Diplomarbeit, 2019
74 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Herausforderungen an die Skiindustrie
2.1.1 Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Wintersaisonen
2.1.2 Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Nachfrage
2.2 Anpassungsstrategien der Skiindustrie
2.2.1 Technologische Anpassungsmöglichkeiten
2.2.2 Verhaltensbezogene Anpassung
2.3 Anpassungsverhalten von Wintersportlern
2.3.1 Substitutionstheorie
2.3.2 „Activity Involvement“ und „Recreation specialization“
2.4 Wahrnehmung des Klimawandels durch Wintersporttouristen
2.5 Zusammenfassung
3. Forschungsmethodik
3.1 Datenerhebung
3.1.1 Forschungsgebiet
3.1.2 Umfrageentwurf
3.1.3 Datenerfassung
3.2 Datenanalyse
3.3 Probleme und Einschränkungen der Datenerhebung
4. Ergebnisse
4.1 Demografie und Spezialisierungsgrad
4.2 Einflussfaktoren bei der Auswahl des Skigebiets
4.3 Einflussfaktoren bei der Anpassung des Teilnahmeverhaltens
4.3.1 Klimaszenarien
4.3.2 „Backyard-snow“ Effekt
4.3.3 Activity Involvement
4.3.4 Spezialisierungsgrad
4.4 Wahrnehmung klimatischer Veränderungen
4.5 Umweltfreundliches Teilnahmeverhalten
5. Diskussion
5.1 Auswahl des Skigebiets
5.2 Substitutionsverhalten
5.3 Wahrnehmung klimatischer Veränderungen
5.4 Activity Involvement und Spezialisierung
6. Fazit und kritische Reflexion
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das klimabedingte Substitutionsverhalten von Wintersportlern im Raum Innsbruck. Ziel ist es zu verstehen, wie der individuelle Stellenwert der Aktivität (Activity Involvement) und der Spezialisierungsgrad das Anpassungsverhalten der Sportler beeinflussen, wenn sie mit klimatischen Veränderungen und schlechten Schneebedingungen konfrontiert werden.
Substitutionstheorie
Die Substitutionstheorie spielt bei der Erklärung des Anpassungsverhaltens eine entscheidende Rolle. Iso‐Ahola (1986) definiert Substitution als psychologischen Entscheidungsprozess sollte die ursprünglich angestrebte Aktivität nicht mehr möglich sein.
„Basic Principle: For the leisure participant, substitution means that the originally intended or desired behavior is no longer possible and must therefore be replaced by another behavior if leisure involvement is to be initiated or continued“ (Iso‐Ahola 1986, S. 369).
Wobei die Ersatzaktivität der ursprünglichen Aktivität als so ähnlich wie möglich empfunden werden sollte. Ein wichtiges Ziel der Substitutionsforschung ist es also zu verstehen, wie Menschen auf Einschränkungen ihres Freizeit- und Erholungsverhaltens reagieren. Laut Iso‐Ahola (1986) sind Menschen eher in der Lage Folgen von Ereignissen zu akzeptieren, wenn sie diese als unvermeidlich ansehen. Dies führt letztendlich zu einer größeren Bereitschaft zu substituieren. Diese Bereitschaft ist demnach geringer, wenn der Bedarf sich anzupassen unerwartet auftritt. Zudem gilt, je mehr eine Person an Geld, Zeit und Aufwand in die ursprüngliche Aktivität investiert hat, desto weniger ist sie bereit die Teilnahme durch eine andere Aktivität oder Erfahrung zu ersetzen (Iso‐Ahola 1986).
1. Einleitung: Beschreibt den Forschungszweck, die Ziele und das Untersuchungsgebiet im Kontext des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf den Wintertourismus.
2. Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Auswirkungen des Klimawandels, Anpassungsstrategien der Skiindustrie und Konzepte wie Substitution und Activity Involvement.
3. Forschungsmethodik: Erläutert die umfragebasierte Methodik, das Forschungsgebiet Innsbruck, den Umfrageentwurf mit Szenarien sowie die angewandte Datenanalyse.
4. Ergebnisse: Präsentiert die demografischen Daten, Einflussfaktoren bei der Skigebietswahl sowie Erkenntnisse zum Substitutionsverhalten und zur Wahrnehmung des Klimawandels.
5. Diskussion: Interpretiert die zentralen Ergebnisse der Studie im Kontext der vorangegangenen Literatur und diskutiert die Implikationen für die Skiindustrie.
6. Fazit und kritische Reflexion: Fasst die Kernergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die methodischen Limitationen der Arbeit.
7. Ausblick: Identifiziert weiteren Forschungsbedarf und gibt Empfehlungen für zukünftige Untersuchungen, insbesondere im Hinblick auf junge Generationen.
Klimawandel, Wintertourismus, Substitutionsverhalten, Skiindustrie, Activity Involvement, Recreation Specialization, Anpassungsstrategien, Schneesicherheit, Skigebiete, Wintersportler, Risikowahrnehmung, Nachhaltigkeit, räumliche Substitution, zeitliche Anpassung, Umfrageforschung.
Die Diplomarbeit analysiert, wie Wintersportler ihr Verhalten anpassen, wenn der Klimawandel zu schlechteren Schneebedingungen führt.
Die Arbeit behandelt die Skiindustrie, das Anpassungsverhalten von Sportlern (Substitution), die psychologische Bedeutung der Aktivität (Involvement) und die Wahrnehmung des Klimawandels.
Ziel ist es zu verstehen, wie Wintersportler auf Einschränkungen ihres Freizeitverhaltens reagieren und welchen Einfluss ihr persönliches Engagement und ihr Können (Spezialisierung) darauf haben.
Es wurde eine quantitative, umfragebasierte Methodik mit 341 Wintersportlern im Raum Innsbruck angewandt, ergänzt durch die Analyse von Klimaszenarien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Ergebnisdarstellung und eine fundierte Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Schlagworte sind Klimawandel, Wintersporttourismus, Substitutionsverhalten, Activity Involvement und Spezialisierungsgrad.
Der „Backyard-snow“-Effekt verdeutlicht, dass die Teilnahmefrequenz am Wintersport stark davon abhängt, ob die Sportler an ihrem Wohnort Schnee wahrnehmen.
„High involved“ Sportler sind zwar stärker an die Aktivität gebunden, zeigen aber eine höhere Bereitschaft, weite Strecken zu anderen Skigebieten zu fahren (räumliche Substitution), um ihre hohen Erwartungen zu erfüllen.
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