befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Analyse (Übertragung, Endgeräte), die Formate- und Dienste-Ebene (Content, Interaktivität) und die geschäftsmodellorientierte Betrachtung der Wertschöpfungskette.
Wesentliche Begriffe sind Mobile TV, DVB-H, UMTS, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungskette, Content-Formate, Erfolgsfaktoren und Erlösmodelle.
DVB-H wird als technologisch überlegener Standard für die Verbreitung an eine große Masse an Nutzern hervorgehoben, insbesondere durch Vorteile beim Stromverbrauch und die IP-Integration.
Der Autor sieht die Betreiber in einer zentralen Führungsrolle, da sie die Schnittstelle zum Kunden, die Abrechnungssysteme und die notwendigen Subventionen für Endgeräte bereitstellen.
Es beschreibt ein Modell, bei dem Mobilfunknetzbetreiber als Plattformbetreiber die Erlöse kontrollieren und die Wertschöpfungskette dominieren, was jedoch das Risiko birgt, die Beteiligung anderer Akteure zu mindern.
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