Bachelorarbeit, 2018
89 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau
1.1 Hinführung und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Ablaufstruktur und Vorgehensweise
2. Die Relevanz der Livekultur und Streaming Media
2.1 Wirtschaftliche Entwicklungen im Livemarkt der letzten 20 Jahre
2.2 Der heutige populäre Livemarkt und sein Publikum
2.3 Streaming Media
2.4 Zusammenfassung der Erkenntnisse
3. Theoretische Konstrukte zur Mediennutzung
3.1 Grundlagen der Publikumsforschung
3.2 Merkmale von Live-Events und Bedürfnisse der Teilnehmer
3.2.1 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz
3.2.2 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz im Hinblick auf Live-Events
3.2.3 Kritik am U&G-Ansatz, Forschungsstand und Studien
3.2.4 Wichtige Faktoren bei der Teilnahme an Live-Events
3.3 Livestreaming und die Bedürfnisse medialer Rezeption
3.3.1 Der U&G-Ansatz und audiovisuelle Medien
3.3.2 Die Merkmale von Livestreaming und die Bedürfnisse medialer Rezeption
3.3.3 Aktuelle Forschung
3.3.4 Die wichtigsten Faktoren der medialen Rezeption
3.4 Medienbedürfnisse und die Erweiterung realer und medialer Rezeption
3.4.1 Live-Kommunikation im Web 2.0
3.4.2 Social Presence, Media Richness und das Medium Livestream
3.4.3 Ergänzung von realem und medialem Publikum beim hybriden Event
3.4.4 Wichtige Faktoren bei der digitalen Erweiterung von Events
3.5 Faktoren für die Wahl medialer und realer Erlebnisse und Hypothesenentwicklung
4. Empirischer Forschungsprozess
4.1 Untersuchungsstrategie
4.2.1 Logik für die Auswahl des Messinstruments
4.2.2 Die Online-Umfrage und methodische Grundlagen
4.2.3 Aufbau des Fragebogens
4.3 Untersuchungsdesign
4.4 Gütekriterien der Untersuchung
4.5 Kritische Würdigung des empirischen Ansatzes
4.6 Zusammenfassung der Datenanalyse und Erkenntnisse
5. Folgerungen und Ausblick
5.1 Implikationen für die Praxis
5.2 Implikationen für die Wissenschaft
5.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Live-Video-Streamings als ergänzendes Kommunikationsinstrument für Live-Konzerte der Popularmusik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Bedeutung Livestreaming für das Publikum hat, um eine mediale Event-Atmosphäre zu erzeugen und inwiefern dies zur Erweiterung des Konzerterlebnisses beitragen kann.
1.1 Hinführung und Relevanz des Themas
Seit dem 18. Jahrhundert, mit dem Beginn des bürgerlichen Musiklebens und der Musikdarbietung als selbstzweckhaftes Ereignis, unabhängig von religiösen oder höfischen Zeremoniellen, hat sich die Konzertkultur als wichtiger Bestandteil der Kulturwirtschaft in Deutschland und anderen Metropolen Europas etabliert. Events in Form von Musikkonzerten sind als direkteste Form der Musikrezeption auch heute ein wichtiger Teil der Freizeitkultur und finden in verschiedenen weiterentwickelten Formen statt.
Das heutige Musikbusiness ist hart umkämpft und Konkurrenten sind immer auf der Suche nach verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten. Die Interessensgruppen sind dabei vielfältig: Im Vordergrund stehen die Künstler selbst und ihre Performance. Für die Zuschauer ist das Konzert ein praktisches Unterhaltungs- und Konsumgut. Weitere relevante Gruppen sind Musikunternehmen, Unternehmer der Musikbranche und Werbeunternehmen. Diese Akteure beeinflussen letztendlich entscheidend die gesamte Musikwirtschaft. Trotz des digitalen Zeitalters vielfältiger Verbreitungsmöglichkeiten von Musik, welche meist als technische Reproduktion gehört wird, macht live dargebotene Musik vor Publikum einen Großteil der deutschen Kulturwirtschaft aus (vgl. Kalies, Lehmann, Kopiez, 2008).
Im Zuge des Umsatzeinbruchs der Musikindustrie, welchen besonders die Tonträgerindustrie bedingt hat, ist und bleibt die Livekultur mehr denn je ein wichtiger Aspekt der gesamten Musikwirtschaft. Während Künstler in früheren Jahren die Konzerte wegen erfolgreicher Tonträgerverkäufe gespielt haben, ist es heute oft umgekehrt. Musikevents werden veranstaltet, um für die dazugehörigen CDs zu werben. Die bleibende, vorhandene Nachfrage bei Musikveranstaltungen ist an der steigenden Anzahl- und Größe von Konzerten und Festivals in den letzten Jahren und den daraus resultierenden Besucherzahlen erkennbar. Immer mehr Menschen wollen Konzerte live erleben.
1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz von Live-Events sowie Livestreams und definiert die übergeordnete Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Relevanz der Livekultur und Streaming Media: Hier werden die wirtschaftlichen Entwicklungen des Live-Marktes beleuchtet und die wachsende Bedeutung von Streaming-Technologien im digitalen Umfeld dargestellt.
3. Theoretische Konstrukte zur Mediennutzung: Das Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch durch die Publikumsforschung und den Uses-and-Gratifications-Ansatz, um Motive der Mediennutzung bei Live-Events und Livestreams zu erklären.
4. Empirischer Forschungsprozess: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der quantitativen Online-Umfrage, das Untersuchungsdesign sowie die Gütekriterien der Datenerhebung.
5. Folgerungen und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und Implikationen für die Praxis sowie die Wissenschaft abgeleitet, ergänzt durch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Live-Event, Live-Konzert, Streaming Media, Publikumsforschung, Mediennutzung, Kommunikationsinstrument, Web 2.0, Livestreaming, Musikmanagement, Popularmusik, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Online-Umfrage, Eventmarketing, Konzertpublikum, Medienrezeption
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Live-Video-Streamings als ergänzendes Instrument zu Live-Events in der Musikbranche unter Berücksichtigung von Publikumsbedürfnissen.
Die zentralen Felder umfassen die Live-Musikwirtschaft, die Mediennutzungsforschung, theoretische Ansätze wie "Uses-and-Gratifications" und "Media Richness" sowie die Analyse von Online-Streaming-Plattformen.
Das Ziel ist es, die Bedeutung von Livestreaming als Ergänzung zu Live-Konzerten der Popularmusik für das Publikum zu erforschen und aufzuzeigen, wie damit eine mediale Event-Atmosphäre geschaffen werden kann.
Der Autor wählt einen quantitativen Ansatz und führt eine empirische Online-Befragung unter Konzertbesuchern durch, um Hypothesen zur Mediennutzung und Zahlungsbereitschaft zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Medienbedürfnisse bei realen und digitalen Events sowie einen empirischen Teil, der das Nutzerverhalten und die Rezeptionsmotive analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Live-Event, Streaming Media, Publikumsforschung, Mediennutzung und die Einbindung von Live-Kommunikation im Web 2.0.
Die empirische Analyse zeigt, dass die emotionale Aktivierung und das Bedürfnis nach Unterhaltung sowie Entspannung beim Streaming wichtiger sind als eine tiefe Fan-Identität, die eher das Vor-Ort-Erlebnis prägt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die breite Masse der Befragten derzeit kaum bereit ist, für Livestreams zu zahlen, da das Live-Erlebnis vor Ort als unersetzlich und höherwertig eingestuft wird.
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