Bachelorarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Liquiditätssteuerung
2.1 Dimensionen des Liquiditätsbegriffes
2.2 Liquiditätsrisiko
2.2.1 Ursachen des Liquiditätsrisikos
2.2.2 Bestimmung des Liquiditätsrisikos
2.2.2.1 Liquiditätsanalyse anhand der Bilanz
2.2.2.2 Liquiditätsablaufbilanz (LAB)
2.2.2.3 Liquidity Value at Risk (LVaR)
2.2.2.4 Liquidity at Risk (LaR)
2.2.2.5 Szenarioanalysen und Stresstests
2.2.3 Notfallplanung
3 Basel Bestimmungen
3.1 Basel Committee on Banking Supervision
3.2 Basel 3
3.3 Capital Requirements Regulation und Capital Requirements Directive
3.4 Liquiditätsstandards unter Basel 3
3.4.1 Liquidity Coverage Ratio
3.4.1.1 Mindestanforderungen an lastenfreie, hochliquide Aktiva
3.4.1.2 Gesamte Nettomittelabflüsse unter Stress
3.4.1.3 Einführung der LCR
3.4.1.4 LCR Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien
3.4.2 Net Stable Funding Ratio
3.4.2.1 Verfügbare stabile Refinanzierung (ASF)
3.4.2.2 Erforderliche stabile Refinanzierung (RSF)
3.4.2.3 Einführung der NSFR
3.4.2.4 NSFR Raiffeisen-Landesbank Steiermark
3.4.3 Additional Liquidity Monitoring Metrics
3.5 BRRD und Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (MREL)
4 Schlussfolgerung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Quantifizierung und Steuerung des Liquiditätsrisikos in Kreditinstituten im Kontext des regulatorischen Rahmenwerks von Basel 3. Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen und Methoden zur Identifikation, Messung und Bewältigung von Liquiditätsrisiken aufzuzeigen, um zukünftige Liquiditätskrisen zu verhindern.
2.2.1 Ursachen des Liquiditätsrisikos
Liquiditätsrisiko kann auf beiden Seiten der Bilanz entstehen. Auf der Aktivseite kann es zu unzureichenden Zahlungseingängen kommen, während auf der Passivseite aus diversen Finanzierungsquellen nicht ausreichend Liquidität geschöpft werden kann, um auslaufende Verbindlichkeiten zu tilgen, zudem kann es zu einem plötzlichen Mittelabfluss kommen.
Eine besondere Gefahr besteht dabei darin, dass ein spezielles Ereignis auf eine bereits bestehende Schwachstelle der Bank (wie bspw. die überproportionale Abhängigkeit von einer bestimmten Kundengruppe) trifft und dadurch eine Liquiditätskrise auslöst. Mögliche Auslöser für Krisen dieser Art sind zum Beispiel Kreditverluste einer Bank, ein Vertrauensverlust auf Seiten der Kunden, oder eine Krise auf dem gesamten Markt, während die Schwachstelle der meisten Banken in der Diskrepanz hinsichtlich der Liquidität zwischen Aktiv- und Passivposten liegt.
Eine weitere Gefahr birgt die zunehmende Vernetzung innerhalb des gesamten Finanzsystems. Die Zahlungsunfähigkeit eines oder einer kleinen Gruppe von Finanzinstituten kann, abhängig von deren Größe und Vernetzung, eine Störung des gesamtmarktwirtschaftlichen Gleichgewichts sowie eine Ausbreitung der Liquiditätskrise zur Folge haben.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Liquiditätsrisikos als Kernrisiko für Banken, besonders im Nachgang der internationalen Finanzkrise ab 2007, und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Quantifizierung und Prävention durch Liquiditätskennzahlen.
2 Liquiditätssteuerung: Dieses Kapitel widmet sich der Definition verschiedener Liquiditätsbegriffe sowie Methoden zur Identifikation und Messung des Liquiditätsrisikos, inklusive der Liquiditätsablaufbilanz, des Liquidity Value at Risk und der Notfallplanung.
3 Basel Bestimmungen: Der Hauptteil beschreibt das Regelwerk von Basel 3 sowie dessen europäische Umsetzung durch CRR und CRD und detailliert die neuen Liquiditätskennzahlen LCR, NSFR sowie ergänzende Meldestandards.
4 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass durch die neuen regulatorischen Anforderungen an die Liquiditätsdeckung und das Risikomanagement Banken heute besser auf Krisensituationen vorbereitet sind, auch wenn die Implementierung dieser Standards mit hohen administrativen und technischen Aufwänden verbunden bleibt.
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Die Arbeit befasst sich mit der Quantifizierung und Steuerung von Liquiditätsrisiken bei Banken und untersucht, wie moderne Kennzahlen und das Baseler Rahmenwerk dazu beitragen, die Stabilität im Bankensektor zu erhöhen.
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Liquiditätsrisikosteuerung, den gesetzlichen Anforderungen nach Basel 3 sowie der praktischen Berechnung und Bedeutung der Liquiditätskennzahlen LCR und NSFR.
Die Kernfrage lautet, wie es Kreditinstituten gelingen kann, durch den Einsatz diverser Liquiditätskennzahlen das Liquiditätsrisiko effektiv zu quantifizieren, um zukünftige Liquiditätskrisen zu verhindern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender regulatorischer Vorschriften sowie der methodischen Untersuchung von Risikokennzahlen und deren praktischer Anwendung in Banken.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der internen Liquiditätssteuerung und die detaillierte Darstellung des regulatorischen Umfelds von Basel 3, ergänzt durch Fallbeispiele zur Berechnung der LCR und NSFR.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Liquiditätsrisiko, Basel 3, LCR, NSFR, Risikomanagement und Bankenaufsicht definieren.
Die Differenzierung ist notwendig, um sowohl die tägliche Zahlungsfähigkeit (operative Liquidität) als auch eine stabile, langfristige Finanzierungsstruktur der Bank zu gewährleisten, was durch die LCR und NSFR reguliert wird.
Stresstests simulieren kritische Markt- oder Banksituationen, um Schwachstellen aufzudecken und erlauben es, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse adäquate Notfallpläne und Maßnahmenkataloge zu erstellen.
Die NSFR fungiert als Präzisierung der Goldenen Bankregel, da sie sicherstellt, dass illiquide Aktiva durch langfristige Refinanzierungsmittel gedeckt werden, um die Fristenkongruenz zu erhöhen.
Die Additional Liquidity Monitoring Metrics (ALMM) dienen den Aufsichtsbehörden als ergänzendes Instrument zur LCR und NSFR, um durch detaillierte Datenblätter einen genaueren Einblick in die Liquiditätslage und das Finanzierungsverhalten von Banken zu gewinnen.
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