Forschungsarbeit, 2006
32 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Geschichte des Zusammenbruchs
2.1 Die SU unter Gorbatschow
2.2 Russländische Föderation - von Jelzin zu Putin
3. Das politische System – heute
3.1 Die Verfassung
3.2 Machtzentren und Machtverteilung
3.3 Staatsorgane der Russländischen Föderation
3.4 Die Parteienlandschaft
4. Business-Elite
4.1 Freiheiten der Komsomol
4.2 Die neuen Reichen
4.3 Vollprivatisierung mit Vouchers
4.4 Kredite gegen Aktien (Share for loans)
5. Der politische Konflikt um die Macht
5.1 Kampf um die Medien
5.2 Der Fall Jukos
6. Resumé
Die Arbeit untersucht das komplexe Machtgefüge in Russland, mit besonderem Fokus auf das Verhältnis zwischen Wladimir Putin und den sogenannten Oligarchen. Dabei soll geklärt werden, wie sich die Machtverhältnisse seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion gewandelt haben, wer die zentralen Akteure sind und welche politischen sowie ökonomischen Ziele Putin mit seiner autoritären Politik verfolgt.
5.1 Kampf um die Medien
Im Wahlkampf um die Nachfolge Jelzins hatte sich gezeigt, dass die Medien einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Wahl Putins geleistet hatten. Putin wusste jedoch, dass er das nicht unterschätzen durfte und sich diese Medien auch gegen ihn wenden könnten. Um dieser Katastrophe zuvor zu kommen, eröffnete er bereits wenige Monate nach der Wahl den Kampf gegen und um die Medien. Wie oben bereits erwähnt, musste als eines der ersten Unternehmen, die Media-Most Holding dran glauben (Vgl. Mommsen 2003, 124f.).
Wladimir Putin legt seit jeher einen sehr großen Wert auf eine vorteilhafte Darstellung seiner Person in den Medien. Negative Berichte über ihn bzw. seiner Politik wurden und werden kaum geduldet. Seit seinem Amtsantritt zeigte er ihm feindlich gesinnten Redaktionen mehrfach, dass er eine kritische Berichterstattung nicht toleriere.
Wladimir Gussinskij, der Eigentümer des Medienimperiums Media Most und dessen Aushängeschild dem TV-Netzwerk NTV, sowie auch der Mitbesitzer des größten russischen Senders ORT Boris Beresowskij verweigerten es, sich dem System Putins anzupassen. Beide hielten den neuen Präsidenten für äußerst schwach und machten dies vor allem mit Kreml kritischen Berichten deutlich (Vgl. Gladkov 2004, 220f.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verhaftung Michail Chodorkowskijs als Ausgangspunkt der Arbeit und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Machtverhältnisse in Russland.
2. Geschichte des Zusammenbruchs: Dieses Kapitel zeichnet den Transformationsprozess von der Sowjetunion unter Gorbatschow bis hin zur Russländischen Föderation unter Jelzin und dem Amtsantritt Putins nach.
3. Das politische System – heute: Hier werden die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, die Machtzentren sowie die Parteienlandschaft der modernen russischen Föderation analysiert.
4. Business-Elite: Das Kapitel beschreibt den Aufstieg der neuen Wirtschaftselite, beginnend bei den Privilegien des Komsomol über die Voucher-Privatisierung bis hin zum „Kredite gegen Aktien“-Programm.
5. Der politische Konflikt um die Macht: Hier wird der gezielte Kampf gegen Medienbarone und der Fall Jukos als Beispiel für die staatliche Disziplinierung der Oligarchen und die Wiederherstellung von Staatskontrolle untersucht.
6. Resumé: Das Resumé zieht ein Fazit über die Machtverschiebung von den „alten“ zu den „neuen“ Staatsoligarchen und die damit einhergehende Festigung des Putin-Lagers.
Russland, Putin, Oligarchen, Machtgefüge, Jukos, Chodorkowskij, Jelzin, Privatisierung, Staatsoligarchen, Medienkontrolle, Transformation, politische Systeme, Wirtschaftselite, Kreml, Autoritarismus.
Die Arbeit analysiert das Machtverhältnis zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und den einflussreichen Oligarchen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung Russlands nach der Wende, die Entstehung der neuen Wirtschaftselite, der staatliche Zugriff auf Medien und Unternehmen sowie die aktuelle politische Struktur.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Frage zu beantworten, wer in Russland tatsächlich die Macht ausübt und wie Putin die Macht der Oligarchen systematisch beschnitten hat.
Die Autoren nutzen eine historische sowie politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur und Dokumenten zur Transformation des russischen Staates und der Wirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Systemanalyse, den Aufstieg der Business-Elite und die detaillierte Untersuchung der Konflikte zwischen dem Kreml und den Oligarchen.
Zentrale Begriffe sind Russland, Putin, Oligarchen, Jukos, Machtgefüge, Privatisierung und die Rolle der Staatsoligarchen.
Dieser Plan ermöglichte es dem Konsortium aus Banken, gegen die Kreditvergabe an den Staat wertvolle Staatsunternehmen zu Spottpreisen zu erwerben und so ihren Reichtum massiv auszubauen.
Während die alten Oligarchen oft durch die wilden Privatisierungen der 90er Jahre groß wurden, stammen die neuen Staatsoligarchen meist aus dem Sicherheitsapparat und dem Geheimdienstumfeld um Putin und agieren diskreter.
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