Diplomarbeit, 2003
111 Seiten, Note: 1,0
1 Wandel, Organisationen, Weiterbildung und Qualität
1.1 Einleitung
1.1.1 Kontext allgemeiner Veränderung
1.1.2 Gesellschaftlicher Wandel und individuelle Folgen
1.1.3 Politische Veränderungen
1.2 Veränderung des Wissens
1.2.1 Institutionalisierungsform des Lernens
1.3 Paradigmenwechsel in der Weiterbildungsbranche
1.3.1 Weiterbildungsforschung
1.3.2 Transformation der Weiterbildungsorganisationen
1.4 Projektrahmen des „Lernerorientierten Qualitätsmodells für Weiterbildungsorganisationen“
1.4.1 Bildungspolitischer Kontext
1.5 Ziel der Diplomarbeit im Rahmen des Lernerorientierten Qualitätsmodells
2 Untersuchungsmethodik
2.1 Qualitative Forschung
2.2. Einzelfallstudie
2.3 Qualitative Interviews
2.4 Dokumentenanalyse
2.5 »Eingeschränkte« Textanalyse
2.5.1 Logisches Verstehen
2.5.2 Psychologisches Verstehen
2.5.3 Szenisches-strukturelles Verstehen
2.5.4 Tiefenhermeneutisches Verstehen
2.6 Feldforschung - Teilnehmende Beobachtung
2.6.1 Ablaufmodell der Feldforschung
2.7 Systemisch-konstruktivistischer Ansatz als »Forschungshaltung«
2.7.1 Systemisches und zirkuläres Fragen
2.8 Kurze Einleitung in die Theorie der Beobachtung
2.9 Untersuchungsprozess - Das konkrete Vorgehen
3 Organisationstheorie
3.1 Systemtheoretische Organisationstheorie nach Luhmann
3.1.1 System/Umwelt
3.1.2 Komplexität
3.1.2.1 Selektivität
3.1.3 Autopoiesis
3.1.4 Kommunikation
3.1.5 Strukturen
3.1.6 Entscheidungen
3.1.6.1 Entscheidungsprämissen und Entscheidungsprogramme
3.1.7 Organisation als soziales System
3.1.8 Rationale Organisation
3.2 Organisationen in der Weiterbildung
3.2.1 Aktueller Kontext der Weiterbildungsorganisationen
3.2.2 Systemtheoretische Verknüpfung zwischen Gesellschaft und Organisationen
3.2.3 Strukturelle Kopplung des Erziehungs- und Bildungssystems
3.2.4 Das Spezifische von Weiterbildungsorganisationen
3.2.5 Drei systemische Operationskreise pädagogischer Organisationen
3.2.6 Die drei Rationalitäten der Weiterbildung
3.2.6.1 Das »Produkt« Bildung
3.2.6.2 Zwei Umwelten der Weiterbildungseinrichtungen
3.2.6.3 Differenzierte Lernmilieus
3.2.7 Entgrenzung von Lernprozessen und Aneignungsformen
4 Lernerorientiertes Qualitätsmodell für Weiterbildungsorganisationen
4.1 Aufbau des Modells
4.2 Die Dimensionen gelingendes Lernens
4.3 Auf dem Weg zur Lernenden Organisation
4.3.1 Selbstbeobachtung einer Lernenden Organisation
4.4 Prüfphase und Testierung
4.5 Besondere Herausforderungen des Lernerorientierten Qualitätsmodells
5 Fallstudie
5.1 Wie ist der Qualitätsentwicklungsprozess nach dem Lernerorientierten Qualitätsmodell an der untersuchten Volkshochschule organisiert worden?
5.2 Fallbeschreibung der untersuchten Volkshochschule anhand eines ausgewählten Qualitätsbereiches des Lernerorientierten Qualitätsmodells
5.3 Exemplarische Beschreibung anhand der Mindestanforderungen und der Komponenten des Leitbildes
5.3.1 Das Leitbild ist partizipativ erstellt
5.3.2 Leitbild ist schriftlich fixiert
5.3.3 Das Leitbild ist intern und extern kommuniziert
5.3.4 Die Kontroll- und Revisionsverantwortung ist festgelegt
5.3.5 Aussagen zu allen acht Komponenten sind vorhanden
5.3.5.1 Identität und Auftrag
5.3.5.2 Fähigkeiten
5.3.5.3 Kunden
5.3.5.4 Leistungen
5.3.5.5 Werte
5.3.5.6 Allgemeine Ziele
5.3.5.7 Ressourcen
5.3.5.8 Definition gelungenen Lernens
5.4 Zusammenfassung und abschließende Reflexion über das Lernerorientierte Qualitätsmodell
5.4.1 Welche positiven Veränderungsaspekte werden durch das Lernerorientierte Qualitätsmodell von den Mitarbeitern der untersuchten Volkshochschule wahrgenommen?
6 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Organisationsentwicklung von Weiterbildungseinrichtungen durch Qualitätsmanagement, mit besonderem Fokus auf das „Lernerorientierte Qualitätsmodell“. Ziel ist es, am Fallbeispiel einer Volkshochschule zu analysieren, wie solche Organisationen Lernprozesse und Organisationsstrukturen reflektieren und zukunftsfähig gestalten können.
1.1 Einleitung
Organisationen und Individuen stehen wandelnden Umwelten gegenüber. Durch die Veränderungsprozesse des 21. Jahrhunderts steigt die Umweltkomplexität und mit dieser die Zunahme von Wahlmöglichkeiten. Dies kann für die Individuen eine erhöhte Orientierungslosigkeit und Unsicherheit bedeuten. Lernen ist eine Möglichkeit, die der wachsenden Verunsicherung der Individuen entgegenwirken kann. Deswegen müssen Weiterbildungsorganisationen ihren Lernenden optimale Lehr-Lern-Verhältnisse bereitstellen, denn dann kann Lernen die Handlungs- und Verfügungsmöglichkeiten der Lernenden im Sinne eines erhöhten Weltaufschlusses erweitern. Lernen schafft neue Sicherheiten, indem sich der Handlungsraum des Lernenden vergrößert und er auf allgemeine Umweltveränderungen entsprechend reagieren kann.
Hierfür bedarf es allerdings Organisationen, die mit den schnellen Veränderungen gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, technologischer und politischer Art Schritt halten. Infolgedessen müssen Weiterbildungseinrichtungen selbst fortdauernd lernen und ihre Fähigkeiten zur Umweltbeobachtung steigern, damit sie für die sich verändernden Bedingungen anschlussfähig sind und bleiben. Erst wenn Weiterbildungsorganisationen selbst zu einer »Lernenden Organisation« geworden sind, können sie ein »Lebenslanges Lernen« der Individuen ermöglichen und fördern. Damit Organisationen sich zu einer Lernenden Organisation entwickeln, bedarf es allerdings einer Veränderung der Organisationsstrukturen. Zur Realisierung dieser nicht ganz leichten Herausforderung ist in vielen Weiterbildungsorganisationen ein Qualitätsentwicklungsprozess erforderlich. Die Organisationen müssen sich mit Hilfe von Qualitätsmanagement dahingehend entwickeln, dass eigene Organisationsstrukturen für eine Lernende Organisation fest implementiert werden.
1 Wandel, Organisationen, Weiterbildung und Qualität: Einleitung in die gesellschaftlichen und politischen Transformationsprozesse, die Weiterbildungsorganisationen zu einem Paradigmenwechsel und einer verstärkten Reflexion zwingen.
2 Untersuchungsmethodik: Darlegung des qualitativen Forschungsansatzes, der Methoden der Einzelfallstudie sowie der systemisch-konstruktivistischen Forschungshaltung zur Analyse der Organisation.
3 Organisationstheorie: Systemtheoretische Fundierung der Organisation als autopoietisches System und Analyse der spezifischen Anforderungen an Bildungseinrichtungen.
4 Lernerorientiertes Qualitätsmodell für Weiterbildungsorganisationen: Detaillierte Vorstellung des Modells als Instrument zur Förderung der Lernfähigkeit und Selbstreflexion in Weiterbildungseinrichtungen.
5 Fallstudie: Empirische Untersuchung des Qualitätsentwicklungsprozesses an einer spezifischen Volkshochschule, inklusive Reflexion über Zielerreichung und Veränderungsprozesse.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des Qualitätsmodells für den Organisationsentwicklungsprozess in der Weiterbildung.
Weiterbildung, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung, Lernende Organisation, Systemtheorie, Luhmann, Volkshochschule, Lernerorientierung, Qualitative Sozialforschung, Fallstudie, Bildung, Reflexion, Selbstbeobachtung, Transformationsprozess, Wissensgesellschaft.
Die Arbeit analysiert, wie Weiterbildungseinrichtungen, speziell Volkshochschulen, durch ein systemisch orientiertes Qualitätsmanagement (das Lernerorientierte Qualitätsmodell) ihre Strukturen zur Lernenden Organisation weiterentwickeln können.
Die zentralen Felder umfassen die Systemtheorie nach Luhmann, die Transformation der Bildungslandschaft, den Prozess der Organisationsentwicklung und die methodische Umsetzung qualitativer Forschung.
Das Ziel ist, an einem Fallbeispiel aufzuzeigen, wie Qualitätsmanagement als Reflexionsinstrument genutzt werden kann, um eine Weiterbildungseinrichtung zukunftsfähig und lernfähig zu machen.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, inklusive Leitfadeninterviews, teilnehmender Beobachtung, Dokumentenanalyse und einer systemisch-konstruktivistischen Forschungshaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Organisationstheorie), die Modellbeschreibung (Lernerorientiertes Qualitätsmodell) und den empirischen Teil (Fallstudie einer Volkshochschule).
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Systemtheorie, Autopoiesis, Qualitätsentwicklung, Lernende Organisation, Reflexion, Selbstbeobachtung und Weiterbildungspraxis.
Das Konzept ermöglicht es der Organisation, die System-Umwelt-Differenz als Selbstbeobachtungskategorie zu nutzen, um blinde Flecken zu identifizieren und die eigene Systemrationalität kritisch zu hinterfragen.
Das Leitbild dient als handlungsanleitende Orientierungshilfe und als zentraler Reflexionspunkt, um die Identität der Einrichtung zu bestimmen und eine Anschlussfähigkeit an die Umwelt zu gewährleisten.
Der Begriff beschreibt den durch den Entwicklungsprozess angeregten Perspektivwechsel, bei dem die Mitarbeiter ihre tägliche Arbeit systematischer und unter kontinuierlicher Qualitätsprüfung reflektieren.
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