Bachelorarbeit, 2005
70 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION
1.2. FORSCHUNGSANLIEGEN
1.3. AUFBAU, METHODEN UND QUELLEN
2. DIE ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN RUNDFUNKS
2.1. DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHE UND DER PRIVATE RUNDFUNK
2.2. VOLLPROGRAMME UND SPARTENSENDER IN DEUTSCHLAND
3. DIE EINFLÜSSE AUF DEN ERFOLG EINES FERNSEHSENDERS
3.1. DER EINFLUSS DES PROGRAMMS
3.2. DER EINFLUSS DES MARKENIMAGES
3.3. DER EINFLUSS DER WERBEWIRTSCHAFT
4. DIE GESCHICHTE DES DSF
5. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DEUTSCHEN SPORTFERNSEHEN
5.1. DIE METHODIK DER DOKUMENTENANALYSE UND DER EXPERTENINTERVIEWS
5.2. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DSF NACH DOKUMENTENANALYSE UND EXPERTENINTERVIEWS
5.2.3. EIGENANSICHT ÜBER DAS PROGRAMM
5.2.4. DIE BERÜCKSICHTIGUNG DER EINZELNEN SPORTARTEN
6. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DSF IM VERGLEICH ZUM AUSGESTRAHLTEN PROGRAMM
6.1. DIE VIELFALT DER ANGEBOTENEN SPORTARTEN
6.2. HYPOTHESE 1: DIE AM HÄUFIGSTEN GEZEIGTE SPORTART IST MIT GROßEM ABSTAND FUßBALL
6.3. HYPOTHESE 2: ABGESEHEN VON FUßBALL, HANDBALL UND MOTORSPORT TRETEN ALLE ANDEREN SPORTARTEN GEBÜNDELT AUF
6.4. HYPOTHESE 3: GROßEVENTS FINDEN, ABGESEHEN VOM FUßBALL, ÖFTER PLATZ IM PROGRAMM ALS LIGASPIELE
6.5. HYPOTHESE 4: DAS DSF VERSUCHT ÜBERTRAGUNGEN VON SPORTVERANSTALTUNGEN MÖGLICHST LIVE ZU ZEIGEN.
7. DIE SICHT DER REZIPIENTEN
7.1. METHODIK DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
7.1.2. Die Fragestellung
7.1.2. Die Ziele der Befragung
7.2. DIE DEMOGRAPHISCHEN MERKMALE DER BEFRAGTEN REZIPIENTEN
8. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DSF IM VERGLEICH ZU DESSEN EINSCHÄTZUNG DURCH SEINE REZIPIENTEN
8.1. SENDERPROFIL UND PROGRAMMINHALTE IM VERGLEICH ZUR SICHT DER REZIPIENTEN
8.2. DISKREPANZEN ZWISCHEN POSITIVER UND NEGATIVER EINSCHÄTZUNG DES SENDERS DURCH SEINE REZIPIENTEN
9. FAZIT
Diese Arbeit untersucht das Selbstverständnis des Deutschen Sportfernsehens (DSF) im Vergleich zur Wahrnehmung durch seine männlichen Rezipienten. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwieweit das Markenimage und der Anspruch des Senders mit der tatsächlichen Einschätzung durch das Zielpublikum übereinstimmen und welche Rolle dabei die spezifische Programmgestaltung spielt.
1.1 Motivation
Die heutige Fernsehlandschaft, so wie sie in Deutschland vorherrscht, ist geprägt durch ständigen Fortschritt und unaufhaltsamen Ausbau. Schon seit Jahren kommt der Zuschauer hier in den Genuss eines dualen Rundfunksystems, dass ihm über Antenne, Kabel oder Satellit die Möglichkeit bietet bis zu 40 Programmen je nach Lage und Art des Empfangs zu rezipieren. Seit dem 04.August 2003 ist das DVB-T in Teilen Deutschlands in Betrieb, was dem Rezipienten ein Mehr von ungefähr 25 Programmen bietet. Überraschend ist es da schon, dass obwohl „Sport […] ein zentraler Inhalt für das Fernsehen [ist]“, nur zwei Sportsender auf dem deutschen Free-TV Markt zu finden sind. „Eurosport“, ein paneuropäischer Sportsender und das „Deutsche Sportfernsehen“, DSF. Folglich ist das DSF der einzige Sportspartensender, der ausschließlich in Deutschland angesiedelt ist und verdient durch diese herausragende Stellung eine nähere Untersuchung.
Kein anderer deutscher Free-TV Sender bietet seinen Rezipienten ein derartig breit gefächertes Sportprogramm und stellt sich dem Anspruch Fernsehen für Männer zu machen. Für den Erfolg des Senders ist es jedoch in erster Linie von großer Bedeutung, dass sein Selbstverständnis mit der Sicht seiner Rezipienten deckungsgleich ist. Dies soll diese Arbeit untersuchen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Motivation und der Forschungsanliegen zur Untersuchung des DSF und seines Images.
2. DIE ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN RUNDFUNKS: Überblick über das duale Rundfunksystem und die Einordnung des DSF als privaten Spartensender.
3. DIE EINFLÜSSE AUF DEN ERFOLG EINES FERNSEHSENDERS: Analyse der Bedeutung von Programm, Markenimage und Werbewirtschaft für den wirtschaftlichen und medialen Erfolg.
4. DIE GESCHICHTE DES DSF: Historischer Rückblick auf die Entstehung und die gesellschafterrechtlichen Veränderungen des Senders.
5. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DEUTSCHEN SPORTFERNSEHEN: Ermittlung des Senderselbstbildes mittels Dokumentenanalyse und Expertenbefragungen.
6. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DSF IM VERGLEICH ZUM AUSGESTRAHLTEN PROGRAMM: Überprüfung der Programmrealität anhand von vier Hypothesen zur Sportartenverteilung und Live-Übertragungen.
7. DIE SICHT DER REZIPIENTEN: methodische Beschreibung der quantitativen Befragung von 151 Rezipienten.
8. DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DES DSF IM VERGLEICH ZU DESSEN EINSCHÄTZUNG DURCH SEINE REZIPIENTEN: Analyse der Übereinstimmungen und Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdbild.
9. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Empfehlungen für den Sender zur Stärkung der Markenidentität.
Deutsches Sportfernsehen, DSF, Spartensender, Markenimage, Zuschauerforschung, Sportberichterstattung, Live-Übertragung, Werbewirtschaft, Rezipientenbefragung, Medienökonomie, Programmanalyse, Zielgruppe, Selbstverständnis, Medienkonzentration, Sportrechte.
Die Arbeit analysiert das Selbstbild des Senders DSF und setzt dieses in Bezug zur Wahrnehmung durch seine Zuschauer, um Diskrepanzen und deren Ursachen aufzudecken.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des deutschen Rundfunks, die Bedeutung von Sportrechten und Markenimage, die tatsächliche Programmstruktur sowie die Zuschauerbedürfnisse.
Das Hauptziel besteht darin zu untersuchen, ob die Markenidentität des DSF als "Deutsches Sportfernsehen" mit der tatsächlichen Einschätzung durch die Rezipienten übereinstimmt.
Die Untersuchung nutzt einen methodischen Mix aus Dokumentenanalyse, Experteninterviews mit Programmverantwortlichen sowie einer quantitativen empirischen Rezipientenbefragung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Programmanalyse, die Ermittlung des Senderselbstverständnisses und eine Regressionsanalyse der Zuschauerdaten.
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Sportfernsehen, Markenmanagement, Zielgruppenorientierung, Finanzierung durch Werbung und Zuschauerzufriedenheit.
Die Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Zuschauer wenig Verständnis für das Finanzierungsprogramm hat und die Quizsendungen sowie Dauerwerbesendungen sogar als störend empfindet.
Dies ist primär auf den Untersuchungszeitraum zurückzuführen, der in die Sommerpause der Handballbundesliga fiel, was zu einer verfälschten Sendezeitstatistik führte.
Der Live-Charakter ist ein entscheidender Relevanzfaktor. Zuschauer bevorzugen Live-Sport und bewerten den Sender kritischer, wenn sie das Gefühl haben, dass zu wenig Live-Sport geboten wird.
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