Fachbuch, 2020
73 Seiten
Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit
1 Einleitung
2 Begriffliche und Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Flexible Arbeitsgestaltung
2.2 Wahrgenommene Job-Autonomie
3 Herleitung der Hypothesen
4 Empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen örtlicher und zeitlicher Arbeitsflexibilisierung und wahrgenommener Job-Autonomie
4.1 Datenerhebung
4.2 Beschreibung der Teilnehmer
4.3 Darstellung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Analyseergebnisse
5.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
5.3 Implikationen für die Praxis
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen örtlicher und zeitlicher Arbeitsflexibilisierung sowie deren Kombination und der wahrgenommenen Job-Autonomie von Arbeitnehmern. Ziel ist es zu analysieren, ob und in welchem Maße flexible Arbeitsmodelle dazu beitragen, das Autonomieempfinden am Arbeitsplatz zu steigern.
2.1 Flexible Arbeitsgestaltung
Traditionelle Arbeitszeiten befinden sich im Wandel, denn sie sind in der heutigen dynamischen Zeit nicht mehr marktgerecht und arbeitnehmerorientiert. Stattdessen entsteht ein neues Zeitverständnis, in dem die Arbeitszeit kürzer, heterogener und flexibler wird (vgl. Absenger u. a. 2014, S. 1)
Arbeitszeit umfasst dabei die Zeit von Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Berücksichtigung von Ruhepausen (vgl. § 2 ArbZG). In der Regel wird von einer Normalarbeitszeit gesprochen, wenn der Arbeitstag sieben bis acht Stunden täglich umfasst, bei einer 35- bis 40-Stunden-Woche, und zwar regelmäßig von Montag bis Freitag innerhalb eines Zeitraums von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr gleichbleibend erbracht wird (vgl. Bornewasser/Zülich 2013, S. 22). Eine moderne Personalpolitik verfügt heutzutage, als Ergänzung zur Normalarbeitszeit, über eine Vielzahl von flexiblen Arbeitsmodellen, die sowohl Vorteile für die individuellen Interessen der Mitarbeiter als auch für die betrieblichen Erfordernisse bieten (vgl. Absenger u. a. 2014, S. 1). Definiert sind flexible Arbeitsmodelle als vom Arbeitgeber bereitgestellte Leistungen, die den Mitarbeitern eines Unternehmens eine gewisse Kontrolle darüber geben, wann und wo sie außerhalb des normalen Arbeitstages arbeiten (vgl. Hill u. a. 2001, S. 49). Flexible Arbeitszeiten dienen insbesondere der Work-LifeBalance und der Arbeitszeitindividualisierung der Mitarbeiter (vgl. Winiger 2011, S. 2). Unternehmen setzen diese ebenfalls ein, um auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und sich somit als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren (vgl. Altmann/Süß 2015, S. 282).
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Wandels von Arbeitsanforderungen und die Relevanz von Flexibilisierung für Arbeitgeberattraktivität und Job-Autonomie.
2 Begriffliche und Konzeptionelle Grundlagen: Definition und Erläuterung der verschiedenen Modelle der zeitlichen und örtlichen Arbeitsflexibilisierung sowie des Konstrukts der Job-Autonomie.
3 Herleitung der Hypothesen: Theoretische Begründung der erwarteten positiven Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Flexibilitätsmodellen und der wahrgenommenen Autonomie.
4 Empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen örtlicher und zeitlicher Arbeitsflexibilisierung und wahrgenommener Job-Autonomie: Beschreibung der quantitativen Datenerhebung, der Teilnehmerstruktur und statistische Auswertung mittels ANOVA.
5 Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse, kritische Reflexion der Limitationen sowie Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Praxis.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Hypothesen basierend auf den empirischen Ergebnissen.
7 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
8 Anhang: Detaillierte Unterlagen, darunter der verwendete Fragebogen und statistische Ergebnisdarstellungen (SPSS-Output).
Arbeitsflexibilisierung, Job-Autonomie, Zeitliche Flexibilität, Örtliche Flexibilität, Arbeitszeitmodelle, Telearbeit, Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Work-Life-Balance, Arbeitgeberattraktivität, Empirische Untersuchung, Personalmanagement, Selbstkontrolle, Arbeitsplatzmerkmale, Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung verschiedener Formen von Arbeitsflexibilisierung und dem subjektiven Empfinden von Autonomie im Job bei Arbeitnehmern.
Die zentralen Themen sind zeitliche Arbeitsflexibilität (z.B. Gleitzeit), örtliche Flexibilität (z.B. Telearbeit) und das daraus resultierende Ausmaß der wahrgenommenen Job-Autonomie.
Das Ziel ist es, empirisch zu analysieren, ob und wie flexible Arbeitsgestaltungen, insbesondere deren Kombination, positiv zur wahrgenommenen Autonomie des Mitarbeiters beitragen.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer Online-Befragung durchgeführt, deren Daten mittels statistischer Analysen (ANOVA und Korrelationsanalysen) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Hypothesenbildung sowie eine umfangreiche empirische Analyse, die mit einer Diskussion der Ergebnisse schließt.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsflexibilisierung, Job-Autonomie, Work-Life-Balance und Arbeitgeberattraktivität.
Die Studie bestätigte, dass die Kombination aus örtlicher und zeitlicher Flexibilität den stärksten positiven Zusammenhang mit der wahrgenommenen Job-Autonomie aufweist.
Das Ergebnis wird primär auf die sehr kleine Stichprobengröße in dieser speziellen Subgruppe sowie auf mögliche Konflikte bei der Work-Life-Balance bei Telearbeit zurückgeführt.
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